Gesundheit

... aber was wissen wir eigentlich über das braune Gold? Wo kommt Schokolade her? Und was steckt in der Kakaobohne? Kommen Sie mit uns auf eine kleine Reise durch Länder & Geschichte:Kakao wurde erstmals von den Azteken, einer Hochkultur des 14. bis 16. Jahrhunderts in Mexiko, zu Schokolade verarbeitet. Doch der Anbau der Kakaopflanze geht auf eine viel frühere Zeit zurück, er lässt sich in Mittelamerika bereits um 1000 v. Chr. bei den Olmeken nachweisen, gefolgt von den Maya um 600 n. Chr. Die Azteken nannten die zunächst sehr flüssige und schaumig geschlagene Masse bitteres Wasser (xócoc „bitter“ und atl „Wasser”). Da die gerösteten und gemahlenen Bohnen vermischt mit Wasser eher ungeniessbar waren, kamen später immer mehr Zutaten hinzu: Vanille, Pfeffer und andere Gewürze.Vermutlich brachte schliesslich Kolumbus die Kakaobohne nach Europa. Und erst durch Zugabe von Honig und später auch Rohrzucker wurde das Getränk hierzulande  immer beliebter. Die Spanier, die Engländer und schliesslich die Niederländer liessen sich das süsse Getränk schmecken. Allerdings leisteten es sich zunächst nur die Adligen. Massentauglich wurde Kakao erst durch die Pressung und anschliessenden Weiterverarbeitung des Pulvers und der Kakaobutter im 19. Jahrhundert.
GOOD TO KNOWDie älteste, um 1804 gegründete Schokoladenfabrik in Deutschland befindet sich in Halle (Halloren Schokoladenfabrik). Bekannt wurden auch die im Jahr 1839 gegründete Kölner Mürbe-Bäckerei des Grossunternehmens Franz Stollwerck & Söhne, die später zum grössten Schokoladenproduzenten aufstieg. Hachez aus Bremen wurde ebenfalls einer der wichtigsten Schokoladenhersteller um 1890.Besonders die Schweiz ist für ihre einzigartige Schokolade bekannt. 1819 gründete François-Louis Cailler in Vevey die erste Fabrik. Die Rezeptur für die erste Schweizer Milchschokolade kam von Daniel Peter und Henri Nestlé. Lindt entwickelte das so genannte Conchieren – eine spezielle Rührtechnik, die der Schokolade den zartschmelzenden Charakter verleiht. Hinzu kamen noch die besondere Schokoladenherstellung um 1830 von Jean Tobler (bekannt für seine Toblerone) und Rudolf Sprüngli 1845. 
Schokolade ist nicht nur lecker, sondern auch gesundHeute gilt Kakao als Lebensmittel und gehört als fester Bestandteil zu unserer Nahrung. Für die meisten bedeutet der Verzehr eines Stücks Schokolade Genuss und pure Lebensfreude! Sie belohnt, tröstet, pusht, senkt Stress und macht das Leben süsser.Schokolade – in Massen genossen – kann auch zur Gesundheit beitragen – zumindest der darin enthaltene Kakao! Aktuelle wissenschaftliche Studien bestätigen erneut: Inhaltsstoffe wie Polyphenole und Flavonoide gelten als sogenannte Antioxidantien, sprich, sie schützen Gefässe und das Herz, senken Bluthochdruck, regen die Durchblutung an, beugen Entzündungen vor und sollen sogar vor Arthritis schützen. Bildgebende Verfahren an Probanden zeigen zudem, dass Schokolade-Liebhaber eine verbesserte Hirnaktivität nachweisen. Ihr Erinnerungsvermögen verbessert sich.Derart positive Wirkungen werden natürlich auf die Kakaobohne zurückgeführt. Der darin enthaltene Zucker und der hohe Fettanteil ist allerdings eher mit Vorsicht zu geniessen.Wenn Sie Lust auf Schokolade bekommen haben, greifen Sie also besser immer zur Zartbitter-Variante oder zu 100%-igem Kakaopulver, welche Sie mit weiteren Zutaten beliebig und nach Lust und Laune verfeinern können. Hier haben wir ein paar gesunde Tipps für Sie: