Warzen

07.03.2014
Leading Medicine Guide Redaktion
Autor des Fachartikels
Leading Medicine Guide Redaktion

Warzen, lateinisch Verrucae, sind gutartige, kleine Wucherungen der oberen Hautschicht, die durch eine Infektion mit Viren verursacht werden. Sie werden daher auch als Viruswarzen bezeichnet. In Ihrer Beschaffenheit sind Warzen flach oder ein wenig erhaben. Für ihre Entstehung sind in der Regel Erreger aus der Gruppe der humanen Papilloma-Viren (HPV) verantwortlich. Ein weiterer möglicher Erreger ist das Molluscum-Contagiosum-Virus. Diese Viren dringen über kleinste Verletzungen in die Haut ein und entwickeln dort nach einigen Wochen die tpyischen Wucherungen. Menschen, die mit einer Viruswarze infiziert sind, sollten möglichst keinen Hautkontakt mit anderen Personen haben, da Warzen ansteckend sind.

ICD-Codes für diese Krankheit: B07

Artikelübersicht

Wie entstehen Warzen?

Für Warzen sind in der Regel Erreger aus der Gruppe der humanen Papilloma-Viren (HPV) verantwortlich. Diese dringen über kleinste Verletzungen in die Haut ein und entwickeln dort nach einigen Wochen kleinere, gutartige Wucherungen. Häufig sind Warzen an exponierten Stellen, wie im Gesicht, an den Händen, an den Unterarmen oder am Hals zu finden. Warzen kommen besonders häufig, aber nicht ausschliesslich, bei Kindern und Jugendlichen vor. In aller Regel heilen sie von allein wieder aus, wenn das Immunsystem gelernt hat, mit dem Erreger umzugehen. Bei Erwachsenen tritt ein massiver Befall mit Warzen hauptsächlich dann auf, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Eine Behandlung viral bedingter Warzen ist unter dem Aspekt der Epidemiologie anzuraten, denn Warzenviren sind hochgradig ansteckend. Die Ansteckung erfolgt über Schmierinfektionen bzw. direkten Hautkontakt.

Warzentypen: Welche Typen von Viruswarzen gibt es?

Je nach Virus-Stamm entwickeln sich unterschiedliche Warzentypen:

  • Flachwarzen (auch Planwarzen genannt) erscheinen als flache, gelblich-graue oder bräunliche runde Stellen, die evtl. rötlich umrandet sind.
  • Stachelwarzen (auch als vulgäre Warze bezeichnet) sind die häufigste Warzenform und erscheinen als ausgeprägte, verhornte Knötchen. Das Kratzen an den Warzen verbreitet dabei den Erreger in der Umgebung und es kommt häufig zur Bildung von Tochterwarzen.
  • Dornwarzen treten an den Fusssohlen auf und wachsen durch die mechanische Belastung nach innen. Sie sind durch eine Schwellung der Hornhaut und kleine rote oder schwarze Punkte erkennbar. Dornwarzen können, da sie ins Fussinnere hineinragen, beim Laufen sehr schmerzhaft sein. Besonders häufig werden sie in Schwimmbädern, Turnhallen oder Umkleidekabinen übertragen.
  • Mosaikwarzen treten ebenfalls ausschliesslich auf den Fusssohlen auf, wachsen aber nicht nach innen und sind deshalb weniger schmerzhaft. Allerdings treten sie in Gruppen auf und verbinden sich untereinander, sodass ein Mosaik auf der Fusssohle entsteht
  • Feigwarzen (oder Genitalwarzen) auslösende Viren befallen bevorzugt warme und feuchte Hautbereiche und kommen deshalb häufig im Genitalbereich bzw. auf den dortigen Schleimhäuten vor (Vorhaut/Eichel bzw. Scheide, After oder Enddarm). Sie entwickeln sich zuerst als kleine Papeln, die häufig in Gruppen stehen, wachsen aber anschliessend zu grösseren Wucherungen aus. Feigwarzen können durch sexuellen Kontakt übertragen werden und nisten sich vor allem an kleinen Hautverletzungen bzw. im Zuge anderer lokaler oder systemischer Infektionen (oft bei geschwächter Immunabwehr) ein. Man unterscheidet bei den Feigwarzen-Erregern zwischen Niedrig- und Hochrisikotypen. Bei den Hochrisikotypen, die sehr selten vorkommen, kann es zu einer bösartigen Entartung und entsprechenden Krebsarten (Gebärmutterhalskrebs, Krebs an Penis, After oder Enddarm) kommen.
  • Dellwarzen werden nicht durch humane Papilloma-Viren, sondern durch einen Vertreter der Pockenviren (Molluscum-Contagiosum-Virus, MCV) ausgelöst. Sie erscheinen kugelig und rosafarben, treten zumeist in Gruppen auf und kommen vor allem an exponierten Hautstellen bzw. im Intimbereich vor. Sie unterscheiden sich von den anderen Warzentypen dadurch, dass sie weniger verhornt, dafür aber flüssigkeitsgefüllt sind.

Behandlung von Warzen

Hat sich bereits eine Warze auf der Haut entwickelt, sollten Sie als Erstes einen Hautarzt aufsuchen, um abklären zu können, um welche Art von Warze es sich handelt. Die genaue Bestimmung der Art der Warze entscheidet darüber, wie sie gezielt und erfolgreich behandelt werden kann.

Von Flachwarzen sind häufig Kinder und Jugendliche betroffen, deren Immunsystem geschwächt und deren Körper oftmals durch die Einnahme von Antibiotika belastet wird. Manchmal bilden sich diese Warzen nach einiger Zeit von selbst wieder zurück. Sollte der Befall mit Flachwarzen eine längere Zeit und auch nach Absetzen von Antibiotika und dem Ende der Erkrankung weiter andauern, sollten Sie einen Hautarzt aufsuchen. Dieser verschreibt häufig eine Rotlichtbehandlung, die den Heilungsprozess einleitet.

Bei Dornwarzen ist es schon etwas schwieriger, diese dauerhaft zu entfernen. Eine Dornwarze entsteht häufig durch Barfusslaufen in Schwimmhallen und Bädern, aber auch durch das Barfusslaufen in Umkleidekabinen. Das Entfernen der Dornwarze ist entweder durch Vereisung oder eine Laserbehandlung möglich. Diese sollten Sie mit dem Arzt frühzeitig in Erwägung ziehen, damit die schnelle Verbreitung dieser Warze verhindert wird.

Auch Stachelwarzen können Sie mit Vereisung und einer Laserbehandlung gezielt behandeln und entfernen. Manche Chirurgen wenden sogenannte Warzenlöffel an, mit denen die Warze herausgenommen wird. Hier ist ebenso durch fehlende Stimulation des Immunsystems keine schnelle Heilung zu erwarten.

Feigwarzen im Genitalbereich lassen sich ebenso mit Laserbestrahlung behandeln und dauerhaft entfernen. Der Heilungsprozess wird durch die Stimulation des Immunsystems beschleunigt.

Im folgenden werden die verschiedenen möglichen Behandlungsmethoden im Einzelnen erklärt:

Vereisen: Kryotherapie bei Warzen

Eine gute Behandlungsmethode bei Dorn- und Flachwarzen ist das Vereisen, was auch als Kryotherapie bezeichnet wird. Durchgeführt wird diese Behandlung in einer Arztpraxis, wobei die entsprechende Hautregion und die Warze selbst einer grossen Kälte ausgesetzt wird. Die Kälteeinwirkung sorgt dafür, dass die obere Hautschicht mit der Warze abgetötet wird. Nach ungefähr vierzehn Tagen fällt die Warze dann ab.

Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, selbst zu Hause eine Vereisung durchzuführen. Dazu erhalten Sie in der Apotheke rezeptfreie Mittel, die Sie nur noch auf die betreffende Warze auftragen.

Verätzen: Kauterisation von Warzen

Eine weitere Methode stellt das Verätzen dar, was Sie auch zu Hause durchführen können. Medizinisch wird das Vorgehen Kauterisation genannt und zeigt eine gute Wirksamkeit bei Flach- und Dornwarzen. Die rezeptfreien Medikamente enthalten Salizylsäure oder auch Milchsäure und werden ebenso auf die erkrankte Warze aufgetragen. Nach ungefähr fünf bis sechs Tagen löst sich das Gewebe ab und der Heilungsvorgang kann beginnen.

