Allgemeines

Der Sommer neigt sich dem Ende – nicht nur bei uns, sondern auch bei unserem SOS-Patenkind M. aus Bosnien und Herzegowina. Der kleine Junge ist inzwischen vier Jahre alt. Glücklicherweise bekommt der Kleine noch nichts mit, was ausserhalb des SOS-Kinderdorfes in seinem Land passiert, während er draussen spielt und sich die Mahlzeiten in vertrauter Umgebung schmecken lässt. Inzwischen sind es sieben Kinder, mit denen er im SOS-Kinderdorf zusammenlebt. Er jedenfalls freut sich sehr über die vielen Spielkameraden. Vor wenigen Wochen hat ganz Europa auf Bosnien und Herzegowina geblickt: Ca. 7.500 Kandidaten haben um die 600 Ämter gekämpft. Das politische Wahlsystem ist äusserst kompliziert. Erwartungen hat jedoch keiner mehr.Wenn man den Nachrichten Glauben schenken darf, ist die Jugendarbeitslosigkeit inzwischen auf 60% gestiegen. Die Perspektivlosigkeit hat allein in den letzten zwei Jahren 80.000 Menschen dazu bewegt, ihre Heimat Bosnien und Herzegowina zu verlassen. Die Anfang Oktober 2018 stattgefundenen Wahlen haben erneut für politische Unruhen in diesem Land gesorgt. Immerhin besteht der Staat aus drei Volksgruppen – zur Hälfte aus den muslimisch-geprägten Bosnikanern, den orthodoxen Kroaten (zu einem Drittel) und den katholischen Kroaten (die Minderheit). Landesinterne Spannungen und ethnische Spaltungen stärken die nationalistischen Parteien und können auch nicht mit Ausrichtung auf die EU überwunden werden.  
Kennen Sie schon unser SOS-Kinderdorf-Patenkind? Wir unterstützen den vierjährigen M. aus Bosnien-Herzegowina seit Ende 2016 und freuen uns jedes Mal über einen Brief aus dem Kinderdorf. Lesen Sie auch den Beitrag Erste Postkarte und erfahren Sie mehr über das Land in Wissenswertes Bildquelle: (c) pixabay.com