Prof. - Gerhard Rümenapf - Gefässchirurgie -

Prof. Dr. med. Gerhard Rümenapf

Spezialist für Gefässchirurgie in Speyer

Prof. - Gerhard Rümenapf - Gefässchirurgie -
Prof. Rümenapf gilt als Spezialist rund um Gefässkrankheiten – und als Pionier innovativer Behandlungsmethoden. Ob offene, endovaskuläre oder Hybrid-Eingriffe: Bei Aneurysmen, Schaufensterkrankheit und Krampfadern besitzt er grosses Renommee. Zum Diabetischen Fusssyndrom entwickelte der anerkannte Gefäss- und Fusschirurg in Deutschland einzigartige Klinikstrukturen, um den Patienten bei dem komplexen Problem „aus einer Hand“ rasch zu helfen: Das bundesweit bekannte „Speyerer Modell“ verbessert den Übergang von der stationären zur ambulanten Behandlung und führt zu wesentlich weniger stationären Wiederaufnahmen.

Spezielle Behandlungsschwerpunkte

  • Diabetisches Fusssyndrom (DFS)
  • Arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) der Beinschlagadern
  • Chirurgie der Halsschlagadern
  • Aortenaneurysma
  • Krampfader-Operationen
  • Chronische Wunden
  • Dialyse-Zugänge
  • Fusschirurgie

Über Prof. Dr. med. Gerhard Rümenapf

In den zweiundzwanzig Jahren, die Prof. Dr. med. Gerhard Rümenapf das Oberrheinische Gefässzentrum Speyer leitet, hat sich die Einrichtung ein hohes internationales Renommee erworben. Tatsächlich werden nirgends im deutschsprachigen Raum so viele Patienten mit diabetischem Fusssyndrom behandelt wie hier. Mit anderen Worten: In einem der grössten Gefässzentren Deutschlands werden deutschlandweit die meisten Amputationen vermieden!

Wichtigstes Ziel: Vermeidung von Amputationen

Als erfahrener Facharzt für Chirurgie und Gefässchirurgie hat Prof. Dr. med. Gerhard Rümenapf das Oberrheinische Gefässzentrum Speyer zur anerkannten Top-Adresse gemacht. Dabei verfügt der ausgewiesene Spezialist in allen gefässchirurgischen Belangen über einen grossen Erfahrungsschatz.

Mit einem hochkompetenten und überaus engagierten Team hat er sich diese herausragende Position in der Gefässchirurgie erarbeitet. So bietet das Oberrheinische Gefässzentrum Speyer das ganze Spektrum moderner Gefässchirurgie an. Jahr für Jahr werden hier ca. 2500 gefässchirurgische Operationen durchgeführt – auch bei dieser Zahl kann kaum eine andere Einrichtung in Europa mithalten. Seit November 2020 ist das Oberrheinische Gefässzentrum Speyer als stationäre Fussbehandlungseinheit von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) zertifiziert.

So ist es kein Wunder, dass das Oberrheinische Gefässzentrum wegen besonderer Erfolge in der Vermeidung sogenannter Majoramputationen (Oberschenkel-, Unterschenkelamputation) die Aufmerksamkeit auf sich zieht: Als Nationales Zentrum zur Amputationsverhinderung setzt das Gefässzentrum immer wieder Standards darin, mit aller Konsequenz zu verhindern, dass Amputationen am Oberschenkel oder auch am Unterschenkel nötig werden. Dabei hat sich das Team um Prof. Dr. med. Gerhard Rümenapf ein grosses Renommee darin erworben, rasch die arterielle Durchblutung der Beine wiederherzustellen. Auch international ist das Zentrum immer wieder im Gespräch, als das schon fast legendäre deutsche „Amputation Prevention Center Speyer“.

Etwa 90% aller Amputationen können im Oberrheinischen Gefässzentrum in Speyer durch das Zusammenwirken vielen Spezialisten verhindert werden. Zunehmend oft stellen sich Patienten zur Einholung einer „Zweitmeinung vor Amputation“ im Oberrheinischen Gefässzentrum in Speyer vor. Dies ist durch das aktuelle Urteil des gemeinsamen Bundesausschusses nun ein Recht jedes Patienten, dem eine Amputation in Aussicht gestellt wurde. Die Krankenkassen müssen die Einholung der Zweitmeinung gestatten und die Kosten hierfür auch übernehmen.

