Arthrose-Spezialisten: Orthopäden und Sportmediziner können helfen

Die Fläche unserer Gelenke ist von Knorpel überzogen, der wie ein Stossdämpfer wirkt. Durch Belastungen im Sport, durch Übergewicht und mit zunehmendem Alter lässt die Elastizität des Knorpels nach. Auch seine Struktur verändert sich, er verschleisst. Wenn jetzt Gelenkfläche und Kapsel aneinander reiben, entstehen knirschende Geräusche und mitunter auch Blutergüsse. Das Gelenk schwillt an und es kommt zu teils heftigen Schmerzen. Hier kann ein Arthrose-Spezialist helfen.

Empfohlene Arthrose-Spezialisten

Kurzübersicht:

  • Was ist Arthrose? Der Verschleiss des Gelenkknorpels, wodurch die Gelenkknochen direkt aufeinander reiben und Bewegungen schmerzhaft werden lassen.
  • Arthrose oder Arthritis? Unter Arthritis versteht man eine Entzündung des Gelenks, was mit der Arthrose, also der Abnutzung des Gelenks, nichts zu tun hat.
  • Ursachen: Arthrose entsteht im Laufe des Lebens durch übermässige Gelenkbelastung, etwa infolge von Übergewicht, alten Verletzungen, Fehlstellungen, Medikamenten oder genetischer Veranlagung.
  • Symptome: Eine beginnende Arthrose zeigt sich durch Schmerzen in den Gelenken, zunächst nur unter Belastung, später bei jeder Bewegung und zuletzt auch in Ruhe. Hinzu kommt manchmal eine Einschränkung der Bewegungsfähigkeit des Gelenks.
  • Diagnose: Ein Verdacht entsteht bei der Anamnese schnell. Er lässt sich mittels Röntgenuntersuchung und ggf. weiteren bildgebenden Untersuchungen (MRT, Ultraschall, Szintigraphie) sicher bestätigen oder widerlegen.
  • Behandlung: Die Therapie zielt auf die Schmerzlinderung und die Wiederherstellung der Beweglichkeit ab. Massnahmen sind eine Diät, Krankengymnastik, Medikamente und im schwersten Fall auch der Einsatz eines künstlichen Gelenkes.

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Was ist Arthrose?

Arthrose ist eine Verschleisserkrankung der Gelenke, unter der 70 % aller Menschen leiden. Sehr häufig sind Knie und Hüften betroffen, andere Schmerzregionen sind Schultern, Nacken, Arme und Füsse. Die Krankheit verläuft schleichend, so dass Schmerzen meist erst im fortgeschrittenen Stadium auftreten. Zwar ist Arthrose eine typische Alterserscheinung, doch kann sie sich bei extremen Belastungen, beispielsweise durch Sport oder Unfälle, viel früher zeigen. Auch Kinder können schon daran leiden.

Welcher Arzt ist bei Arthrose zuständig?

Der Orthopäde ist der Facharzt, an den Sie sich jetzt wenden. Auch Chiropraktiker und Sportmediziner sind geeignete Ansprechpartner. Sie haben (neben dem Studium der Humanmedizin) eine mehrjährige Facharztausbildung in Orthopädie.

Diagnoseverfahren entwickelt sich stets weiter

Wichtiger Bestandteil der Diagnose ist das Arztgespräch. Die Beschreibung der Beschwerden lässt oft schon eindeutige Rückschlüsse zu. Je früher Sie einen Arthrose-Spezialisten aufsuchen, desto besser. Typische Beschwerden sind morgendliche Anlaufschmerzen, die bei Bewegung nachlassen. Der Arzt macht Tastuntersuchungen, sucht nach Schwellungen und stellt neurologische Fragen. Das Blutbild gibt Aufschluss über mögliche Entzündungsprozesse. Viele Diagnosemöglichkeiten stützen sich heute auf moderne Techniken, wie zum Beispiel die Haltung- und Bewegungsanalyse. Bei einer Ganganalyse lässt sich die Druckbelastung und Druckverteilung feststellen. Ein Körperstabilitätstest zeigt, wie gut der Patient Stürze abfedern kann.

Welche Therapiemöglichkeiten wenden Arthrose-Spezialisten an?

Seit Jahren werden körpereigene Substanzen zur Behandlung von verschiedenen Krankheiten eingesetzt. Bei Arthrose hat man gute Erfolge mit thrombozytenreichem Plasma erzielen können. Die Behandlung ist natürlich und kommt ohne Zusatzstoffe aus. Die injizierten Blutplättchen unterstützen den natürlichen Schutzmechanismus bei Knorpelabrieb, denn sie enthalten Wundheilungs-Wachstumsfaktoren. Auch die orthopädische Schmerztherapie hat einen ganzheitlichen Ansatz.

Wie läuft die Arthrosebehandlung ab?

Die Behandlung von Arthrose ist komplex. Viele verschiedene Verfahren stehen zur Verfügung. Ziele der Arthrosetherapie sind:

  • Schmerzreduktion
  • Reduzierung der Belastung
  • Verbesserung der Beweglichkeit
  • Anregung der Regeneration von Knorpelzellen

Meist entscheiden sich Arthrose-Spezialisten für eine Kombinationstherapie, die individuell auf den Patienten abgestimmt wird. Mit konventionellen, natürlichen Methoden erzielen Orthopäden sehr gute Erfolge. So erhält der Patient beispielsweise Unterstützung bei der Gewichtsreduzierung, bei der richtigen Ernährung und beim stabilisierenden Muskelaufbau. Zusätzlich helfen Bandagen mit Kinesio-Tape und Magnetfeldtherapien. Eine Operation steht erst zur Debatte, wenn andere Methoden versagt haben.

Fortgeschrittene Arthrose: Ist eine OP wirklich notwendig?

Nicht immer lässt sich eine Operation vermeiden. Bei starken Schmerzen mit hohem Leidensdruck ist es häufig besser, Prothesen einzusetzen. Diese halten für gewöhnlich 20 Jahre. Kleinere Knorpelschäden werden auch durch Knorpeltransplantationen behoben.

Können Sie Arthrose vorbeugen?

Durch geringere Belastung, spezielle Bandagen und Hyaluronspritzen lässt sich der Verschleiss zwar nicht stoppen, aber verlangsamen. Durch Muskelaufbau mit Sport können Sie Arthrose ebenfalls vorbeugen, denn starke Muskeln stützen die Gelenke und sind eine hervorragende Sturzprophylaxe fürs Alter. Sie helfen ausserdem bei der Reduktion von Schmerzen. Ideal sind wenig belastende Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren und Walking.

Quellen

  • https://www.drmauch.de/infocenter/arthrose/
  • https://dr-steeb.de/leistung/therapie/spezielle-arthrosetherapieverfahren.html
  • https://gelenk-klinik.de/gelenke/gelenkschmerzen-und-arthrose-untersuchung-und-diagnose.html
  • https://www.arthrose.de/index.php?id=92
  • http://www.arthrosezentrum-hd.de/Arthrosezentrum-HD/Arthrose.html
  • https://gelenk-klinik.de/gelenke/arthrose-knorpelschaden-gelenkverschleiss.html
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