Tuberkulose-Therapie - Medizinische Experten

Hier finden Sie medizinische Experten in Kliniken und Praxen im Fachbereich Tuberkulose-Therapie. Alle gelisteten Ärzte sind Spezialisten auf ihrem Gebiet und wurden nach strengen Richtlinien für Sie handverlesen ausgewählt.
Bitte wählen Sie einen Standort oder Behandlungsschwerpunkt aus. Die Experten freuen sich über Ihre Kontaktaufnahme.

Übersicht

Empfohlene Spezialisten

Tuberkulose-Therapie - Weitere Informationen

Die Tuberkulose (Tbc) ist eine Infektionskrankheit, die durch Mykobakterien hervorgerufen wird. Die umgangssprachlich auch als Schwindsucht bezeichnete Erkrankung befällt meistens die Lunge, kann aber prinzipiell auch andere Organsysteme betreffen. Weltweit stirbt Schätzungen der WHO zufolge alle 20 Sekunden ein Mensch an Tuberkulose. Somit ist die Infektionskrankheit als globaler Gesundheitsnotfall einzustufen.

Die Ursachen der Tuberkulose

Die Tuberkulose wird durch Bakterien aus der Familie der Mycobacteriaceae hervorgerufen. Dazu gehören neben dem häufigsten Erreger Mycobacterium tuberculosis auch die Arten Mycobacterium bovis und Mycobacterium africanum. Die Übertragung findet in der Regel durch Menschen statt, die an einer offenen Lungentuberkulose leiden. Dabei hat der Tuberkuloseherd im Lungengewebe Anschluss an die Atemwege, sodass über die Ausatemluft Erreger an die Umwelt abgegeben werden können.

Die Infektion erfolgt in der Regel aerogen

Von einer Lungenembolie ist die Rede, wenn ein Butgerinnsel ein Blutgefäss innerhalb der Lunge verstopft. Das Gerinnsel wird in den meisten Fällen aus einer Bein- oder Beckenvene angeschwemmt und verfängt sich in den feinen Verästelungen der Lungengefässe.

Worum handelt es sich bei einer Lungenembolie?

Der Unterschied zwischen einer Thrombose und einer Embolie ist folgender:

  • Thrombus: Ein Blutgerinnsel wächst immer weiter an und führt an dieser Stelle schliesslich zum Verschluss des Gefässes (Thrombose)
  • Embolus: Ein Gebilde, das über die Blutbahn in andere Körperregionen gelangt und dort ein Gefäss verschliesst (Embolie)

Im Falle einer Lungenembolie tritt ein plötzlicher Verschluss einer Lungenarterie ein. Bei den meisten Betroffenen ist ein verschlepptes Blutgerinnsel (Embolus) dafür verantwortlich.

Blutgerinnsel verschliesst ein eingeengtes Gefäss
Ein Blutgerinnsel verschliesst ein (hier krankhaft verengtes) Gefäss

Kommt es zu einer beidseitigen Lungenembolie, besteht höchste Lebensgefahr. So versterben allein in Deutschland jährlich 7000 Bundesbürger an einer Lungenembolie. Besonders betroffen sind alte Menschen zwischen 80 und 85 Jahren. Ein grösseres Risiko für eine Embolie besteht ausserdem während der Schwangerschaft oder durch die Einnahme der Antibaby-Pille.

Bei einer Lungenembolie gilt es, zwischen unterschiedlichen Emboli zu unterscheiden. Dies sind:

  • feste Emboli, bei denen es sich um verschleppte Blutgerinnsel, Parasiten oder Gewebeteile handelt. Sie sind die Ursache von rund 90 Prozent aller Embolien.
  • gasförmige Emboli, unter denen zum Beispiel Luftblasen verstanden werden, die nach offenen Gefässverletzungen entstehen
  • flüssige Emboli wie Fetttropfen aus zerstörtem Körpergewebe oder Fruchtwasser, das durch den Geburtsvorgang in die Gefässe vordringt

Ursachen und Risikofaktoren 

Bei den meisten Patienten bildet sich das Blutgerinnsel in einer Beinvene. Kommt es in einer Vene zur Bildung eines Blutgerinnsels, besteht das Risiko, dass es sich von der Gefässwand loslöst und vom Blutstrom weggeschwemmt wird. Das Blut aus den Beinvenen sowie aus anderen Körperregionen fliesst in Richtung rechtes Herz und wird von dort aus zur Lunge gepumpt.