Halsschlagader-Operation: örtliche Betäubung

Im Oberrheinischen Gefässzentrum in Speyer werden jährlich etwas 200 Operationen an verengten Halsschlagadern (sog. Carotis-Endarteriektomien) durchgeführt. So kann Prof. Rümenapf durch rechtzeitiges Erkennen und Beseitigen von Carotis-Stenosen (siehe Bildergalerie, Bild 1) viele Schlaganfälle verhindern. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gefässzentren führt Prof. Rümenapf nahezu alle Halsschlagader-Operationen in örtlicher Betäubung durch. Warum? Weil der Patient so bei der Operation wach ist und Hände und Füsse nach Aufforderung bewegen kann. So hat der Operateur unmittelbar einen Beweis dafür, dass die Gehirndurchblutung während der Operation in Ordnung ist. Durch den Operateur selbst verursachte Schlaganfälle können so vermieden werden.

Alternativ wird auch die Aufdehnung und Stentung von Carotisstenosen angeboten, vor allem bei Patienten, für die eine offene Operation zu gefährlich wäre, oder bei Patienten, die schon einmal an der gleichen Stelle operiert wurden und eine erneute Engstelle entwickelt haben.

Aortenaneurysma

Aussackungen der Bauchschlagader (Aortenaneurysma) sind häufig, insbesondere bei älteren Männern (siehe Bildergalerie, Bild 2). Wenn der Durchmesser der Bauchschlagader 5 cm überschreitet, wächst die Gefahr, dass das Aneurysma einreisst. Das ist in 80% der Fälle tödlich.

Deshalb sollte man rechtzeitig an die Ausschaltung der Aneurysmen denken. Hierzu gibt es 2 Methoden:

  1. Die offene Aneurysmaoperation verlangt eine Längseröffnung des Bauches. Das Aneurysma wird durch eine von Hand eingenähte Kunststoff-Prothese ersetzt

  2. Das Aneurysma wird in Kathetertechnik von den Leistenschlagadern aus mit einer sogenannten Endoprothese von innen ausgeschaltet (EVAR). Bei dieser Operation ist kein Bauchschnitt nötig, und die Erholungszeit nach der Operation ist wesentlich kürzer als nach der offenen Operation (siehe Bildergalerie, Bild 3).

Die Endoprothesen werden in 25 % der Fälle nach 5 Jahren wieder undicht, sodass Folgeoperationen notwendig sind. Ein Patient nach Endoprothese ist lebenslang überwachungspflichtig. Nach einer offenen Operation dauert die Erholungsphase länger, und die Operation ist etwas gefährlicher als die Endoprothese. Dafür hat der Patient dann Zeit seines Lebens keine Komplikationen mehr zu befürchten.

In Speyer werden 50 % der Aortenaneurysmen mittels EVAR behandelt. Die offene Aneurysmachirurgie wird aber weiterhin gepflegt. Die völlige Umstellung auf Endoprothesen lehnt Prof. Rümenapf ab. Seine Abteilung ist eine der wenigen, in der die meisten Mitarbeiter der Mannschaft auch komplizierte offene Operationen an der Bauchschlagader noch durchführen können.

Spezialgebiet Diabetischer Fuss

Es gibt in Deutschland 8 Millionen Menschen mit Diabetes mellitus. Der Diabetes führt zum Verschluss der Schlagadern im Bein, zusätzlich zu Gefühlsstörungen in den Füssen (Neuropathie). So kommt es häufig zu schmerzlosen Geschwüren am Fuss oder es stirbt Gewebe ab, was aufgrund der schlechten Durchblutung nicht mehr heilen kann. Jährlich müssen 250.000 offene Wunden an den Füssen von Menschen mit Diabetes behandelt werden (siehe Bildergalerie, Bild 4).

