Experteninterviews

Man könnte meinen, Indien sei die Wiege der Schönheit (auch abseits von bunten Bollywood Filmen): Haare, Augen, Haut und Körperhaltung scheinen nahezu perfekt zu sein. Hier, inmitten der vielfältigen indischen Kultur, vermutet man auch die Wurzeln der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie. 2000 v. Chr. sollen bereits für die damalige Zeit aufwendige Nasen-Rekonstruktionen durchgeführt worden sein. In jener Zeit schnitt man Verbrechern oder Kriegsgefangenen – sozusagen als Erkennungsmerkmal und grausame Strafe – die Nase aus dem Gesicht. Mithilfe einer Gewebetransplantation, man entnahm hierfür Haut von der Stirn, konnten zumindest die schlimmsten Wunden überdeckt werden. Deshalb, so eräutert uns der Mediziner Privatdozent Dr. Dacho, gibt es unter Fachexperten heute noch den Ausdruck indischer Lappen. 
Plastische ChirurgiePlastische Chirurgie, abgeleitet vom griech. Begriff plattein, steht für „formen, bilden und gestalten“ und ist insbesondere für wiederherstellende und damit formverändernde Eingriffen in Verwendung. Sie ist ein methodisches Fach und ist nicht auf eine Körperregion begrenzt. Oft werden hierfür Gewebe- oder Organteile von anderen Stellen des Körpers entnommen (und geformt), um die beschädigte Stelle wiederherzustellen. Deswegen beschäftigt sich der Plastische Chirurg immer auch mit dem ganzen Körper. Hier gewinnen Sie einen Überblick, welche Bereiche durch die Plastisch-Ästhetische Chirurgie medizinisch versorgt werden können.

