Leberkrebs-OP - Medizinische Experten

Die Leberkrebs-OP ist eine Möglichkeit der Behandlung von Leberkrebs-Erkrankungen. Andere Therapieverfahren umfassen die Chemotherapie oder Immuntherapie, Bestrahlungen sowie örtliche und palliative Methoden. Die Art des Tumors und das Stadium der Erkrankung entscheiden darüber, welche Behandlungsmöglichkeit zum Einsatz kommt. Ist die komplette Leber von dem Tumor durchsetzt, ist eine operative Entfernung nur in Kombination mit einer Transplantation möglich. Auch bei einer Leberzirrhose besteht das Problem, das nach einer Leberkrebs-OP eventuell nicht genug funktionsfähiges Lebergewebe zurückbleibt. Für solitäre Tumore dagegen, die sich nur in einem Leberlappen befinden, ist die Leberkrebs-OP das Mittel der Wahl.

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Leberkrebs-OP - Weitere Informationen

Was ist eine Leberkrebs-OP?

Eine Leberkrebs-OP dient der Entfernung von tumorös verändertem Lebergewebe. Dabei können Teile von Leberlappen entfernt werden, ganze Leberlappen oder auch das komplette Organ. Nach einer chirurgischen Entnahme der gesamten Leber muss sich die Transplantation einer Spenderleber anschliessen, da ohne eine Leber das Überleben nicht möglich ist. Lebertransplantationen kommen allerdings nur bei einem geringen Prozentsatz der Patienten infrage (unter 5 %).

Eine chirurgische Teilresektion von Lebergewebe ist die Methode der Wahl bei Tumoren, die sich auf gut abgrenzbare Bereiche in einem Leberlappen beschränken und keine Metastasen verursacht haben. Das Ziel ist es, das gesamte Tumorgewebe zu entnehmen. Geschieht dies, ist die Leberkrebs-OP häufig kurativ, das heisst, die Erkrankung wird geheilt. Eine frühe Diagnose ist dafür essenziell. Über 75 % der Leberkrebsfälle sind zum Zeitpunkt der Feststellung schon zu weit fortgeschritten für eine vollständige chirurgische Entfernung.

Bei welchen Erkrankungen der Leber wird das Verfahren eingesetzt?

Eine Leberkrebs-OP ist in frühen Stadien einer Leberkrebs-Erkrankung möglich oder bei gut abgegrenzten, solitären Tumoren. Hat der Tumor sich bereits im Körper ausgebreitet und liegen Metastasen vor oder auch bei einer Leberzirrhose, wägt der Chirurg zusammen mit dem behandelnden Internisten ab, ob mit der Operation eine Verbesserung erzielt werden kann. Vor jeder Operation überprüft der Arzt daher die Leberfunktion. Auch der Allgemeinzustand des Patienten spielt bei der Entscheidung für eine Leberkrebs-OP eine Rolle und wird untersucht.

Bei primärem Leberkrebs oder dem hepatozellulären Karzinom (HCC) handelt es sich um einen bösartigen Tumor, der sich in andere Organe ausbreiten kann. Häufig betroffen sind die Lunge oder die Knochen. Primärer Leberkrebs kann sich aus einer Hepatitis oder aus einer Leberzirrhose entwickeln. Neben dem HCC, das von veränderten Leberzellen ausgeht, existiert zudem das cholangiozelluläre Karzinom (CCC), das in den Gallengangszellen seinen Ursprung hat, sich aber in das Lebergewebe ausbreiten kann.

Häufiger als der primäre Leberkrebs kommt allerdings der sekundäre Leberkrebs vor. Hierbei handelt es sich um die Metastasen von Tumoren anderer Organe. Tumore aus Darm, Magen oder der Brust können zum Beispiel in die Leber streuen. Um sekundären Leberkrebs erfolgreich zu behandeln, muss zunächst der Primärtumor gefunden und bekämpft werden.

Wie ist der Ablauf der Behandlung?

Vor einer Leberkrebs-OP wird der Arzt diverse Tests durchführen, um Begleiterkrankungen auszuschliessen und um festzustellen, ob der Lebertumor gutartig oder bösartig ist. Dies können Blutuntersuchungen, Röntgenaufnahmen, Ultraschall-Scans und Endoskopien (eventuell mit Gewebeprobenentnahme), sowie CT (Computertomografie)- oder MRT (Magnetresonanztomografie)-Untersuchungen sein. Die Letztgenannten dienen häufig auch der Operationsplanung.

Für eine Operation ist eine Allgemeinanästhesie notwendig. Danach eröffnet der Chirurg den Bauchraum, um Zugang zur Leber zu erhalten. Lebertumore müssen mit genügend Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe entnommen werden, damit keine Tumorzellen zurückbleiben. Die Entfernung der Tumore ist mit folgenden Methoden möglich:

  • Keilexzision (Herausschneiden eines keilförmigen Bereichs)
  • Segmentresektion (Abtrennung von Lebersegmenten)
  • Lobektomien (Leberlappenentnahme)
  • Hemihepatektomien (Entfernung einer Leberhälfte)
  • Hepatektomie (Entfernung der gesamten Leber) und Transplantation
  • Ist die restliche Leber gesund, können bis zu dreiviertel des Lebergewebes entfernt werden, ohne dass es zu einer Funktionseinschränkung kommt.

Wie gestaltet sich die Nachsorge nach einer Leberkrebs-OP?

Nach einer Leberkrebs-OP wird der Arzt eine regelmässige Kontrolle durchführen, um das Wiederauftreten der Erkrankung auszuschliessen. Solche Kontrollen bestehen aus Blutuntersuchungen beziehungsweise aus Ultraschall-Scans der Leber und finden etwa alle sechs Monate statt. Bei dem Verdacht auf eine erneute Veränderung des Lebergewebes, wird in der Regel eine Biopsie entnommen.

Als Patient ist es wichtig, auch nach einer erfolgreichen Operation, darauf zu achten, Risikofaktoren für Lebererkrankungen zu vermeiden. Dazu gehören Alkoholkonsum und Rauchen, eine ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung, Übergewicht, Schimmelpilze und Hepatitiserkrankungen. Die Deutsche Krebshilfe (www.krebshilfe.de) bietet umfangreiche Informationen für Patienten und Angehörige und hilft Ihnen bei der Vermittlung von Selbsthilfegruppen.

Mit welchen Risiken ist bei einer Leberkrebs-OP zu rechnen und wie ist die Prognose der Therapie?

Je mehr Lebergewebe entfernt wird und je länger die Operation dauert, desto höher ist die Gefahr von Komplikationen. Behandlungsrisiken der Leberkrebs-OP sind beispielsweise

  • allgemeine Anästhesierisiken,
  • unkontrollierbare Blutungen in die Bauchhöhle,
  • Bauchfellentzündungen,
  • Infektionen,
  • Nerven- oder Organschädigungen und
  • (bei einer Transplantation) die Transplantatabstossung.

Die Heilungsaussichten bei Krebs der Leber sind stark davon abhängig, wie früh die Erkrankung erkannt wird. Anzahl der Tumore, Grösse und die Ausbreitung im Körper spielen eine wesentliche Rolle. Auch die Lage der Lebertumore und damit die Zugänglichkeit ist entscheidend. Bei einer erfolgreichen Leberkrebs-OP liegt die Überlebenszeit in vielen Fällen bei mehr als fünf Jahren.

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