Jährlich verlieren 12.000 Menschen mit Diabetes deshalb ein Bein. Die Speyerer Gefässchirurgie ist darauf spezialisiert, die arterielle Durchblutung der Füsse wieder zu verbessern. Die Wunden können dann abheilen und Amputationen werden zu 90% vermieden. Die Verbesserung der Durchblutung wird entweder offen chirurgisch durch Ausschälplastiken oder Bypasses erreicht, oder mit Aufdehnungsballons und Stents. Beide Verfahren werden in Speyer angeboten, und ihr Einsatz ist abhängig vom Ausmass der Gefässschäden, vom Verteilungsmuster und vom Alter und Gesamtzustand des Patienten. So kann für jeden Patienten die optimale Lösung gefunden werden. Im Regelfall werden kurzstreckige Engstellen aufgedehnt, langstreckige werden durch einen Bypass überbrückt. Letztere Bypasses können bis zum Fuss hinunterreichen. In Speyer wird die grösste Anzahl von solchen Bypassoperationen in ganz Deutschland durchgeführt, die Patienten kommen deshalb von weit her. Patienten mit Diabetischem Fusssyndrom brauchen eine intensive Nachsorge, damit es nicht wieder zu Verletzungen am Fuss kommt. Die Gefahr ist hoch, was vor allem an der Neuropathie liegt, also am fehlenden Schmerzempfinden des Patienten. Das Gefässzentrum in Speyer bietet deshalb eine Wundbehandlung durch Wundfachkräfte an, und durch einen Orthopädietechniker werden Spezialschuhe, Einlagen und Orthesen zur Druckentlastung angefertigt. Alle Patienten werden engmaschig durch einen Diabetologen betreut.

Gerade das diabetische Fusssyndrom zählt bei Menschen mit Diabetes mellitus zu den am meisten gefürchteten Erkrankungen (siehe Bildergalerie, Bild 5). Ob Wunden, Gewebeuntergang oder auch nur Hornhautschwielen, hier steht immer der Totalverlust des Fusses in Folge des Diabetes mellitus im Raum. Deshalb nimmt dieses Thema im Leistungsspektrum von Prof. Dr. med. Gerhard Rümenapf eine besonders wichtige Position ein. So werden im Oberrheinischen Gefässzentrum Speyer-Mannheim bundesweit die meisten Patienten mit diabetischem Fusssyndrom behandelt – rund achtzig Prozent aller Patienten in Speyer sind Diabetiker.
Gut also, dass das Oberrheinische Gefässzentrum in Speyer von einem Spezialisten geleitet wird, der zusätzlich zu seiner gefässchirurgischen Expertise auch als Fusschirurg zertifiziert ist – und zwar von der Gesellschaft für Fuss- und Sprunggelenkschirurgie e.V. (GFFC).

Wenn es also darum geht, durch eine individuelle Therapie eine Amputation zu vermeiden, ist das Gefässzentrum mit seiner hohen Erfolgsquote genau die richtige Adresse für Patienten auf beiden Seiten des Rheins – und auch das ist ausreichend dokumentiert: Für das „Speyrer Modell“, das in der dortigen Gefässchirurgie entwickelt wurde, konnte die Wiedereinweisungsrate von DFS-Patienten deutlich gesenkt werden. Dafür erhielt das Team um Prof. Rümenapf 2013 den Innovationspreis der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management, zudem 2015 den mit 20.000 Euro dotierten Preis „Diabetischer Fuss“ der Fondation Urgo für die Publikation des Entlassungsmodells.

Spezialist für die Schaufensterkrankheit

Ein weiterer Schwerpunkt der etablierten Einrichtung ist die Behandlung der Peripheren Arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK). Engstellen der Becken- und Beinschlagadern (siehe Bildergalerie, Bild 6) sind häufig. Sie entstehen durch Gefässverkalkungen (Plaque). Das grösste Risiko haben Zigarettenraucher und Patienten mit zu hohen Cholesterinwerten, Bluthochdruck und Diabetes mellitus. Engstellen der Arterien führen zu einer Minderdurchblutung der Beinmuskeln. Das kann zu Wadenschmerzen führen und den Patienten dazu zwingen, stehen zu bleiben, bis die Schmerzen vergehen (Schaufensterkrankheit) Wenn die Verschlusskrankheit fortschreitet, kommt es zu Schmerzen bereits in Ruhe. Die Patienten können nur noch schlafen, wenn sie die Beine herabhängen lassen. Im Endstadium sterben die Zehen ab, und Amputationen werden notwendig (sog. „Raucherbein“).

