Morbus Sudeck, auch komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS) genannt, tritt in der Regel in Folge einer Verletzung auf. Betroffen sind meist die Extremitäten. Die Erkrankung geht mit Bewegungseinschränkungen und Wassereinlagerungen einher. Spezialisten für Morbus Sudeck sind oftmals Schmerzmediziner, Chirurgen oder auch Neurologen.

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Was ist Morbus Sudeck?

Morbus Sudeck wird heute meist als komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS) bezeichnet und tritt in der Regel in Folge einer Verletzung auf. Anstatt dass der Schmerz ausheilt und verschwindet, wird die ehemalige Wunde plötzlich wieder überempfindlich und schmerzt. Meistens tritt die Erkrankung in den Extremitäten auf und geht dann mit Bewegungseinschränkungen und teilweise auch Wassereinlagerungen einher. Die Erkrankung durchläuft mehrere Stadien von anfänglichen Entzündung bis zu einem allmählichen Abbau des Muskel- und Bindegewebes an der betroffenen Stelle.

Diese Ärzte sind Spezialisten für Morbus Sudeck

Der beste Ansprechpartner bei Verdacht auf Morbus Sudeck sind Ihr Hausarzt, ein Chirurg oder Ärzte mit einer Zusatzausbildung in Schmerztherapie. Da die Schmerzen mit dem Nervensystem zusammenhängen, kann auch ein Besuch beim Neurologen hilfreich sein. Im besten Fall arbeiten alle Ärzte und Therapeuten eng zusammen.

Wie diagnostizieren Morbus Sudeck-Spezialisten die Erkrankung?

Die Erkrankung wird meist als Ausschlussdiagnose gestellt. Das heisst, dass erst alle anderen Ursachen für die Schmerzen ausgeschlossen werden. Falls nach mehreren Wochen wieder Schmerzen an einer ehemaligen Verletzung auftreten, ist CRPS jedoch eine wahrscheinliche Ursache. Auch Physiotherapeuten und Ergotherapeuten haben oft viel Erfahrung mit Morbus Sudeck. Da sie keine Ärzte sind, dürfen sie jedoch keine Diagnose stellen.

So wird Morbus Sudeck am besten behandelt

Im Anfangsstadium der Erkrankung wird oft Cortison eingesetzt, um die Schwellung und Entzündung des betroffenen Areals zu bekämpfen. Schmerzmittel unterschiedlicher Art, je nach Stärke der Schmerzen, gehören zur Basistherapie. Sie ermöglichen eine möglichst früh einsetzende funktionelle Physio- und Ergotherapie. Sie beugt krankhaften Bewegungsmustern und Schonverhalten vor und hilft, die Beweglichkeit des betroffenen Körperteils wieder herzustellen. Im besten Fall lernen die Patienten in der Therapie Übungen, die sie auch Zuhause durchführen.

Als ebenfalls hilfreich hat sich Spiegeltherapie erwiesen. Nicht zuletzt kommen auch psychotherapeutische Methoden wie Entspannungsverfahren und Techniken zum Umgang mit Ängsten zum Einsatz. Sie helfen den Patienten, besser mit ihren Schmerzen und eventuell auftretenden Zukunftsängsten umzugehen.

Quellen

  • https://www.netdoktor.de/krankheiten/morbus-sudeck/
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Komplexes_regionales_Schmerzsyndrom
  • https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/schmerz/article/958481/morbus-sudeck-behandlung-grundsaetzlich-geaendert.html