-Quelle: Leading Medicine Guide

Die alten indischen, griechischen und römischen rekonstruktiven Techniken wurden - so erklärt der Leading Medicine Guide Experte Priv.-Doz. Dr. Dacho - trotz des Verbots der Chirurgie im Mittelalter von Generation zu Generation weitergegeben und erlebten in Europa eine Renaissance im 14. Jahrhundert. Mitte des 15. Jahrhunderts griffen die Italiener die indischen Methoden zur Nasenrekonstruktion wieder auf: "Zu dieser Zeit war Italien, wie in allen Bereichen der Künste führend, so dass auch das Werk De Chirurgia Curtorum Per Insitionem 1597 entstand, welches als Beginn der plastisch-rekonstruktiven Chirurgie in Europa gilt" erläutert PD Dr. Dacho und führt weiter aus, "hierbei wurden die Prinzipien gestielter Fernlappenplastiken eingeführt, obgleich diese in Europa nur Hohn und Spott erntete und von der Kirche verdammt wurde".Blütezeit ab dem 19. Jahrhundert Ende des 18. Jahrhundert begann die moderne Ära der plastisch-rekonstruktiven Chirurgie, wobei man sich an die alten und bewährten Techniken erinnerte, diese weiterentwickelte und publizierte. Der Experte für Ästhetische und Plastische Chirugie PD Dr. Dacho erläutert, dass "im deutschsprachigen Raum im Jahr 1818 der Berliner Professor für Chirurgie Carl von Gräfe sein Buch Rhinoplastik (siehe folgende Abb.) veröffentlichte, in dem er die indischen sowie italienischen Techniken beschrieb und zusammenfasste, aber neue eigene Entwicklungen einbrachte".[caption id="attachment_5077" align="aligncenter" width="474"] Olivari, N. (2004) Praktische Plastische Chirurgie, Abb.: G. Tagliacozzi, Abb 2.: gestielter Nasenlappen, Kaden Verlag[/caption][caption id="attachment_5079" align="aligncenter" width="211"] Olivari, N. (2004) Praktische Plastische Chirurgie, Abb.: Gentleman´s Magazine of Calcutta, Kaden Verlag[/caption]Insbesondere am Anfang des 20. Jahrhunderts und die Versorgung der Kriegsverletzten während der I. und II. Weltkriegs wurde die Weiterentwicklung der modernen plastisch-rekonstruktiven Chirurgie beschleunigt: "Die Entwicklung mikrochirurgischer Instrumente, feinen Nahtmaterials und die Einführung des ersten Operationsmikroskops in der HNO 1921 waren wichtige Schritte für den Beginn der neuen, noch jungen Ära der rekonstruktiven Mikrochirurgie." erklärt uns der medizinische Spezialist.  "Bewährte aber auch  zeitaufwendige Operationsverfahren, die während des ersten Weltkriegs entwickelte wurden, waren damit entbehrlich und sind heute als historisch anzusehen!" PD Dr. Dacho erklärt, dass die Entwicklung der Mikrochirurgie in den 1960er Jahren zu einer fundamentalen Veränderung und Verbesserung bis dahin etablierter plastisch-rekonstruktiver Operationstechniken und -strategien führte.Allein in den letzten Jahrzehnten erlebte sowohl die Plastische als auch die Ästhetische Chirurgie einen weiteren enormen Fortschritt. Dabei unterscheidet man Rekonstruktive, bzw. Plastische von Ästhetischer Chirurgie. Letztere wird aus kosmetischen, d.h. aus gesundheitlich nicht notwendigen Gründen angewendet. Die Bereiche sind allerdings nicht immer eindeutig trennbar und die Grenzen fliessend. Chirurgie heute - modern, hochspezialisiert, natürlichNeueste moderne OP-Verfahren machen heute einen chirurgischen Eingriff zum Teil rückstandslos. Wenige Risiken, kurze Regeneration, kleine Narben, kaum Schmerzen.Der Plastische und Ästhetische Chirurg Priv.-Doz. Dr. Dacho gehört zu den wichtigsten Leading Medicine Guide Experten mit Sitz in Heidelberg. Seine Privatpraxis in der ATOS Klinik befindet sich direkt am Bismarckplatz, unweit entfernt vom Hauptbahnhof, der Haupteinkaufsstrasse, der Neckarwiese und des Heidelberger Schlosses.Der Mediziner ist spezialisiert auf die gesamte Gesichts- und Halschirurgie: Von funktioneller, rekonstruktiver und ästhetischer Nasenchirurgie über die Behandlung von angeborenen Fehlbildungen bis hin zur Chirurgie von Gesichtsnerven. +++ lernen Sie PD Dr. Dacho ausserdem im Experteninterview vom 17. Juni 2017 kennen. Hier erfahren Sie, was seine Arbeit so besonders macht +++Was hat sich aber in den letzten Jahrzehnten in der Gesichtschirurgie vor allem getan? Herr PD Dr. Dacho gewährt uns einen kleinen Einblick:
  • am Beispiel der Augenlider, die im Alter an Elastizität und Muskulatur abnehmen, lassen sich die sog. Schlupflider sowie auch Tränensäcke (unteres Augenlid) schnell und problemlos behandeln
  • Herunterhängende Mundwinkel, schmale Lippen oder ein auffälliges Zahnfleischlächeln stellen für viele Betroffene einen äusserlichen Mangel dar. Mit Hilfe von speziellen Methoden lassen sich etliche Fehlproportionen nachkorrigieren, ohne dass es künstlich oder falsch aufgesetzt wirkt
  • an der Nase, als wohl wichtigstes und zentrales Merkmal im Gesicht, können sowohl innere als auch äussere Korrekturen vorgenommen werden (Rhinoplastik), ohne gravierende Narben zu hinterlassen. In nur zwei Stunden lassen sich kleinere Dellen oder Senkungen inzwischen hervorragend beheben.
  • im Gesicht können die meisten Änderungen vorgenommen werden: Von der Faltenbehandlung bis hin zur Augenbrauen-Anhebung ist alles möglich. Wangenknochen und Haut-Texturen können ebenfalls professionell bearbeitet werden, so dass am Ende noch immer ein natürlicher Look bestehen bleibt
  • Gesicht, Hals & Dekolleté lassen sich dank Fadenlifting und dem sog. Medical Needling verjüngen, straffen und das Erscheinungsbild hervorragend verbessern.
 Bei PD Dr. Dacho sind Sie gut aufgehoben, weil er einer der wenigen Ärzte in Deutschland ist, der die doppelte Facharztausbildung, sowohl in Plastischer/ Ästhetischer Chirurgie, als auch in Hals-Nasen-Ohrenkunde, inne hat.Erfahren Sie mehr auf dem Arztprofil von PD Dr. Dacho im Leading Medicine Guide. Hier können Sie direkt Kontakt zu ihm aufnehmen.