Bei der Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit ist es ähnlich wie beim Diabetischen Fuss. Engstellen und Verschlüsse der Beinschlagader können ausgeschält oder mit einem Bypass überbrückt werden, oder sie werden mit einem Ballon aufgedehnt und ggf. mit einem Stent gehalten. Die Entscheidung zur jeweiligen Behandlungsform beruht auf Erfahrung. Langstreckige Verschlüsse werden mittels eines Bypasses überbrückt, kurzstreckige werden aufgedehnt. Kein Verfahren ist dem anderen überlegen, jedes hat sein Einsatzbereich. Jährlich werden in Speyer ca. 400 Bypassoperationen durchgeführt, überwiegend bei Patienten mit Diabetischem Fusssyndrom, aber auch bei vielen Rauchern. Jährlich werden weit über 1000 Aufdehnungen und Stents der Becken-, Ober- und Unterschenkelschlagadern durchgeführt.

Hybrideingriffe

Hierunter versteht man eine Kombination aus kleinen chirurgischen Eingriffen mit gleichzeitigen Aufdehnungen, also einer Kombination von endovaskulären und offen chirurgischen Techniken. Das hat den Vorteil, dass der Patient weniger Schnitte am Bein bekommt, weil mehrere Gefässetagen über nur einen chirurgischen Zugang in Ordnung gebracht werden können. Damit wird die Belastung für den Patienten wesentlich geringer, die klinischen Ergebnisse sind fast so gut wie bei einer kompletten offen chirurgischen Behandlung. In Speyer werden jährlich mehrere Hundert solcher Hybrideingriffe durchgeführt.

Hybrid-OP

Hierunter versteht man einen hochsterilen Operationssaal, in dem sich eine Hochleistungs-Angiographieanlage befindet. Man kann also in diesem Saal offen chirurgisch unter hochsterilen Bedingungen operieren, gleichzeitig aber auch unter Röntgenkontrolle Aufdehnungen durchführen oder Endoprothesen implantieren. Solche Hybrid-OPs sind extrem kostspielig. Im Oberrheinischen Gefässzentrum in Speyer findet sich seit 5 Jahren ein ausgesprochen komfortabler Hybrid-Operationssaal (siehe Bildergalerie, Bild 7), einer der grössten in Deutschland. Mittels eines Industrieroboters kann die Rötgenröhre durch den Operateur millimetergenau gesteuert werden.

Bei der endovaskulären Chirurgie wird durch die direkte Behandlung innerhalb der Gefässe eine offene Operation häufig verhindert – Prof. Rümenapf weitet dann die Gefässverengung innen mit einem Ballon auf und bringt beispielsweise einen Stent ein. Mit dieser besonders schonenden Methode ist der Facharzt seit langen vertraut, wobei er auch bei den erwähnten Hybrideingriffen als absoluter Experte gilt. Dazu passt auch die technisch perfekte Ausstattung: Das Gefässzentrum verfügt über einen hochmodernen Hybrid-Operationssaal, der die Vorteile des sterilen Operationssaals mit einer Hochleistungs-Angiographieanlage kombiniert (s.u.).

Vor allem bei diabetischen Krampfader-Patienten mit Durchblutungsstörungen kommt die ebenfalls neuartige CHIVA-Methode zum Einsatz.

Prof. Rümenapf und sein tolles Team aus Oberärzten, Funktionsoberärzten, Assistenzärzten, Assistenten und Pflegekräften tragen alle dazu bei, dass das renommierte Gefässzentrum sein hohes internationales Renommee weiter ausbaut. Zum Angebot gehört auch die schnelle, unkomplizierte Notfallversorgung von Gefässpatienten durch die gefässchirurgische Hintergrundbereitschaft. Da stehen rund um die Uhr zwei Fachärzte für Gefässchirurgie bereit. Auch in diesem Bereich hat die Einrichtung durch ihren ausserordentlichen Ruf einen bundesweiten Einzugsbereich.

Krampfadern (Varizen)

Erkrankungen der Beinvenen äussern sich vor allem durch eine Abflussstörung des Blutes in den oberflächlichen oder tiefen Beinvenen. Je nach Schweregrad findet man kosmetisch störende Krampfadern, stauungsbedingte Schwellungen der Unterschenkel, Hautveränderungen (siehe Bildergalerie, Bild 8), und zuletzt das sogenannte „offene Bein“, also nicht heilende schmerzhafte Wunden an den Unterschenkeln. Ursache können Krampfadern, aber auch Verschlüsse der tiefen Beinvenen sein (Thrombose).