Als mögliche Auslöser für das Ablösen eines Gerinnsels kommen abrupte körperliche Anstrengungen, das Aufstehen am Morgen oder pressende Bewegungen beim Stuhlgang infrage. Abgesehen von losgelösten Blutgerinnseln sind mitunter auch Luft, Fruchtwasser oder Fett für das Entstehen einer Embolie verantwortlich.

Verschiedene Risikofaktoren können die Entstehung eines Thrombus und damit eine Lungenembolie als mögliche Folge begünstigen. Dazu gehören vor allem:

  • Rauchen
  • Hormonersatztherapien
  • dauerhafte Bewegungseinschränkungen
  • Übergewicht
  • längere Flugreisen

Woran lässt sich eine Lungenembolie erkennen?

Bemerkbar macht sich eine Lungenembolie durch verschiedene Anzeichen. Die Art der Beschwerden richtet sich nach dem Ausmass des verschleppten Blutgerinnsels. Eine weitere Rolle spielt zudem der genaue Bereich des Gefässverschlusses. So rufen kleinere Lungenembolien manchmal überhaupt keine Symptome hervor. Ist dagegen ein grösseres Lungengefäss betroffen, hat dies erhebliche Auswirkungen auf den Blutstrom zwischen Herz und Lunge, sodass schlagartig Beschwerden eintreten. Im schlimmsten Fall ist sogar ein lebensgefährlicher Herz-Kreislauf-Stillstand möglich.

Als typische Symptome einer Lungenembolie gelten:

  • Beschleunigung der Atmung
  • Herzrasen
  • abrupte Atemnot
  • Schmerzen innerhalb des Brustkorbs
  • ein Gefühl der Beklemmung
  • Angst
  • Schweissausbrüche
  • Ohnmacht
  • ein Abfall des Blutdrucks sowie ein Kreislaufschock

Wie wird eine Lungenembolie diagnostiziert?

Der Arzt erfasst im Rahmen der Untersuchung zunächst die Krankengeschichte des Patienten. Dabei erkundigt er sich nach der Art der Beschwerden sowie möglichen Risikofaktoren. Ausserdem nimmt er eine körperliche Untersuchung vor.

Eine bedeutende Rolle bei der Diagnostik spielt der sogenannte Wells-Score. Dabei handelt es sich um ein Punktesystem, das nach dem Mediziner Philip S. Wells benannt wurde. Es umfasst sieben Parameter:

  • gibt es Anhaltspunkte für eine tiefe Beinvenenthrombose?
  • sind andere Diagnosen unwahrscheinlich?
  • schlägt das Herz mehr als hundert Mal pro Minute?
  • unterzog sich der Patient in letzter Zeit einer Operation oder musste er streng das Bett hüten?
  • litt der Patient zuvor schon einemal an einem Blutgerinnsel oder einer Lungenembolie?
  • hustet der Patient Blut bzw. tritt Blut im Rachen auf?
  • ist der Patient an Krebs erkrankt?

Pro Frage wird eine bestimmte Punktanzahl vergeben. Je höher diese ausfällt, umso grösser ist die Wahrscheinlichkeit einer Lungenembolie.

Therapie einer Lungenembolie

Die Behandlung einer Lungenembolie richtet sich nach deren Schweregrad. Erster Schritt ist das Stabilisieren von Atmung und Kreislauf. Ausserdem verabreicht der Arzt ein blutverdünnendes Medikament.

Im Falle einer schweren Lungenembolie, die den Zusammenbruch des Kreislaufs zur Folge hat, sind schnelle lebenserhaltende Massnahmen erforderlich. Dazu gehören eine Herzmassage sowie die Zufuhr von reinem Sauerstoff durch eine Nasensonde. Über eine Vene werden Medikamente und Flüssigkeit verabreicht. Die weitere Behandlung findet auf der Intensivstation statt.

