Hautkrankheiten: Infos & Spezialisten für Hautkrankheiten

17.09.2021
Leading Medicine Guide Redaktion
Autor des Fachartikels
Leading Medicine Guide Redaktion

Die Haut ist unser grösstes Organ und der Spiegel unserer Seele. Etwa 1,8 m² beträgt die durchschnittliche Hautfläche bei Erwachsenen. Unsere Haut ist ein wichtiges Sinnesorgan, schützt uns vor Krankheitserregern und reguliert unsere Körpertemperatur.

Entsprechend vielfältig sind ihre Erkrankungen. Sollte Ihre Haut Beschwerden verursachen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um die Ursache abklären zu lassen. Hier finden Sie weiterführende Informationen sowie ausgewählte Adipositas-Spezialisten und Zentren.

Empfohlene Spezialisten

Artikelübersicht

Hauterkrankungen erkennen

Hauterkrankungen (Dermatosen) zeigen viele unterschiedliche Symptome. Je nach Ursache treten die ersten Anzeichen einer Hauterkrankung in einem sehr frühen Stadium auf. Diese Anzeichen werden als primäre Effloreszenz bezeichnet. Sie ermöglichen Ihnen eine erste Einschätzung, um welche Art von Dermatose es sich handeln kann.

Ein Arztbesuch ist unumgänglich, wenn die Symptome zum ersten Mal auftreten und zunächst die Ursache abgeklärt werden muss.

Akne

Akne vulgaris ist eine Entzündung der Hautanhangsgebilde (Haarfollikel und Talgdrüsen). Akne verursacht

  • eine erhöhte Aktivität der Talgdrüsen in der Haut,
  • eine starke Verhornung der Poren und
  • die Vermehrung von Aknebakterien.

Diese Kombination führt zu stark geschädigter Haut mit zahlreichen Mitessern (Komedonen) und schmerzhaften entzündeten Beulen, die mit Narbenbildung abheilen.

Die Behandlung erfolgt zu Hause in Form einer intensiven Hautpflege mit pH-neutralen Reinigungslotionen. In schweren Fällen ist auch eine medikamentöse Therapie mit

  • Benzoylperoxid,
  • Vitamin A,
  • Antibiotika und
  • Hormonpräparaten

angebracht.

Akne
Gesichtshaut mit Akne © praisaeng | AdobeStock

Neurodermitis

Die atopische Dermatitis ist eine chronische oder chronisch wiederkehrende (rezidivierende) entzündliche Hauterkrankung. Sie äussert sich in Form von

  • Rötungen,
  • Schleim und
  • abrasiven Bildungen auf der Haut, die von quälendem Juckreiz begleitet werden.

Bei Neurodermitis sollten Sie einen Dermatologen aufsuchen, der auf diese Hauterkrankungen spezialisiert ist. In erster Linie geht es bei der Therapie um eine konsequente und richtige Hautpflege. Pflegeprodukte mit Urea und Glycerin unterstützen die natürliche Hautbarriere.

Zugleich ist es auch wichtig, Triggerfaktoren zu vermeiden. Verschreibungspflichtiges Kortison und Immunsuppressiva werden ebenfalls zur Behandlung eingesetzt.

Neurodermitis
Kleinkind mit Neurodermatitis © Gina Sanders | AdobeStock

Herpes

Dieser Hautzustand manifestiert sich als typische schmerzhafte flüssigkeitsgefüllte Blasen am Mund. Normalerweise ist nur eine Lippe betroffen, aber Herpes kann sich auch auf die Haut um Mund oder Nase ausbreiten.

Bei Bewegung der betroffenen Gesichtshälfte können die Blasen platzen und ihr Inhalt austreten.

Der Blasenbildung können

  • Juckreiz,
  • Schmerzen und
  • Kribbeln der Haut

vorausgehen. Herpes wird durch das Herpes-simplex-Virus verursacht. Viren aus derselben Familie verursachen Herpes genitalis.

Warzen

Warzen sind gutartige Wucherungen auf der Haut, die sich nach einer Infektion mit dem humanen Papillomavirus entwickeln können. Man unterscheidet zwischen

Stielwarzen, Eiswarzen und Alterswarzen gehören nicht zur Gruppe der echten Warzen.

Warzen unterscheiden sich im Aussehen: Sie erscheinen oft als kleine, scharf begrenzte Beulen auf der Haut, die glatt oder rau, spitz oder abgerundet sein können. Darüber hinaus können sie sowohl Schmerzen verursachen als auch schmerzfrei sein.

Warzen entstehen häufig an Hautpartien, die starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, wie zum Beispiel an den Händen. Plantarwarzen treten dagegen nur an den Füssen auf.