Krampfaderchirurgie wird üblicherweise ambulant durchgeführt. Prof. Rümenapf und sein Team haben sich auf die komplizierten Fälle spezialisiert, d. h. Patienten mit Krampfaderleiden, die unter ambulanten Bedingungen nicht mehr vernünftig operiert werden können, weil sie zu viele Begleitkrankheiten haben, oder weil die Krampfadern zu ausgedehnt sind. Auch werden in Speyer Patienten mit frischen Verschlüssen der tiefen Bein- und Beckenvenen operiert, durch die sogenannte venöse Thrombektomie. Das sind komplizierte und gefährliche Operationen, für die man als Gefässchirurg eine grosse Erfahrung braucht, wie in der Gefässchirurgie in Speyer.

Natürlich werden in Speyer auch Patienten mit „normalen“, also unkomplizierten Krampfadern operiert. Sie können sich dementsprechend auf ein gutes Operationsergebnis verlassen. Entscheidend ist das Verständnis für die Flussverhältnisse im tiefen und oberflächlichen Venensystem, als Voraussetzung für eine vernünftige Operationsplanung. Mit der hochauflösenden Farbduplexsonographie kann vor der Operation das Verteilungsmuster und die Flussdynamik in den Krampfadern exakt festgestellt werden, sodass die Operation sparsam, präzise und kosmetisch perfekt erfolgt.

Bei Krampfaderpatienten, die zusätzlich an einem Diabetes mellitus leiden und arterielle Durchblutungsstörungen der Beine haben (siehe Diabetischer Fuss), ist die Krampfaderchirurgie problematisch. Sie sollte nur von Operateuren durchgeführt werden, die all diese Problemfälle erkennen, also Krampfaderleiden, Diabetes, arterielle Durchblutungsstörung. Menschen mit Diabetes mellitus und Krampfadern dürfen nicht nach den klassischen chirurgischen Grundsätzen operiert werden, nämlich Entfernung sämtlicher erkrankter Beinvenen. Sie brauchen schonendere Operationsverfahren, so wie die neuartige CHIVA-Methode. Dabei werden mit entsprechender Ultraschalluntersuchung nur Unterbindungen und Teilungen der Blutsäule durchgeführt, ohne dass die Venen gestrippt, verödet oder durch Hitze zerstört werden. Das schont die Beinvenen und erhält sie für evtl. spätere Bypassoperationen am arteriellen System. Das ist im oberrheinischen Gefässzentrum Speyer von grosser Bedeutung, denn rund 400 der jährlich etwa 2500 Operationen sind Bypassoperationen an den Beinen, und sie werden grösstenteils bei Patienten mit Diabetes mellitus unter Verwendung der Beinvenen durchgeführt.

Shuntchirurgie bei Dialyse

Dialysepatienten brauchen meist 3x in der Woche für etwa 4 bis 6 Stunden eine „Blutwäsche“ (siehe Bildergalerie, Bild 9). Dies ersetzt die erloschene Nierenfunktion. Die Blutwäsche (Hämodialyse) setzt voraus, dass pro Minute etwa ½ Liter Blut aus dem menschlichen Körper entnommen, ausserhalb des Körpers gereinigt, und dem Körper wieder zugeführt wird. Damit das überhaupt funktionieren kann, Um solche Blutmengen umsetzen zu können, muss zwischen einer Armvene und einer Armarterie eine Kurzschlussverbindung hergestellt werden (Dialyse-Shunt) damit in der Vene dann so viel Blut fliesst, dass es für die Dialyse ausreicht. Man nennt dies einen Dialyseshunt. Das Team um Prof. Rümenapf ist auf Shuntchirurgie spezialisiert, und Prof. Rümenapf bietet auch Shunts aus Kunststoffmaterial sowie Dialysekatheter (Demerskatheter) an, die über einen kleinen chirurgischen Eingriff implantiert werden. Jährlich werden etwa 200 Dialysezugänge in Speyer operativ angelegt. Für Dialysepatienten in der Gefässchirurgie besteht jederzeit die Möglichkeit der Dialyse in der an das Krankenhaus angegliederten Dialysepraxis von Dr. Schmitt und Kollegen.