Laserbehandlung bei Warzen

Eine Laserbehandlung bei Warzen wird meist im Krankenhaus durchgeführt, da diese sehr schmerzhaft sein kann. Angewendet wird sie meist bei Dornwarzen, die sich tief in der Fusssohle befinden. Aufgrund der Tiefe der sitzenden Dornwarze in der Hautschicht wird eine Vereisung hier nicht von Erfolg begleitet. Auch wenn die Behandlung mit dem Laser unter einer Narkose stattfindet, verspürt der Patient auch nach der Behandlung weitere Schmerzen, die teilweise sehr stark sein können. Die Warze wird mit den Laserstrahlen je nach Tiefe der Warze herausgeschnitten und hinterlässt eine Narbenbildung. 

Warzenpflaster

Warzenpflaster sind in der Apotheke erhältlich und lassen die Warze auf sanfte Weise verschwinden. Eine hundertprozentige Ablösung der Warze kann jedoch nicht garantiert werden, vor allem wenn es sich um eine tiefsitzende Warze an der Fusssohle handelt. Auch das Warzenpflaster enthält eine Säure, die in die Warze eindringt, wenn es auf die betreffende Stelle aufgebracht wird.

Warzensalben

Eine Salbe gegen eine Warze wirkt ähnlich wie ein Warzenpflaster, da es ebenso auf die erkrankte Warze aufgebracht wird. Die Warzensalbe enthält Salizylsäure und wirkt ätzend auf das Warzengewebe. Sie sollten diese jedoch mehrmals täglich auf die Warze aufbringen, um ein erfolgreiches Ergebnis zu erhalten. Ein gutes Ergebnis erreichen Sie auch hier durch die begleitende Stimulation des Immunsystems.

Ausschaben: Chirurgische Warzenentfernung

Eine sehr effektive Behandlungsmethode ist das Ausschaben von Warzen, was vor allem bei einer tief sitzenden Dornwarze angewandt wird. Durchgeführt wird diese Behandlung in einem Krankenhaus, da die betreffende Warze vom Chirurg mit einem Warzenlöffel regelrecht herausgeschabt wird. Die nachfolgenden Schmerzen, die der Patient erleiden muss, sind sehr stark und der Heilungsprozess zieht sich manchmal bis zu vier Wochen hin. Doch durch das Ausschaben werden tiefe Dornwarzen entfernt, bei denen andere Methoden keine Wirkung mehr zeigen. 

Warzenbehandlung mit Virustatika

Als Virustatika werden Medikamente bezeichnet, die der Ausbreitung eines viralen Erregers im menschlichen Körper vorbeugen bzw. diese eindämmen sollen. Virustatika werden ebenfalls zur Warzenbehandlung eingesetzt. Dabei werden Kombipräparate angeboten (z.B. Verrumal), die das Warzengewebe aufweichen und zusätzlich eine zytostatische Wirkung auf die Wirtszellen entfalten. Somit wird mit Virustatika zusätzlich eine Vermehrung und Ausbreitung der Warzenviren unterbunden.

Eine weitere Form der Virustatika wird vor allem zur Behandlung von Feigwarzen verwendet. So genannte Immunmodulatoren regen das Immunsystem der Haut an, die Warzenviren selbst zu bekämpfen. Dabei führen die applizierten Virustatika-Medikamente (Imiquimod-Creme oder Interferon-Gel) zur Ausschüttung körpereigener Interferone und Interleukine. Die so lokal ausgelöste Entzündungsreaktion führt zur Zerstörung der viral befallenen Zellen. Die Behandlungsdauer mit diesen Virustatika beträgt bis zu 16 Wochen. Dabei stehen die Chancen sehr gut, dass eine komplette Ausheilung (ohne Rückfall) erfolgt, da die körpereigene Abwehr die Bekämpfung der Viren durchführt. Parallel wird bei starkem Befall mit Feigwarzen häufig eine chirurgische Behandlung durchgeführt.

Immunmodulatoren zeigen allerdings, wie andere Virustatika auch, potenziell stärkere Nebenwirkungen als andere Warzenmedikamente. So kommt es neben lokalen, teilweise stark ausgeprägten Entzündungsreaktionen auch zu systemischen Symptomen, die grippeähnlich verlaufen können. Bei Schwangeren und immunsupprimierten Menschen dürfen die meisten dieser Methoden nicht angewandt werden.

