Experteninterviews

Professor Diehm, Angiologe, kennt sich besonders gut aus mit Gefässen. Er ist medizinischer Experte für Gefässmedizin und leitet gemeinsam mit den beiden Ärzten Dr. Hak Hong Keo, M.Sc. und Dr. Christian Regli erfolgreich die Praxis Zentrum für Gefässmedizin im schönen Aarau (eine Stadt zwischen Basel und Zürich). Darüber hinaus ist er als Belegarzt an der Hirslanden Klinik Aarau und im Medizinischen Zentrum Brugg tätig.Der Facharzt ist nicht nur in Lehre und Forschung engagiert, sondern auch ein wichtiger Berater auf dem Gebiet der Medizintechnik. Mit seiner zweiten Ausbildung in Master of Business Administration (MBA) bringt er zum Beispiel das nötige Knowhow mit, um internationalen Firmen in ihrer technologischen Entwicklung beratend zur Seite zu stehen. Professor Diehm ist darüber hinaus als Autor, Dozent und wissenschaftlicher Gutachter tätig und als anerkannter Referent in den USA, Asien und vielen Ländern Europas unterwegs.BehandlungsschwerpunkteDurchblutungsstörungen in den Blutgefässen werden von dem in Heidelberg promovierten Mediziner hauptsächlich minimal-invasiv behandelt. "Diese Behandlungsmethode hat sich in der gesamten Chirurgie bewährt und zeigt die besten Ergebnisse, wenn es um die erfolgreiche Behandlung von erkrankten Arterien, Venen oder Lymphen geht", erklärt der Spezialist.Professor Diehm hat sich unter anderem auf die Therapie von Thrombosen, Krampfadern, Embolien, Schlaganfall, Gefässerweiterungen (Aneurysmen) und Engstellen der Nieren, Eingeweidearterien, der Halsschlagader und auf die sogenannte Schaufensterkrankheit spezialisiert. "Ein ganz besonderer Augenmerk liegt auf der medizinischen Therapie von Erektionsstörungen (auch erektile Dysfunktion)", erläutert der Angiologe. 
Impotenz - eine Alterskrankheit?Männer und ärztliche Untersuchung? Da kann man aber lange warten! Kein Mann geht gern zum Arzt, vor allem dann nicht, wenn er seine Hose runterlassen muss. Dabei kann die Untersuchung seines besten Stücks sogar auf mögliche Erkrankungen hindeuten. Professor Diehm erklärt "Erektionsstörungen müssen nicht automatisch ein psychisches Problem sein, wie man bislang annahm. 70% der Betroffenen weisen eine organische Störung auf. Das heisst, die Betroffenen leiden vielmehr unter einer Verkalkung der Blutgefässe – Arteriosklerose – was die Durchblutungsstörung verursacht." Professor Diehm warnt, "Gefässverkalkungen entstehen  durch permanenten Bluthochdruck, zu wenig Bewegung, einseitige Ernährung, Rauchen, aber auch hohe Blutfettwerte sind ein ernstzunehmendes Indiz".INTERESSANTE FAKTEN
  • 4 bis 6 Mio. Männer im Alter zwischen 40 – 70 Jahren leiden laut Massachusetts Male Aging Study (MMAS-Studie) unter einer Erektionsstörung
  • bei 10 von 100 Männern zeigte sich eine vollständige Impotenz
  • immer mehr Jüngere (im Alter von durchschnittlich 20 Jahren) sind von einer Erektionsstörung betroffen
  • das Risiko, an einer Erektionsstörung zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter – in den Jahren zwischen 40 bis 70 sogar auf das Dreifache.
 Potenzprobleme können ein Warnsignal für Herzinfarkt oder Schlaganfall seinBislang hat man die Ursache für Potenzprobleme weniger in einer möglichen Gefässerkrankung gesucht. "Dabei liegt es auf der Hand", wie der Experte für Angiologie Professor Diehm mehrmals betont, "dass Durchblutungsstörungen, die durch Verkalkung der Gefässe (Arteriosklerose) hervorgerufen werden, für die Erektionsstörung verantwortlich sind". Es ist sehr wichtig, die Ursache für das Potenzproblem genau zu kennen, damit man nicht zu falschen Mitteln oder Medikamenten greift. Handelt es sich nämlich tatsächlich um Arteriosklerose, sind wohlmöglich alle Blutgefässe im Körper betroffen und "das ist ein wichtiges Warnsignal für einen drohenden Herzinfakt oder Schlaganfall" betont der Experte Professor Diehm.Ein weiterer wichtiger Hinweis bei Potenzproblemen ist die gleichzeitige Erkrankung an Diabetes: Zuckermoleküle lagern sich bei Diabetes-Erkrankten besonders hartnäckig in den Blutgefässen ab. Auch sie führen zu Verstopfung der Gefässe. 
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