Info für Ärzte und Kliniken - Chancen und Herausforderungen des Medizintourismus

Chancen und Herausforderungen des Medizintourismus in der Schweiz

Wie sich das Geschäftsfeld "Ausländische Patienten" gewinnbringend und effektiv nutzen lässt

Jedes Jahr entscheiden sich Hunderttausende Menschen weltweit für eine Behandlung in ausländischen Kliniken, sei es aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung im Heimatland oder aufgrund geringerer Behandlungskosten im Ausland. Auch die Schweiz wird als Zielland für Patienten mit Wohnsitz im Ausland immer gefragter. So zählen die Schweizer Kliniken und Spitäler inzwischen jährlich rund 35.000 ausländische Patienten, von denen ein Großteil aus Ländern wie Russland, der Ukraine, Kasachstan und dem Nahen Osten kommt.

Rund eine Milliarde Franken lassen diese Medizintouristen jährlich in der Schweiz, um sich in den angesehenen Schweizer Kliniken behandeln zu lassen. Die Behandlung internationaler Patienten hat zudem neben höheren Einnahmen und zusätzlichen finanziellen Mitteln für Investitionen auch ein steigendes Ansehen und eine höhere Attraktivität einer Klinik oder eines behandelnden Arztes zur Folge. Grund genug für Schweizer Kliniken und Spitäler, sich intensiv damit auseinanderzusetzen, wie die lukrative Einnahmequelle des grenzüberschreitenden Gesundheitstourismus am besten genutzt und ausgebaut werden kann.

Internet als wichtigstes Werbemedium

Schweizer Kliniken und Spitäler, die sich erfolgreich im globalen Wettbewerb des Medizintourismus behaupten wollen, müssen zunächst lernen, ihre Stärken und Kompetenzen richtig zu verkaufen und potentielle Patienten aus dem Ausland gezielt auf sich aufmerksam zu machen. Eine besonders große Rolle für die Werbung internationaler Patienten spielt dabei das Internet. Noch vor persönlichen Kontakten, Weiterempfehlungen und Vermittlern ist es das wichtigste Instrument, um die eigenen Vorzüge zu kommunizieren und internationale Patienten anzusprechen.

So ist etwa die Webseite einer Klinik für Patienten aus anderen Ländern die beliebteste Informationsquelle über Fachabteilungen, Ärzte, Behandlungsmöglichkeiten, Klinikausstattung, Behandlungskosten und Zahlungsmodalitäten. Für ausländische Patienten sollten diese Informationen natürlich nicht nur in deutscher Sprache, sondern auch in der jeweiligen Landessprache, zumindest aber auf Englisch, zur Verfügung stehen. Genau hier setzt der Leading Medicine Guide als mehrsprachiges Informations- und Klinikportal mit seinen ausführlichen Präsentation ausgewählter Schweizer Fachärzte und Fachkliniken an.

Lukrativste Zielgruppe: Russische und arabische Patienten

Im Ausland genießt die Schweiz einen hervorragenden Ruf was die Qualität, Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft in der medizinischen Versorgung angeht. Und auch die Diskretion und Zuverlässigkeit, die wirtschaftlich, politisch und sozial stabilen Rahmenbedingungen sowie das vielseitige touristische Umfeld der Schweiz werden im Ausland geschätzt und tragen dazu bei, internationale Patienten anzuwerben.

Zu den lukrativsten und wichtigsten Medizintouristen gehören inzwischen Patienten aus dem russischen und arabischen Raum, die wenig Vertrauen in die eigenen Kliniken haben und sich deshalb zunehmend von Spitzenmedizinern in Ländern wie der Schweiz behandeln lassen. Um speziell den Bedürfnissen dieser Zielgruppe gerecht zu werden und sie umfassend über die medizinischen Leistungen von Spitzenmedizinern in der Schweiz zu informieren, ist der Leading Medicine Guide nicht nur in deutscher und englischer Sprache, sondern auch in Russisch und Arabisch verfügbar.

Zusatzaufwendungen für ausländische Patienten

Für Schweizer Kliniken ist der Zeitaufwand bei der Betreuung ausländischer Patienten von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Heimreise wesentlich höher als bei einheimischen Patienten. So müssen sich die Schweizer Kliniken neben der medizinischen Versorgung der ausländischen Patienten unter anderem auch um die Erstellung mehrsprachiger Kostenvoranschläge, die Erledigung von Einreiseformalitäten, die Abholung vom Flughafen und die Organisation von Dolmetscherdiensten kümmern. Aufgrund dieser Zusatzaufwendungen ist es in der Schweiz auch üblich, unterschiedliche Preise für in- und ausländische Patienten sowie Zuschläge für den erhöhten Betreuungsaufwand zu berechnen.