Komplikationen und Risiken nach einer Warzenentfernung

Bei der Behandlung und Entfernung kann es – wie bei fast jeder Therapie – zu Komplikationen und Risiken kommen, die Sie im Vorfeld abwägen sollten. Sie sollten sehr genau die Anwendungshinweise auf den Beipackzetteln lesen und nur nach Vorschrift handeln. Trotzdem kann es passieren, dass beim Auftragen von Warzensalben, -pflastern und Zitronensäure sowie beim Verätzen ein Teil auf die nicht erkrankte, gesunde Haut aufgetragen wird. Da diese Produkte Säure enthalten, besteht die Gefahr, dass das gesunde Gewebe mit behandelt wird. Dieser Vorgang ist nicht beabsichtigt und sollte auf jeden Fall vermieden werden, da allein schon beim Auftragen auf die gesunde Haut eine Verletzung stattfinden kann, was sich durch ein starkes Brennen auf der Haut bemerkbar macht. Als Vorsichtsmassnahme lässt sich die gesunde Haut um die Warze herum mit einer Fettcreme abdecken, damit dies gar nicht erst passiert. Denn die Verletzung gesunder Hautpartien mit Säuren ist sehr schmerzhaft und sollte auf jeden Fall vermieden werden.

Nach dem durchgeführten Ausschaben der Warze sollte der Verband regelmässig erneuert und die Wunde gesäubert werden. Geschieht dies nicht, können neue Keime in die Wunde eindringen, was den Heilungsprozess enorm erschwert. 

Nachbehandlung nach der Warzenentfernung

Eine entfernte Warze hinterlässt eine Wunde, egal ob es sich um eine Flachwarze oder tiefsitzende Dornwarze handelt. Je nach Grösse und Tiefe der Wunde sind zur besseren Wundheilung eine gute Hygiene und Sauberkeit notwendig. Ist die Wunde bereits abgeheilt, empfiehlt sich das Auftragen von einer heilungsfördernden Salbe, damit die gesunde Haut schneller wachsen kann. Gute Ergebnisse erzielt hierbei der Wirkstoff Dexpanthenol, der den Heilungsprozess sehr gut begleiten kann.

Vorbeugung einer Warzeninfektion

Wenn Sie einer Infektion mit dem Virus einer Warze vorbeugen möchten, ist es auf jeden Fall ratsam, das Immunsystem zu stärken. Denn eine Warze kann sich erst entwickeln, wenn das Immunsystem gestört oder geschwächt ist. Dann haben Viren und Bakterien, die in den Körper eindringen, eine gute Chance, eine Infektion im Körper auszulösen.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, viel Bewegung im Freien und einen Wechsel von Arbeit und Entspannung stärken das Immunsystem. Häufiger Stress führt dazu, dass der Körper unter ständiger Anspannung steht, was auch das Immunsystem schwächen kann. Sie sollten in dem Fall für ausreichend Entspannung und Ruhe sorgen und dem Körper ein ausgewogenes Verhältnis von Anspannung und Entspannung geben. Auch der Körperpflege und Hygiene kommt eine besondere Bedeutung zu.

Hausmittel gegen Warzen

Es gibt verschiedene Hausmittel, die bei der Entfernung von Warzen helfen können. Ein gutes Mittel ist Zitronensäure, die wie eine Verätzung wirkt. Auch die Natur hilft bei der gezielten Entfernung von Warzen. Zur Anwendung empfiehlt sich das Schöllkraut ebenso wie das Teebaumöl. Beide Öle haben die gleiche Wirkungsweise und werden jeweils auf die betroffene Warze aufgetragen. Geduld sollten Sie auch hier in diesem Fall aufbringen, denn auch bei mehrmals täglicher Anwendung der Öle verschwinden die Warzen meist erst nach zehn bis vierzehn Tagen.

Welche Warzen lassen sich mit Hausmitteln behandeln?

