Assistenzarzt „Dr. Robot“: Prof. Caversaccio bringt das Gehör zurück

23.05.2017
Leading Medicine Guide Redaktion
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In den letzten Jahren machte die Medizin teils erstaunliche Fortschritte. Ein Gebiet, das mit am meisten für Aufsehen sorgte, waren computerunterstützte Operationen. In der Hals-, Nasen- und Ohren-Medizin machte vor allem ein Spezialist vom Inselspital Bern international auf sich aufmerksam: Prof. Dr. med. Marco Domenico Caversaccio, der sich eigentlich auf besonders komplexe Tumore im Hals und im Kopf spezialisiert hat, konnte durch diese hochmoderne Technik bereits vielen Gehörlosen tatsächlich ihren verlorenen Sinn zurückgeben. Kein Wunder, dass er damit weltweit Schlagzeilen machte!

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Prof. Dr. med. Marco Domenico Caversaccio ist ein renommierter Facharzt mit hoher Expertise: Als Klinikdirektor und Chefarzt leitet er die Universitätsklinik für HNO, Kopf- und Halschirurgie am Inselspital, zudem ist er Vizedirektor des ARTORG-Zentrums für Biomedizinische Forschung an der Universität Bern. Dieses international angesehene Zentrum gibt schon einen kleinen Hinweis darauf, womit sich der HNO-Spezialist bereits seit längerer Zeit intensiv beschäftigt. Denn im ARTORG-Zentrum werden – wie im Inselspital – die Weichen für die Zukunft gestellt. Dort wird mit Künstlicher Intelligenz experimentiert.

Kein Wunder also, dass Prof. Caversaccio neueste Robotertechnik einsetzt. Mehr noch: Durch seine frühe Konzentration auf die technische Entwicklung verfügt er längst über eine immense Erfahrung, von der andere Ärzte nur träumen können. So hat er auch von Anfang an Standards gesetzt, als es um besonders innovative Robotertechnologie im Fachbereich der HNO ging. 

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Ihm selbst war schnell klar, dass gerade dieser Bereich enorm von der unterstützenden Robotertechnik profitiert. Nicht nur, weil gerade HNO-Ärzte es mit den kleinsten Knochen im menschlichen Körper zu tun haben und weil von ihnen sowieso ein gewaltiges handwerkliches Geschick verlangt wird. Auch weil es hier um wichtige Sinnesorgane geht – und weil etwa es in erster Linie die Fähigkeit des Hörens ist, die Menschen am sozialen Leben teilnehmen lassen.

Wer nun diese Fähigkeit verloren hat, besass noch vor kurzem wenig Hoffnung, dass sich der Zustand jemals wieder ändern würde. Aber da die Medizin so enorme Fortschritte macht, gelten heute andere Massstäbe: Prof. Caversaccio ist es bereits häufig gelungen, Gehörlosen die Fähigkeit zurückzugeben, wieder zu hören – und zwar so, dass das soziale Leben nahezu ungestört gelingen kann.

Neu entwickelte Hörprothesen

Sicher: immer klappt es auch mit „Dr. Robot" nicht. Aber wenn es denkbar ist, Hörverlust bis hin zur völligen Taubheit wieder auszugleichen, dann lässt Prof. Caversaccio nichts unversucht. Dabei setzt der international anerkannte Spezialist auf hochmoderne, völlig neu entwickelte Hörprothesen – zum Beispiel auf Cochlea-Implantate, die er erfolgreich im Ohr einsetzt. Vor allem ältere Patienten, die etwa durch Krankheiten nahezu taub geworden waren, dürfen sich so plötzlich über eine wiedergewonnene Hörfähigkeit freuen.

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Wie genau aber funktioniert das mit dem Roboter, in den so viele Patienten grosse Hoffnung setzen – eben weil er einem absoluten Spezialisten zur Seite steht. Nun: Der Weg zur Cochlea – also der Hörschnecke – ist sehr schmal. Um auf diesem schmalen Weg ins Ohrinnere mit Präzision ans Ziel zu kommen, braucht Prof. Caversaccio neben enormem Fingerspitzengefühl und einer weit überdurchschnittlichen ruhigen Hand auch entsprechende Technologie, die ihm den Weg dorthin ebnet. So setzt er – mit technischer Hilfe – zielsicher die Elektrode am Eingang der Hörmuschel ein. 

Die Idee, mit Implantaten Hörverluste auszugleichen, ist bei weitem nicht neu. Bereits in den Achtzigerjahren des letzten Jahrhunderts wurden erste Implantate ins Ohr gesetzt. Die allerdings mussten Umwege nehmen, etwa über den Schädelknochen. Und das war immer mit einem hohen Risiko verbunden.

Wie sehr sich die Zeiten in wenigen Jahrzehnten geändert haben, wird bei den Eingriffen von Prof. Dr. med. Marco Domenico Caversaccio mehr als deutlich: Mithilfe des Roboters wird ein nicht einmal zwei Milimeter (etwa 1,8 mm) breiter Kanal gebohrt, der am Geschmacks- und Gesichtsnerv vorbeiführt und bis zum Eingang der Hörschnecke reicht. Am Ende dieses Tunnels wird dann das Implantat eingesetzt, das exakt die errechneten elektronischen Signale auf die Cochlea überträgt. Die Ergebnisse verblüffen selbst den erfahrenen HNO-Spezialisten immer wieder.

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Die Expertise des Facharztes hat sich inzwischen natürlich herumgesprochen. So kommen Patienten aus aller Welt nach Bern, um von der Kompetenz des Professors zu profitieren. Die geht über die Implantate und Tumoroperationen an Hals und Kopf weit hinaus – und umfasst etwa auch Kehlkopfoperationen, bei denen höchstes Augenmerk darauf gelegt wird, die Stimme und also die Sprechfähigkeit zu erhalten. Auch hier setzt Prof. Dr. med. Marco Domenico Caversaccio auf die Unterstützung, die ihn in der Fachwelt bekannt gemacht hat: auf computerassistierte Eingriffe.

Die Zahl an Cochlea-Implantaten, die der Spezialist bisher eingesetzt hat, ist nahezu dreistellig. Sein Ziel ist es, irgendwann mit der Hilfe von „Dr. Robot" auch ambulante Eingriffe vornehmen zu können. Dann könnten Patienten, die morgens behandelt wurden, abends schon wieder die Klinik verlassen. Mit einem gravierenden Unterschied: sie hören!


Mehr über den robotergestützten Einsatz von Prof. Dr. med. Marco Domenico Caversacchio erfahren Sie im Videoclip des Inselspitals Bern.
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