Prävention

Risikogruppen können der Entstehung einer Lungenembolie vorbeugen. Dazu gehört zum Beispiel die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten wie Cumarinen. Eine weitere wichtige Massnahme stellt das Anlegen von Kompressionsstrümpfen dar. Diese wirken dem Anstau von Blut in den Beinen und damit der Bildung von Thromben entgegen.

Fazit

Der Verlauf der Lungenembolie hängt von ihrem Ausmass ab. Durch eine konsequente Therapie lässt sich das Risiko einer erneuten Embolie deutlich verringern.

, das bedeutet über feinste erregerhaltige Tröpfchen, die beim Husten, Sprechen oder Niesen freigesetzt werden. Ob es dann zu einer Ansteckung kommt, hängt zum einen von der Dauer, der Häufigkeit und der Enge des Kontakts mit der infizierten Person ab. Zum anderen spielen die Menge der eingeatmeten Erreger und der Gesundheitszustand der exponierten Person bei der Ansteckung eine entscheidende Rolle. Eine Tuberkuloseinfektion ist prinzipiell ebenfalls durch den Konsum von nicht pasteurisierter Milch, die von infizierten Rindern stammt, möglich. Jedoch ist der Rinderbestand in Deutschland und Mitteleuropa weitgehend tuberkulosefrei, sodass die Ansteckungsgefahr hier sehr gering ist.

 

Die Symptome der Tuberkulose

Im ersten Stadium der Tuberkuloseinfektion, dem Stadium der latenten Tuberkulose, treten noch keine Symptome auf.

Die Tuberkuloseerreger werden von Zellen des Immunsystems, den sogenannten T-Lymphozyten, umschlossen. Dabei bilden sich entzündliche und knötchenförmige Veränderungen, die auch als Tuberkel oder Granulome bezeichnet werden. Diese Tuberkel befinden sich in mehr als 80 Prozent aller Krankheitsfälle in der Lunge. Bei Beteiligung der angrenzenden Lymphknoten sprechen Mediziner auch von einem Primärkomplex. Die meisten Tuberkulose-Patienten zeigen in diesem zweiten Erkrankungsstadium immer noch keine Krankheitssymptome. Einige Betroffene leiden jedoch unter leichtem Fieber und trockenem Husten oder Husten mit wenig gelblich-grünem Auswurf. Nicht selten zeigt sich zudem eine sogenannte B-Symptomatik mit nächtlichem starkem Schwitzen, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust.

Schwere Krankheitsverläufe mit Bluthusten (Hämoptoe) und Schmerzen in der Brust treten in der Regel nur bei Patienten mit einem geschwächten Immunsystem auf. Bei Menschen mit einer gesunden Immunabwehr verkapseln sich die Entzündungsherde nach ein bis zwei Wochen. Dann liegt eine geschlossene Tuberkulose vor, bei der keine Ansteckungsgefahr besteht. Die Erreger sind jedoch nur eingeschlossen und nicht komplett verschwunden. Bei einer Immunschwäche können die Entzündungsherde aufbrechen, sodass die Krankheitserreger über die Atemwege in die Umgebung gelangen. Diese ansteckende Form der Erkrankung wird auch als offene Tuberkulose bezeichnet. Im Rahmen dieser Reaktivierung können sich die Mykobakterien im Körper ausbreiten und in anderen Organen manifestieren.

So gibt es neben der Lungentuberkulose weitere Formen der Erkrankung:

  • die Hauttuberkulose
  • die Tuberkulose der Brust- und Lendenwirbelsäule
  • die tuberkulöse Meningitis mit Befall des Gehirns oder der Hirnhäute
  • die Urogenitaltuberkulose der Nieren, Harnwege, Nebennieren und des Genitaltrakts
  • die Darmtuberkulose
  • die seltene Tuberkulose der Zähne

Tuberkulose
© Henrie / Fotolia

Tuberkulose – die Diagnosestellung

Eine erste Verdachtsdiagnose ergibt sich häufig schon durch die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) und die körperliche Untersuchung. Insbesondere der Kontakt mit infizierten Personen sowie frühere Verdachtsmomente oder eine bekannte Erstinfektion können als deutliche Hinweise auf eine Erkrankung gewertet werden.