Sie können mit pflanzlichen Mitteln die gewöhnlichen Warzen mit etwas Geduld gut behandeln. Das Virus befällt meist Hände und Füsse und die Warzen sind so gross wie eine Stecknadel oder eine Erbse. Diese Warzen können Schmerzen verursachen, wenn sie unter der Nagelplatte einwachsen. Hausmittel sind dann nicht mehr angebracht, weil dies zu lange dauern würde. Meist werden diese Warzen chirurgisch entfernt. Die sogenannten Pinselwarzen (Lippen, Augenlider), sollten auch nicht mit pflanzlichen Mitteln behandelt werden. Wenn Sie beispielsweise pflanzliche Tinkturen rund um die Augen verwenden, kann die Tinktur ein Augenbrennen verursachen.

Die Fusssohlenwarzen (Verrucae plantares) können Sie ebenfalls mit Hausmitteln behandeln, wenn diese keine Schmerzen verursachen. Diese Warzen bilden Warzenbeete und können in die Fusssohle einwachsen. Ist die Warze in die Fusssohle eingewachsen, sollten Sie kein Hausmittel verwenden. Besonders gut mit Hausmitteln zu behandeln sind die Verrucae planae juveniles (Flachwarzen). Sie treten häufig an den Fingern und Händen auf, aber auch im Gesicht und an den Unterarmen. Experten raten davon ab, Warzen im Gesicht mit Hausmitteln zu behandeln. Diese Warzen sollten in fachmännische Hände.

Feigwarzen, auch Condylomata acuminata (Genital- und Analwarzen) genannt, treten auch am Gebärmutterhals und der Harnröhre auf. Sie sind stecknadelkopfgross und können Wucherungen bilden. Diese Warzen sollten laut den Experten nicht mit pflanzlichen Mitteln behandelt werden. Sie befallen die Schleimhäute beispielsweise im Genitalbereich. Da hilft in der Regel nur eine chirurgische Entfernung. Da Hausmittel auch antimikrobiell wirken, können Warzen auch innerlich behandelt werden.

Welche pflanzlichen Mittel gegen Warzen gibt es?

Die Alternativmedizin hat mittlerweile sehr viel zu bieten. Viele Schulmediziner eignen sich entsprechendes Wissen an. Pflanzliche Mittel haben zwar auch Nebenwirkungen, gehören aber dennoch zu der schonenden Warzentherapie. Einige pflanzliche Mittel sind allerdings noch umstritten. Dazu gehört beispielsweise das Hausmittel „Teebaumöl“. Dieses Öl wirkt entzündungshemmend, aber auch schmerzstillend. Ätherische Öle können die Haut aufweichen, sodass die Warze von selbst verschwindet. Sie können durch dieses pflanzliche Mittel allerdings nicht die Viren bekämpfen. Sie müssen ein intaktes Immunsystem haben, damit das Teebaumöl greift und die Warze nicht mehr auftaucht.

Das Schöllkraut als pflanzliches Mittel:

Ein sehr gutes pflanzliches Mittel zur Entfernung von Warzen ist das Schöllkraut. Im Fachjargon heisst dies „Chelidonium majus, Papaveraceae“. Dieses pflanzliche Mittel hat eine gallentreibende Wirkung, sodass es auch in der Alternativmedizin gerne bei Magen-Darm-Beschwerden verwendet wird. Es hat sich herausgestellt, dass das Schöllkraut Auswirkungen auf die Leber haben kann. Die Anwendung ist als Hausmittel bei Warzen nicht empfehlenswert, wenn der Patient Leberprobleme (beispielsweise Fettleber) hat. Doch für die Entfernung von Warzen ist dieses pflanzliche Mittel ein sehr gutes Hausmittel. Das Schöllkraut hat einen gelborangenen Milchsaft, der auf die Warze aufgetragen wird. Es ist ein altbewährtes Hausmittel gegen die unschönen Warzen, und es wird auch deshalb häufig Warzenkraut genannt.

