Morbus Crohn-Spezialisten sind die richtigen Ansprechpartner für Sie, wenn Sie unter einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung leiden. In den meisten Fällen handelt es sich bei den Experten für diese Erkrankung um Gastroenterologen.

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Morbus Crohn – was ist das eigentlich?

Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die den gesamten Verdauungstrakt betreffen kann. Die Ursache ist bisher unbekannt. Experten vermuten jedoch, dass es sich um eine Autoimmunkrankheit handeln könnte. Charakteristisch für diese Erkrankung sind Schwellungen und schwere Entzündungen des Darms. Dabei treten unter anderem folgende Symptome auf:

  • Bauchschmerzen
  • Durchfall, manchmal blutig
  • Fieber im Schub
  • Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit
  • Fisteln oder Abszesse am After

Zusätzlich kann sich die Erkrankung auch ausserhalb des Darms manifestieren. Beschwerden wie Gelenkschmerzen, Hautveränderungen (Erythema nodosum) oder Augenentzündungen (z.B. Uveitis) gehören zu den möglichen extraintestinalen Symptomen.

Morbus Crohn-Spezialisten – Ausbildung und Qualifikation

Besonders häufig handelt es sich bei den Morbus Crohn-Spezialisten um Gastroenterologen. Die Gastroenterologie ist ein Fachbereich der Inneren Medizin, der sich mit der Diagnostik, Therapie und Prävention von Magen- und Darmerkrankungen befasst. Neben der fünfjährigen Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin muss ein Gastroenterologe eine zweijährige Zusatzfortbildung in einer gastroenterologischen Einrichtung absolvieren.

Kinder- und Jugendärzte für Magen- und Darmerkrankungen, sogenannte pädiatrische Gastroenterologen, kümmern sich um erkrankte Kinder und Jugendliche. Diese Experten kennen sich nicht nur allgemein mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, sondern auch speziell mit den Besonderheiten dieser Erkrankungen im frühen Lebensalter aus.

Die Behandlung von Morbus Crohn

Bei der Therapie muss zwischen einem akuten Schub und der sogenannten Remissionserhaltung unterschieden werden. Im akuten Schub gilt es die Entzündungssymptomatik schnell und effektiv zu lindern. Die Therapie in der Remissionserhaltung soll hingegen neue Schübe unterdrücken.

Im Akutfall verordnet der Morbus Crohn-Spezialist Glukokortikoide, die eine entzündungshemmende Wirkung haben. Eine Diät mit nährstoffreicher und ballaststoffarmer Flüssignahrung oder gar eine Ernährung über eine Sonde kann ebenfalls die Symptome lindern. In einem schweren Schub erhalten die Patienten zudem TNF-Blocker wie Infliximab, die das Immunsystem beeinflussen.

Um weitere Schübe zu verhindern bzw. zu unterdrücken kann der Arzt Immunsuppressiva verordnen. Ebenso wie im akuten Schub kommen auch hier TNF-Blocker zum Einsatz.

Da es durch die Schädigungen im Darm oft zu einer Mangelernährung kommt, kontrolliert der Morbus Crohn-Spezialist in regelmässigen Abständen die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen wie Vitamin B12, Zink oder Eisen und behandelt gegebenenfalls vorliegende Mängel.

Quellen

  • https://www.dgvs.de/wissen-kompakt/leitlinien/leitlinien-der-dgvs/morbus-crohn/
  • Gerd Herold, Innere Medizin 2014
  • Bettina Ruhe, Basics Gastroenterologie, 2005