Zur Sicherung der Diagnose ist jedoch ein Erregernachweis unerlässlich. Dazu wird aus Speichel, Magensaft, Bronchialsekret oder bei urogenitalem Befall aus Urin erregerhaltiges Material gewonnen und in der mikrobiologischen Diagnostik untersucht. Zur Erkennung der Mykobakterien kann die sogenannte Ziehl-Neelsen-Färbung durchgeführt werden. Säurefeste Bakterien lassen sich in diesem Verfahren mit einer speziellen Lösung anfärben, wohingegen andere Bakterien farbfrei bleiben. Jedoch ist die Nachweisgrenze sehr hoch, sodass für einen sicheren Erregernachweis viele Bakterien vorhanden sein müssen. Ein negativer Befund bei der Ziehl-Neelsen-Färbung schliesst eine Tuberkuloseinfektion somit nicht definitiv aus, ein positiver Befund gilt ebenfalls nicht als beweisend. Eine positive Bakterienkultur mit Antibiogramm wird hingegen als Beweis einer Tuberkuloseinfektion gewertet. Zusätzlich kann ein weiteres molekularbiologisches Verfahren, die sogenannte Polymerase-Kettenreaktion (PCR) zur Sicherung der Diagnose durchgeführt werden.

Die Therapie der Tuberkulose

Eine offene Tuberkulose wird immer mit Antibiotika behandelt, die gegen Mykobakterien wirken. Diese bezeichnet man auch als Antituberkulotika. Um Resistenzbildungen zu verhindern, wird die Tuberkulose mit einer Kombination aus mehreren antibiotisch wirksamen Medikamenten durchgeführt. Dazu gehören:
  • Isoniazid
  • Pyrazinamid
  • Ethambutol
  • Streptomycin
  • Rifampicin
Die Tuberkulose-Patienten müssen diese Antibiotika in der Regel über einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten einnehmen. Auch wenn die Infektion zwischenzeitlich keine Beschwerden mehr verursacht, muss die Einnahme fortgeführt werden. Bei einem vorzeitigen Therapieabbruch droht zum einen eine Reaktivierung der Tbc und zum anderen eine Resistenzbildung. Zusätzlich zu der ursächlichen Therapie kann eine symptomatische Behandlung mit Medikamenten gegen den unangenehmen Hustenreiz erfolgen. Auch wenn die Therapie komplikationsfrei verläuft, sollten sich die Betroffenen im Anschluss alle zwei Jahre ärztlich untersuchen lassen, um eine Reinfektion auszuschliessen.

Die Prognose der Tuberkulose

Verlauf und Prognose der Tuberkulose sind von mehreren Faktoren abhängig. Zum einen beeinflusst der Immunstatus der Patienten die Prognose. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem können eine sogenannte Miliartuberkulose entwickeln. Dabei bilden sich in der Lunge und in verschiedenen anderen Organen kleine Krankheitsherde. Typische Symptome sind neben einem schweren Krankheitsgefühl und hohem Fieber auch Kopfschmerzen und Atemnot. Unbehandelt versterben nahezu alle Patienten mit einer Miliartuberkulose. Bei einer adäquaten Therapie liegt die Letalität (Sterblichkeit) immer noch bei zehn Prozent.

Eine weitere gefürchtete Komplikation, die die Prognose deutlich verschlechtert, ist die tuberkulöse Meningitis. Diese ist mit weniger als einem Prozent der gemeldeten Tuberkulosefälle in Deutschland zwar äusserst selten, endet aber meistens tödlich. Zum anderen wird der Verlauf der Erkrankung vom Zeitpunkt der Entdeckung beeinflusst. Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser ist die Prognose.