Als Hausmittel werden die getrockneten oder auch geschnittenen oberen Teile des Krauts genutzt. In dem daraus gewonnenen Saft befinden sich Alkaloide (Cortison, Chelidonin und Berberin). Alkaloide sind chemische, stickstoffhaltige und organische Verbindungen. Diese Verbindungen können direkt auf den menschlichen Organismus einwirken. Umgangssprachlich werden diese Verbindungen als „Fressfeinde“ bezeichnet und eingesetzt. Sie wirken antimikrobiell (gegen Mikroorganismen gerichtet), beruhigend, schmerzlindernd und krampflösend sowie gallentreibend. Da das Schöllkraut bei innerlicher Anwendung lebertoxisch (giftig) wirken kann, sollte der Alternativmediziner zurückhaltend in der Anwendung sein, wenn schon Leberschäden bei dem Patienten vorliegen. Es gibt gegen die Warzen aber noch andere gute Hausmittel.

Das pflanzliche Mittel „Thuja“:

Thuja ist ein Lebensbaum (Thuja occidentalis) und gilt als pflanzliches Mittel mit heilender Wirkung. Es kann sowohl innerlich als auch äusserlich angewandt werden. Botaniker zählen den Lebensbaum zu der Familie der Zypressengewächse. Es muss darauf geachtet werden, dass das Thujakraut giftig ist. Deshalb ist es wichtig, dieses Kraut als entsprechendes Fertigarzneimittel einzusetzen. Es gibt dieses Kraut auch als Thuja-Warzenmittel.

Dieses Mittel ist mehr als ein Hausmittel, und es gibt es als homöopathische Tinktur oder Essenz, als Salbe, als Globuli, als Lösung oder als Lutschtablette. In diversen Apotheken wird das Thuja-Warzenmittel auch als eigenes Hausmittel hergestellt. Im Thujamittel stecken unter anderem Mineralstoffe, Cumarine und Flavonoide. Beides sind Pflanzenstoffe mit gesundheitsfördernden Wirkungen. In Deutschland ist dieses Mittel als Warzentinktur zugelassen. In der Schweiz ist es als Warzenmittel nicht indiziert und verschreibungspflichtig. Es wird auch bei rheumatischen Beschwerden, Schürfwunden, Verdauungsstörungen, allergischen Hauterkrankungen, Sonnenbrand, Verbrennungen und Entzündungen eingesetzt. In der Schweiz wirkt Thuja zusammen mit anderen pflanzlichen Mitteln gegen Erkältungskrankheiten.

Wenn Sie dieses Hausmittel als Salbe auf die Warze auftragen, sollte dies ein- bis zweimal täglich äusserlich erfolgen. Die gesunde Haut sollte auf jeden Fall mit beispielsweise einem Pflaster geschützt werden. Kontraindiziert ist diese Salbe während einer Schwangerschaft oder Stillzeit. Auch kleine Kinder sollten dieses Mittel meiden. Wenden Sie es auf keinen Fall auf offene Wunden an. Dies kann zu Entzündungen führen. Essen Sie die frischen Zweige, kann das durchaus zu Vergiftungserscheinungen, Bauch- und Kopfschmerzen sowie Bauchkrämpfen und Nierenschäden führen.

Das pflanzliche Mittel „Eichenrinde“:

Die Eichenrinde ist ein gutes pflanzliches Mittel gegen die Warze und wirkt zusammenziehend. Dieses pflanzliche Mittel kann auch bei anderen Hauterkrankungen angewandt werden, ebenso wie bei Entzündungen im Rachen- und Mundbereich. Genutzt wird für ein pflanzliches Mittel die getrocknete, junge, frische Rinde. Diese Rindenzweige beinhalten Gerbstoffe. Gerbstoffe können sich mit Proteinen (Eiweisse) verbinden, sodass sich diese verändern. Ebenso beinhaltet die Eichenrinde Flavonoide. Eichenrinde wirkt antiseptisch, Juckreiz lindernd und adstringierend (gerbend und zusammenziehend).

Theoretisch kann die Eichenrinde auch als pflanzliches Mittel im Genital- und Analbereich eingesetzt werden, was einige Schulmediziner jedoch nicht empfehlen. Ebenso hilft es gegen Juckreiz und Schwitzen. Die Warze betreffend helfen Umschläge, die nicht länger als zwei bis drei Wochen andauern sollten. Es helfen aber auch Teil- oder Vollbäder mit fünf Gramm Eichenrinde auf einem Liter Wasser. Ist die Hauterkrankung grossflächig, sollte die Eichenrinde nicht genutzt werden. Im Bereich der Augen sollte Sie ebenfalls nicht verwendet werden.