Vulgärwarze
Vulgärwarze an der Hand © Olena | AdobeStock

Schuppenflechte (Psoriasis)

Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt, ist eine gutartige Hauterkrankung. Psoriasis ist oft auf isolierte Läsionen beschränkt, insbesondere in den Ellbogen und Knien. Psoriasis kann sich jedoch auch auf den gesamten Körper ausbreiten. Nägel, Gelenke und Schleimhäute sind seltener betroffen.

Schuppenflechte kann in jedem Alter auftreten. Etwa 2 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Schuppenflechte. Männer und Frauen sind gleichermassen betroffen.

Psoriasis ist höchstwahrscheinlich eine Autoimmunreaktion. Das körpereigene Abwehrsystem greift die Zellen der Epidermis an, worauf sie sich stark zu vermehren beginnen. Die Haut von Patienten mit Psoriasis verdickt und schuppt.

Die meisten Patienten leiden an Psoriasis vulgaris. Die häufigste Form dieser Erkrankung ist der sogenannte Typ I. Sie tritt in jungen Jahren auf und verläuft schwer. Typ II entwickelt sich im Alter zwischen 35 und 60 Jahren und verläuft meist milder.

Zur Behandlung der Schuppenflechte entwickelt der Arzt ein individuelles Therapiekonzept. Dafür stehen verschiedenste Medikamente und Therapieformen zur Verfügung.

Schuppenflechte
Mann mit Schuppenflechte © irina_g | AdobeStock

Hautkrebs

Hautkrebs ist eine der häufigsten Tumorarten. Übermässige UV-Strahlung ist ein wesentlicher Risikofaktor. Sonnenbrände in jungen Jahren erhöhen das Hautkrebsrisiko.

Der häufigste Hautkrebs ist weiss. Dieser Krebs kommt in zwei Formen vor: Basalzellkarzinom, auch bekannt als Stachelzellkarzinom oder auch Spinalzellkarzinom. Weisser Hautkrebs tritt vor allem in Hautbereichen auf, die der Sonne besonders ausgesetzt sind. Gefährdet sind insbesondere

  • Gesicht,
  • Schultern,
  • Rücken,
  • Dekolleté und
  • Fussrücken.

Das Basalzellkarzinom bildet eine weiss-rötliche Pustel, die oft in der Mitte abfällt und wie ein kleiner Krater aussieht. Plattenepithelkarzinome beginnen als geröteter, klumpiger Bereich auf der Haut, der als Keratose bezeichnet wird. Dies führt dann zu einer verstärkten Verhornung, die sich schliesslich zu Krebs entwickelt.

Schwarzer Hautkrebs, medizinisch als Melanom bezeichnet, ist seltener, aber auch aggressiver. In den meisten Fällen tritt schwarzer Hautkrebs bei Betroffenen als sich veränderndes Muttermal auf.

Melanome können am ganzen Körper auftreten, auch in sonnengeschützten Bereichen. Auch im Genitalbereich oder unter den Fusssohlen kann sich schwarzer Hautkrebs entwickeln. Im Gegensatz zu weissem Hautkrebs kann das Melanom auch Metastasen bilden.

Die Operation und Entfernung des Tumors ist die bevorzugte Behandlung für alle Formen von Hautkrebs. Bei schwarzem Hautkrebs können auch Bestrahlung und Chemotherapie folgen.

Gürtelrose

Jeder mit Gürtelrose hat sich mit dem Windpockenvirus infiziert. Die Erstinfektion liegt meist viele Jahre zurück und äusserte sich als Windpocken. Nach der Genesung verbleibt das Virus lebenslang im Körper. Viren siedeln sich in den Hirnnerven und Nervenwurzeln des Rückenmarks an.

Ist das Immunsystem geschwächt, beginnen sich die Viren erneut zu vermehren. Das Virus wandert dann den Nerv hinauf zur Haut, wo es Gürtelrose, auch bekannt als Herpes Zoster, verursacht.

Menschen mit Gürtelrose sind oft zwischen 60 und 70 Jahre alt, aber in einigen Fällen kann sich eine Gürtelrose bei Kindern und Jugendlichen entwickeln.

Zu den Symptomen von Herpes Zoster gehören

  • Müdigkeit,
  • leichtes Fieber und
  • ein brennendes Gefühl in der Nähe des betroffenen Nervs.

Ein Gürtelausschlag erscheint mit einem geröteten Hintergrund und geschwollenen, stecknadelkopfgrossen Blasen.

Nach einer Woche trocknen die Blasen langsam aus und verwandeln sich in trockene Krusten, die nach etwa zwei bis drei Wochen abfallen.

Herpes-Zoster-Symptome können im gesamten Körper einer infizierten Person auftreten, je nachdem, welcher Nerv von der Gürtelrose betroffen ist.

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