Diagnostisches Leistungsspektrum

  • alle Schnittbildverfahren (CT, Angio-CT, MR-Angiographie)
  • Digitale Subtraktionsangiographie (DSA)
  • Farbduplexsonographie

Medizinisches Spektrum

Erkrankungen

  • Aortenaneurysma
  • Aortendissektion
  • Aortenklappenstenose
  • Besenreiser
  • Carotisstenose
  • Diabetischer Fuss
  • Durchblutungsstörungen
  • Elephantiasis
  • Fussdeformitäten
  • Gefässerkrankungen
  • Herzaneurysma
  • Hyperhidrose
  • Krampfadern
  • Lungenembolie
  • PAVK
  • Thrombose
  • Venenerkrankungen

Behandlungen

  • Aneurysma-OP
  • Aortenchirurgie
  • Aortenstent
  • Ausschälplastik
  • Ballonkatheteraufdehnung (PTA)
  • Bauchaortenaneurysma-OP
  • Bypass-OP
  • Carotis PTA
  • Dialyse-Shuntanlage
  • Endovaskuläre Therapie
  • Shunt
  • Stent-Implantation
  • Stripping
  • Thrombektomie
  • Vaskuläre Chirurgie
  • Venenverödung

Besondere Angebote / Service / Zimmer

Wahlleistung "Unterkunft"

Im Patientenzimmer:

  • Höhenverstellbare, elektrisch gesteuerte Betten
  • Hochwertige Bettwäsche, auf Wunsch Zusatzdecken und -kissen
  • Flachbildfernseher (mit Sky-Empfang)
  • Kostenloser Internetzugang, Telefongrundgebühr, kostenloses WLAN
  • Minibar (wird täglich befüllt)
  • Komfortable Besuchersessel
  • Täglich zwei Tageszeitungen, Zeitschriften
  • Dekoration in Komfortausstattung

Im Bad:

  • Dusche, Waschtisch und WC in Komfortausstattung
  • Bademantel, Badetuch, Handtücher, Slipper
  • Seife, Shampoo, Duschgel, Körperpflegeartikel, diverse Hygieneartikel
  • Haartrockner, Kosmetikspiegel

Gastronomie:

  • Vielseitige Wahlmenüoptionen zum Mittag- und Abendessen
  • Themenfrühstück
  • Individuelle Menüzusammenstellung
  • Kuchen- und Gebäckangebot
  • Automaten für Heiss- und Kaltgetränke

Sonstiger Service:

  • Gepäckservice
  • Näh- und Schuhputzutensilien auf Wunsch

Lebenslauf

Lebenslauf Prof. Dr. med. Gerhard Rümenapf

bis 1984 Stabsarzt 
1984-1987
Abteilung für Experimentelle Chirurgie, Universität Erlangen
1987-1993
Facharztausbildung Chirurgie an der Universitätsklinik Erlangen-Nürnberg 
1994
Habilitation im Fach Chirurgie (Universität Erlangen-Nürnberg)
1996-1999
Oberarzt für Gefässchirurgie (Rhön-Klinikum, Bad Neustadt a. d. Saale)
1997
Facharztanerkennung Gefässchirurgie
seit 1999
Chefarzt Gefässchirurgie am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer
2003
Verleihung des Professoren-Titels (APL), Universität Erlangen-Nürnberg
seit 2004
gefässchirurgischer Leiter des Oberrheinischen Gefässzentrums Speyer-Mannheim

Wissenschaft

Wissenschaft Prof. Dr. med. Gerhard Rümenapf

Prof. Rümenapf ist wissenschaftlich sehr aktiv. Er hat mehr als 190 wissenschaftliche Originalarbeiten als Autor oder Co-Autor verfasst und ca. 50 Buchbeiträge stammen aus seiner Hand. Er ist Leiter der Kommission „PAVK und Diabetischer Fuss“ der Deutschen Gesellschaft für Gefässchirurgie. In dieser Funktion hat er wichtige, wissenschaftlich hochwertige Leitlinien mitgeschrieben, so z. B. die S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit der Deutschen Gesellschaft für Angiologie, und die Nationale Versorgungsleitlinie Diabetisches Fusssyndrom des ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin in Berlin. Derzeit ist er Mitglied der Steuergruppe zur Aktualisierung der S3-Leitlinie PAVK, unter der Leitung der Arbeitsgemeinschaft der medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften (AWMF).

CME-Artikel „Chirurg 2020“

Anfahrt

Adresse

Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer gGmbH

Paul-Egell-Strasse 33
67346 Speyer

Webseite: www.diakonissen.de
Telefon: +49 6232 8119900
Festnetz zum Ortstarif

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