Wirbelsäulenerkrankungen - Medizinische Experten

14.11.2019
Leading Medicine Guide Redaktion
Autor des Fachartikels
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Die Wirbelsäule ist unser Rückgrat und aus Knochen, Knorpeln, Bändern, Nerven und Muskeln aufgebaut. Mit einer stabilen und dennoch flexiblen Doppel-S-Form sorgt die Wirbelsäule für unsere aufrechte Haltung und einen gefederten Gang. Zwischen den knöchernen Wirbelkörpern und ihren Facettengelenken liegen die Bandscheiben als puffernde Gelkissen. Sie wirken als Stossdämpfer und sorgen dafür, dass sich das Rückgrat elastisch biegen und drehen lässt. Jede Bandscheibe besteht aus einem faserigen Ring mit einem gelartigen Kern. Im Laufe des Tages verliert dieser durch das Abfedern von Belastungen langsam an Flüssigkeit, die er während der Ruhezeit in der Nacht jedoch wieder aufnimmt.

ICD-Codes für diese Krankheit: M53

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Häufige Erkrankungen der Wirbelsäule

Erkrankungen der Wirbelsäule können an all ihren anatomischen Strukturen entstehen. Zu den häufigsten Erkrankungen der Wirbelsäule gehören:

Die Symptome unterscheiden sich dabei je nach Erkrankung. Leitsymptom aller Wirbelsäulenerkrankungen sind jedoch die Rückenschmerzen. Ist über eine Einengung des Wirbelkanals das Rückenmark beeinträchtigt, können zusätzlich neurologische Beschwerden auftreten. Dazu gehören beispielsweise Kribbelgefühle, Taubheit oder ein verändertes Gefühl von Hitze oder Kälte in den Armen, Beinen oder Füssen. Sogar Lähmungserscheinungen können auftreten, je nachdem welcher Wirbelsäulenabschnitt betroffen ist. Solche Symptome treten beispielsweise beim Kompressionssyndrom durch Bandscheibenvorfälle oder der Spinalkanalstenose auf. Dabei wird Druck auf das Rückenmark ausgeübt. 

Ursachen von Wirbelsäulenerkrankungen 

Wirbelsäulenerkrankungen können erworben oder angeboren sein. Zu den angeborenen Erkrankungen zählen unter anderem die Skoliose, Morbus Scheuermann und Morbus Bechterew.

Häufig entstehen Bandscheibenvorfälle und die Facettengelenksarthrose durch natürliche Alterungsprozesse und sind damit erworbene, degenerative Verschleisserkrankungen der Wirbelsäulenstrukturen. Die Bandscheiben verlieren so mit der Zeit ihre Pufferfunktion, die knöchernen Wirbelkörper rücken näher aneinander, die Facettengelenke als feine Verbindungsstrukturen werden überlastet und verschleissen. In der Folge verliert die Wirbelsäule ihre flexible Aufrichtung, sie kann regelrecht zusammensacken. Der Druck auf Bandscheiben, das Rückenmark und die Spinalnerven nimmt zu. 

Spondylose der Wirbelsäule

Allerdings können Fehl- und/oder Dauerbelastungen der Wirbelsäule den Entstehungsprozess deutlich begünstigen. Beim Bandscheibenvorfall drückt der Gallertkern dann aus der Bandscheibe durch den vorgewölbten oder beschädigten Faserring auf das Rückenmark. Bei der Spinalkanalstenose ist der Spinalkanal durch knöcherne Veränderungen mehr oder weniger stark verengt. So entstehen Rückenschmerzen und Bewegungseinschränkungen.

Muskelerkrankungen, sogenannte Myopathien, oder eine zu schwach ausgebildete Rumpfmuskulatur können sich ebenfalls negativ auf die Gesundheit der Wirbelsäule auswirken. Auch Autoimmunerkrankungen wie beispielsweise der Morbus Bechterew können Beschwerden der Wirbelsäule hervorrufen. Hier richtet sich das Immunsystem fälschlicherweise gegen körpereigene Strukturen.

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