Magen-OP - Informationen und Spezialisten

Eine Magen-OP ist ein chirurgischer Eingriff am Magen, der besonders bei stark übergewichtigen Menschen zum Einsatz kommt. Es geht bei dieser Operation darum, zum einen den Magen zu verkleinern und zum anderen das Hungergefühl zu reduzieren. Beide Massnahmen ergänzen sich gegenseitig und erhöhen zusammengenommen die Erfolgschancen, dass der Patient nachhaltig abnimmt. Im Folgenden finden Sie weitere Informationen zu diesem Eingriff sowie Spezialisten für eine Magen-OP.

Empfohlene Spezialisten für eine Magen-OP

Artikelübersicht

Magen-OP - Weitere Informationen

Definition des Begriffes Übergewicht

Aus medizinischer Sicht gilt ein überproportionaler Fettanteil an der Gesamtmasse des menschlichen Körpers als ein markantes Kennzeichen von Übergewicht.

Als markante Kenngrösse für Übergewicht, welche auch für jeden verständlich und nachvollziehbar ist, gilt hier der Body-Mass-Index (BMI).

Der BMI ist wie folgt definiert:

BMI = Körpergewicht in (kg)/[Körpergrösse in (m)]2

Die Krankheitsbilder Übergewicht und Adipositas sind wie folgt abgestuft:

  • Übergewicht (25-29,9 kg/m2)
  • Adipositas I (30-34,9 kg/m2)
  • Adipositas II (35-39,9 kg/m2)
  • Adipositas III (≥40 kg/m2)

Mögliche Gründe für eine Magen-OP

Eine Magen-OP dient in erster Linie dazu, den Magen etwas zu verkleinern, um damit den Effekt einer geringeren Nahrungsaufnahme zu erreichen. Von solchen Magen-OPs profitieren insbesondere stark übergewichtige und fettleibige Menschen (Krankheitsbild Adipositas). Ziele der Behandlung sind zum einen, durch geeignete Massnahmen die mögliche Zufuhr von Nahrung mengenmässig zu begrenzen, zum anderen aber auch ein sich früher einstellendes Sättigungsgefühl zu erreichen.

Verschiedene Methoden und OP-Verfahren

Der Arzt untersucht den stark übergewichtigen Patienten und legt die Behandlungsmethode und das OP-Verfahren fest. Es kommen folgende OP-Verfahren zur Anwendung:

Operationsmethode Magenbypass

Bei diesem OP-Verfahren näht der Operateur eine Dünndarmschlinge in den Bereich des Vormagens und trennt diesen damit teilweise vom Restmagen ab. In der Konsequenz verarbeitet der Magen weniger Substrate aus dem vorverdauten Speisebrei der zugeführten Nahrung (Erwünschte Malabsorption). Der Patient nimmt dadurch später weniger feste und flüssige Nahrung zu sich, weil er schon bei geringerer Nahrungsaufnahme ein Sättigungsgefühl verspürt.

Operationsmethode Schlauchmagen

Bei dieser Behandlungsmethode reduziert der Arzt durch einen chirurgischen Eingriff das Aufnahmevolumen des Magens um ca. 80 bis 90 Prozent. Dies hat zur Folge, dass das Sättigungsgefühl des Patienten schon bei einer wesentlich geringeren Nahrungsaufnahme erreicht ist, da der verkleinerte Magen nicht mehr Nahrung aufnehmen kann. Die Behandlungsmethode Schlauchmagen zählt damit zu den restriktiven Operationsverfahren.

Operationsmethode Magenband

Bei dieser Magen-OP bringt der Operateur im unteren Bereich der Speiseröhre, wo diese unmittelbar zum Magen führt, einen verstellbaren Silikonring an. Dieser verengt den Zugang zum Magen und verkleinert damit den Eingang (Magenfundus Ventriculi) des Magendurchmessers. Der durch mehr oder weniger Flüssigkeitszufuhr verstellbare Silikonring ermöglicht eine gewisse Justage für die später aufnehmbare Nahrungsmenge bis zum Sättigungsgefühl.

Nachsorge nach der Magen-OP

Die Patientenberatung durch den behandelnden Arzt umfasst insbesondere eine ausführliche Ernährungsberatung unmittelbar nach erfolgter Magen-OP. Die drastische Ernährungsumstellung nach einem solchen chirurgischen Eingriff erfolgt unter medizinischer Betreuung und ist besonders in den ersten vier bis sechs Wochen nach der Magen-OP vom Patienten genau zu befolgen. Diese medizinische Betreuung ist eine vorbeugende Massnahme und verhindert, dass durch die stark verminderte Nahrungsaufnahme Mangelerscheinungen wie beispielsweise Muskelschwund oder Eisenmangel auftreten.

Mögliche Risiken und Komplikationen einer Magen-OP

Durch die umfassende medizinische Patientenberatung weiss der Patient, dass eine zu grosse Nahrungsaufnahme nach der Magen-OP Sodbrennen oder sogar Erbrechen auslösen kann. Ausserdem verhindert eine umfassende Nachsorge nach der Magen-OP, dass es zu Komplikationen wie beispielsweise durch undicht werdende Operationsnähte am Magen kommt. Es gilt, nach der Magen-OP hauptsächlich durch Nachuntersuchungen einen evtl. erforderlich werdenden neuerlichen medizinischen Eingriff aufgrund von auftretenden Komplikationen möglichst zu verhindern.

Fazit

Für stark übergewichtige Menschen bietet die moderne Medizin heutzutage adäquate Möglichkeiten im Bereich Magen-OP, welche den Betroffenen mit ihren körperlichen Beschwerden sehr entgegenkommen. Das Krankheitsbild Adipositas ist sehr wirkungsvoll durch die verschiedenen Möglichkeiten einer Magenverkleinerung behandelbar. Magenbypass, Schlauchmagen und Magenband bilden zusammen drei wissenschaftliche Säulen einer insgesamt erfolgreichen medizinischen Behandlungsmethodik.

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