Allgemeines

Der Name dieser Klinik in Trier ist, zugegeben, ein wenig ungewöhnlich: „Mutterhaus Borromäerinnen“. Hier sind drei medizinische Spezialisten tätig, die wir Ihnen gleich etwas näher vorstellen werden. Doch zunächst möchten wir gerne erfahren, worauf der Name zurückzuführen ist. Was sind die Borromäerinnen bzw. wer war Borromäus?Das Mutterhaus der Borromäerinnen gehören zu den sogenannten Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Borromäus und tragen damit einen Ordensname. Ohne diese Ordensgemeinschaft wäre das Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen wohl nie gegründet worden. Daher ist die Geschichte des Klinikums Mutterhaus auch eng verbunden mit der Vergangenheit und Gegenwart der Borromäerinnen. Die Borromäerinnen sind eine Kongregation (Zusammenschluss) päpstlichen Rechts (1859) mit apostolisch-karitativer Tätigkeit. Ihre Ziele sind klar auf karitative Zwecke ausgerichtet: Sie wollen Menschen in ihren verschiedenen Nöten beistehen und ihnen „Zeugnis geben“ von der Liebe Gottes. Sie wirken beispielsweise
  • in der Kranken- und Altenpflege
  • in der Betreuung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen – in Kindergärten, Tagesstätten, in Kinderheimen und Schulen
  • in verschiedenen Seelsorgebereichen
  • in Kranken- und Kinderkrankenpflegeschulen
  • in der Pfarrcaritas, z. B. ehrenamtlicher Dienst in den Pfarreien
  • in der Wirtschaftsführung kirchlicher Einrichtungen
Die Bezeichnung ist allerdings auf einen Mann mit dem Namen Karl Borromäus zurückzuführen.Versetzen wir uns zurück ins 17. Jahrhundert. Im französischen Ort Nancy herrschten zu jener Zeit gerade Hunger und Not und die Pest bestimmte den Alltag der Menschen. Joseph Chauvenet, ein junger Rechtsanwalt, hilft, wo er kann. Er richtet eine Armen-Apotheke ein und pflegt Pestkranke. Dabei infiziert er sich und erkrankt selbst  tödlich. Der Vater erfüllt den letzten Wunsch seines Sohnes und gründet eine Charité, ein “Haus der Barmherzigkeit”. Er beauftragt einige Frauen mit der Pflege. Später erhalten sie ein grösseres Haus, dessen Schutzheiliger der hl. Karl Borromäus ist. In Deutschland werden die Schwestern daher Borromäerinnen genannt. 1811 kommen die ersten Schwestern erstmals nach Trier. Das sogenannte “Haus im Krahnen“ beziehen sie 1849. Noch im selben Jahr wird das Mutterhaus eingeweiht, Anfang Dezember kommen die ersten Patienten.Die Borromäerinnen heuteHeute gehören mehr als 200 Glaubensschwestern deutschlandweit zu den Trierer Borromäerinnen. Hinzu kommen ca. 100 Schwestern, die in den Niederlanden und in Tansania wirken. Rund um das Mutterhaus in Trier selbst leben heute 100 Schwestern. Viele von ihnen kann man tagsüber im Krankenhaus antreffen. Sie sind dort u.a. im Verwaltungsbereich, der Seelsorge, in der Bibliothek und am Empfang tätig.Zusammen mit den vielen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen versuchen die Schwestern ihren Beitrag zu leisten, damit bei aller Hochleistungsmedizin, die ein überregionales Krankenhaus auszeichnet, die Menschlichkeit nicht zu kurz kommt. Die Ordensleitung ist aktiv in die Überlegungen und Planungen des Krankenhauses einbezogen.Das Trierer Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen gGmbH ist mit seiner mehr als 160-jährigen Tradition heute ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung an drei Standorten in der Stadt Trier. Als Familien-Krankenhaus bietet es alle Leistungen rund um die Geburt, für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – bis hin zur Geriatrie an. In zahlreichen medizinischen Zentren arbeiten die Fachabteilungen eng miteinander zum Wohle der Patienten. [caption id="attachment_5875" align="aligncenter" width="1800"] Bildquelle: Contributors of the relevant openstreetmap.org data + Haselburg-müller - openstreetmap.org [1] + own work, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11735135[/caption]Was macht die Stadt Trier so interessant?Die ursprüngliche Bezeichnung der an der Mosel gelegenen Stadt Trier, die zu den ältesten Städten Deutschlands zählt, lautet Augusta Treverorum. So wurde die spätantike Weltstadt und „grösste Stadt nördlich der Alpen“ damals von den hier lebenden Römern bezeichnet. Besiedelt war das heutige Stadtgebiet aber wohl schon lange davor: Funde aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. zeigen, dass das milde Klima an der Mosel auch schon damals beliebt war. Als Museumsstadt und Ort mit sieben UNESCO-Welterbestätten ist ihre Geschichte auf Schritt und Tritt zu spüren – dennoch ist sie heute durch die grosse Universität und Hochschule vor allem auch eine junge, bunte und fortschrittliche Stadt. Mit dem nur 40 km entfernten Flughafen Luxemburg ist Trier auch international bestens angeschlossen. Drei medizinische Experten unter einem Dach Wie oben bereits erwähnt, sind am Trier Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen drei wichtige Mediziner tätig, die wir an der Stelle etwas näher vorstellen möchten:Prof. Decker ist Leiter des Darmzentrums und seit etwa 15 Jahren Chefarzt der Chirurgie (Klinik 1). Er ist spezialisiert auf Gefäss-, Thorax- und Viszeralchirurgie und nimmt vor allem minimal-invasive Eingriffe vor. Wer also an einer chronischen oder entzündlichen Darmerkrankung leidet, an der Brust, am Bauch oder der Schilddrüse erkrankt ist, kann sich direkt in die Behandlung des Chefarztes und Leading Medicine Guide Experten begeben. Ausserdem ist Prof. Decker als Notarzt und Proktologe tätig. Erfahren Sie hier mehr.Dr. Mahlberg ist Chefarzt und Leiter des Onkologischen Zentrums dieses Klinik. Er stellt seine Expertise umfassend als Internist, Hämatologe, Onkologe, Intensiv- und Notfallmediziner unter Beweis. Zu seinen Schwerpunkten zählen auch die Infektologie und Sportmedizin. Besonders kindliche Tumorerkrankungen und Leukämien liegen dem Leading Medicine Guide Experten am Herzen. Das von ihm geleitete Onkologische Zentrum arbeitet eng mit der Nuklearmedizinischen Abteilung zusammen, um eine bestmögliche Krebsbehandlung und -versorgung zu gewährleisten. Hier erfahren Sie mehr.Dr. Sprenger ist ebenfalls in diesem Zusammenhang zu erwähnen. Der Chefarzt für Chirurgie und Gefässchirurgie, Phlebologie und endovaskuläre Chirurgie ist am interdisziplinären Gefässzentrum der Klinik tätig. Seit 2006 baut er die gefässchirurgische Abteilung umfassend aus. Nicht ohne Grund ist das bundesweit vergleichbare Gefässzentrum in Trier hoch anerkannt und wird gerne weiterempfohlen. Phlebologische, gefäss- und endovaskuläre Erkrankungen, Schlagader- und Venenprobleme gehören ebenfalls zum Schwerpunktgebiet des Facharztes. Besuchen Sie sein Arztprofil hier.Sie wollen mehr erfahren? Klicken Sie direkt auf den Namen des Arztes, um auf das Leading Medicine Guide Arztprofil zu gelangen. Hier können Sie (über den gelben Button) direkt Kontakt zum Experten aufnehmen.