Das pflanzliche Mittel „Küchenzwiebel“:

Wissen Sie, dass die Zwiebel ein natürliches Antibiotikum enthält? Allii cepae extractum heisst es im Fachjargon. Alliine sind schwefelhaltige Verbindungen, die eine gesundheitsfördernde Wirkung haben. Ebenso enthält die Zwiebel Flavonoide und Peptide. Ein Peptid ist ein Molekül, das aus Aminosäuren aufgebaut ist. Dementsprechend wirkt die Zwiebel als pflanzliches Mittel antibakteriell und ist bei Warzen gut anzuwenden, genau wie als Narbensalbe und als Zwiebelwickel bei Ohrenschmerzen wie beispielsweise einer Mittelohrentzündung. Aber die Zwiebel wirkt als Hausmittel auch lipidsenkend (Blutfette) und kann den Blutdruck senken.

Das pflanzliche Mittel „Knoblauch“:

In der Regel wird Knoblauch verwendet, wenn die Blutfette gesenkt werden sollen, aber auch zur sogenannten Arterioskleroseprophylaxe. Einfach ausgedrückt: es erweitert Ihre Blutgefässe. Experten nennen den Knoblauch auch Allium sativum oder Allii sativi bulbus (Knoblauchzwiebel). Die Inhaltsstoffe des Knoblauchs bestehen aus Alliin, Allicin, Aminosäuren und Flavonoide. Gegen Warzen wird dieses pflanzliche Mittel häufig verwendet, weil es antimikrobiell wirkt. Es wirkt ebenso lipidsenkend und wie die Zwiebel auch thrombozytenaggregationshemmend. Einfach ausgedrückt kann Knoblauch verhindern, dass die Blutplättchen verklumpen. Das hilft, gegen sogenannte Thromben vorzugehen, die einen Schlaganfall oder Herzinfarkt auslösen können.

Den Saft des Knoblauchs können Sie auf die Warze träufeln (Knoblauchstücke einfach ausdrücken). Machen Sie am besten einen Umschlag. Der Geruch kann allerdings sehr unangenehm sein. Mittlerweile gilt Knoblauch als traditionelles pflanzliches Mittel, wobei die Wirkung allerdings bei Experten sehr umstritten ist. Es gibt Untersuchungen, indem Zellkulturen mit Knoblauch angelegt wurden. Diese Zellkulturen konnten eine sogenannte zytotoxische (zelltötende) Wirkung aufweisen. Es gibt mit diesem Hausmittel auch therapeutische Erfolge gegen Warzen, wenn der ölige Knoblauchextrakt angewandt wurde.

Weitere Hausmittel zur Entfernung der Warzen:

Viele Menschen haben als Hausmittel das Klebeband für die Warzenentfernung versucht. Das Klebeband wird auf die Warze geklebt, damit keine Luft mehr durchdringt. Angeblich kann so die Warze nach circa fünf Tagen aufweichen und mit einem Bimsstein entfernt werden. Diese Methode ist mehr als umstritten und soll in etwa vier bis sechs Wochen dauern, bis die Warze vollkommen verschwunden ist. Es gibt bisher keine Langzeituntersuchungen mit dem Klebeband.

So lange dauert die Behandlung mit pflanzlichen Mitteln

Möchten Sie mit pflanzlichen Mitteln an die Warzen ran, brauchen Sie viel Geduld. Es dauert manchmal Wochen bis Monate, bis sich ein Erfolg einstellt. Erfahrungswerte zeigten auch eine Behandlungsdauer mit Hausmitteln von zwei Jahren. Solange Ihr Immunsystem allerdings nicht optimal funktioniert, können auch pflanzliche Mittel ihre Wirkung nicht ausreichend entfalten. Die Viren haben trotzdem noch leichtes Spiel. Ebenfalls sollten Sie vorbeugen und im Schwimmband nicht barfuss laufen und vor allen Dingen Ihr Handtuch nicht verleihen, aber auch kein Handtuch ausleihen. Essen Sie gesund, lassen Sie keinen Stress zu, indem Sie sich ab und an entspannen, und treiben Sie ein bisschen Sport. Dies alles stärkt Ihr Immunsystem.

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