Wie der Name es schon erahnen lässt, befasst sich ein Hormonspezialist mit dem menschlichen Hormonsystem und den dazugehörigen Hormonen. In der medizinischen Fachsprache werden Hormonspezialisten auch Endokrinologen genannt. Das dazugehörige Fachgebiet ist die Endokrinologie.

Übersicht

Empfohlene Spezialisten

Endokrinologie - Weitere Informationen

Welche Erkrankungen behandelt ein Hormonspezialist?

Das Hormonsystem des Menschen ist äusserst komplex. Eine Vielzahl an verschiedenen Hormonen reguliert die Körperfunktionen. So sind Östrogen und Progesteron beispielsweise an der Fortpflanzung beteiligt, während das Hormon Insulin eine entscheidende Rolle für den Blutzuckerspiegel spielt. Die Schilddrüsenhormone sorgen dafür, dass wir ausreichend Energie haben, wohingegen das Hormon Melatonin für einen ruhigen Schlaf zuständig ist. Abweichungen im Hormonhaushalt können verschiedene Beschwerden zur Folge haben.

Je nachdem welches Hormon betroffen ist, können die Symptome ganz unterschiedlich sein. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion leiden die Patienten zum Beispiel unter Gewichtszunahme und Müdigkeit, ein Insulinmangel führt zu einem zu hohen Blutzuckerspiegel mit Gefässschädigungen. Das Aufgabengebiet des Endokrinologen ist dementsprechend breit gefächert. So behandelt der Hormonspezialist unter anderem Erkrankungen der Schilddrüse, der Nebennieren oder der Bauchspeicheldrüse.

Zu den häufigen Erkrankungen in der endokrinologischen Praxis gehören:

  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
  • Cushing-Syndrom
  • Akromegalie
  • Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse wie Morbus Basedow oder die Hashimoto Thyreoditis
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Conn-Syndrom
  • Morbus Addison
  • Kleinwuchs
  • Nebenschilddrüsenerkrankungen
  • Phäochromozytom
  • Adrenogenitales Syndrom
  • Erkrankungen der Hypophyse

Hormonspezialist – Ausbildung und Qualifikation

Die Endokrinologie ist ein grosses Fachgebiet der Inneren Medizin. Ein Endokrinologe hat eine Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie absolviert. Die Weiterbildungszeit beträgt 72 Monate.

Ein Endokrinologe ist immer der richtige Ansprechpartner, wenn der Verdacht auf eine Störung des Hormonhaushalts besteht. Er verfügt über gute Kenntnisse in der endokrinologischen Labordiagnostik und kann einen Ultraschall oder verschiedene Belastungstests durchführen, um eine Diagnose zu stellen. Anschliessend leitet der Hormonspezialist eine zielgerichtete Behandlung ein.

Quellen

  • https://www.endokrinologie.net/