Brustkrebsspezialisten

Bei Brustkrebs handelt es sich um die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Zugleich stellt sie unter den Krebserkrankungen die häufigste Todesursache dar. Seit dem Jahr 2005 ist die Anzahl der Brustkrebsfälle stetig angestiegen, wohingegen die Todesfälle gesunken sind. Ein wichtiger Grund für diese Entwicklung ist sicherlich die intensivere Krebsvorsorge in Form der Mammografie, also der Röntgenuntersuchung der Brust. Im Laufe des Lebens erhält jede achte Frau die Diagnose Brustkrebs, wobei das Risiko an Brustkrebs zu erkranken mit steigendem Alter zunimmt.

Empfohlene Spezialisten

Kurzübersicht:

  • Was ist Brustkrebs? Ein bösartiger Tumor der Brust, der von den Brustdrüsen, den Milchgängen oder seltener auch von anderen Teilen der Brust ausgehen kann.
  • Risikofaktoren: Höheres Lebensalter, genetische Veranlagung, früher Beginn und späte Wechseljahre, Kinderlosigkeit und späte Mutterschaft, Rauchen und übermässiger Alkoholkonsum.
  • Diagnose: Häufig lassen sich kleine Knötchen in der Brust ertasten, so dass eine körperliche Untersuchung einen ersten Verdacht stellt. Gesichert wird die Diagnose durch eine Mammographie, Ultraschall oder MRT.
  • Behandlung: Die vollständige Entfernung des Tumors im Rahmen einer OP ist die beste Therapieoption. Die Entfernung der ganzen Brust ist häufig nicht nötig. Zusätzlich werden auch ein oder zwei Lymphknoten der Achselhöhle entfernt, um zu prüfen, ob sich hier bereits Krebszellen gebildet haben. 
  • Weitere Therapiemöglichkeiten: Zusätzlich zur OP können noch Chemotherapie, Antihormontherapie, Antikörpertherapie und Strahlentherapie eingesetzt werden. Von der der individuellen Tumorart hängt ab, ob und auf welche dieser Therapien er reagiert.
  • Nachsorge: Nachsorgeuntersuchungen finden regelmässig statt und beinhalten eine Tast- und Ultraschalluntersuchung sowie eine Mammographie.

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- Weitere Informationen

Was sind die Symptome von Brustkrebs?

Überwiegend entdecken Frauen Brustkrebs nicht bei Vorsorgeuntersuchungen, sondern selbst bei sich - meist lässt sich ein auffälliger Knoten bei der eigenen Brustuntersuchung erfühlen. Des Weiteren können (müssen aber nicht) eine Einziehung oder Vorwölbung der Haut im Brustbereich, chronische Ausschläge oder blutiges Sekret, das aus der Brustwarze austritt, für Brustkrebs sprechen.

Zu einer Metastasierung, also dem Streuen von Tumorzellen im Körper, kommt es bei Brustkrebs relativ früh. Hiervon betroffen können Lunge, Leber, das Skelettsystem, Lymphknoten im Achselbereich oder auch das Gehirn sein.

Gibt es Spezialisten für Brustkrebs?

Erster Ansprechpartner beim Verdacht auf Brustkrebs ist in der Regel der Frauenarzt vor Ort. Dieser begleitet darüber hinaus die Brustkrebsbehandlung und kümmert sich um die späteren Nachsorge. Allerdings ist es ratsam, die Stellung der Diagnose sowie die Wahl der Brustkrebstherapie in einem speziellen Brustzentrum durchführen zu lassen. Hier arbeiten Brustkrebsspezialisten mit umfangreicher Erfahrung und Wissen bei der Behandlung von Brustkrebs.

Die in einem Brustkrebszentrum tätigen Brustkrebsspezialisten setzen zur Behandlung von Brustkrebs sowie der Diagnosestellung modernste Technologien ein. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit weiteren beteiligten Fachbereichen wie Strahlentherapie, Psychoonkologie und Radiologie erlaubt es, die Diagnose sowie Behandlung von Brustkrebs Hand in Hand verlaufen zu lassen. Mit dem Wissen der verschiedenen Fachdisziplinen lässt sich somit ein individueller Behandlungsplan festlegen, der auf dem neuesten Stand der Wissenschaft basiert.

Wie behandeln Brustkrebsspezialisten den Tumor?

Relevant für eine günstige Prognose bei der Behandlung von Brustkrebs ist nicht die Radikalität einer Brustkrebs-Operation, sondern die Ausbreitung von Metastasen im Körper. Während noch vor einigen Jahren die komplette Brust entfernt wurde, erfolgen chirurgische Eingriffe inzwischen möglichst brusterhaltend. So kommt es mittlerweile nur noch zu einer Entfernung des Tumors bei einer gleichzeitigen Erhaltung des gesunden Brustgewebes.

Im Anschluss an die Operation erfolgt zusätzlich eine Bestrahlung der erhaltenen Brust, wodurch das Risiko des Wiederauftretens deutlich gesenkt wird. Abhängig von der Beschaffenheit des Tumors können bestimmte Antikörpertherapien und/oder eine Chemotherapie wirksam sein. Eine Eliminierung möglicher Metastasen ist das Ziel all dieser Massnahmen.

Quellen

  • https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/032-045OLl_S3_Mammakarzinom_2018-09.pdf
  • https://www.senologie.org/brustzentren/zertififzierungsrichtlinien/
  • https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/brustkrebs/brustkrebs-basis-infos-fuer-patienten.html

Quellen

Weiterführende Informationen:

  • Deutsche Krebsgesellschaft: https://www.krebsgesellschaft.de/basis-informationen-krebs/krebsarten/brustkrebs.html
  • Ratgeber Frauengesundheit Universitätsfrauenklinik Tübingen: https://www.medizin.uni-tuebingen.de/de/das-klinikum/einrichtungen/kliniken/frauenklinik/brustzentrum/ratgeber
  • Deutschen Gesellschaft für Senologie: https://www.senologie.org/
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