Ausgesuchte Oralchirurgen & Implantologen finden

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Oralchirurgie & Implantologie - Weitere Informationen

Wann darf sich ein Zahnarzt als Spezialist für Implantologie bezeichnen?

Die Bezeichnung „Implantologe“ ist kein geschützter Titel. Zahnimplantate dürfen grundsätzlich durch jeden Zahnarzt eingesetzt werden. Da Zahn-Implantationen immer anspruchsvoller werden, sollte der behandelnde Zahnarzt über eine oder mehrere zusätzliche Weiterbildungen im Bereich der Zahn-Implantologie sowie über eine langjährige Erfahrung als Zahnimplantologe verfügen.

Zahnärzte sowie Fachzahnärzte für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, für Oralchirurgie und für Kieferorthopädie können sich auf den Bereich der Zahn-Implantologie spezialisieren, indem sie sich im Einsetzen von Zahnimplantaten fortbilden und die Zahn-Implantologie als ihren Tätigkeitsschwerpunkt ausweisen. Entsprechende zertifizierte Fortbildungen werden unter anderem von den Landeszahnärztekammern oder anerkannten wissenschaftlichen Fachgesellschaften angeboten. Die Richtlinien für die Fortbildungen und die Vorrausetzungen dafür, sich als Spezialist bzw. Experte für Zahn-Implantologie mit dem Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie ausweisen zu dürfen, können dabei teilweise variieren.

Im Allgemeinen gilt jedoch, dass ein Zahnarzt, der sich offiziell als Spezialist für orale Implantate bzw. Implantologie-Experte ausweisen möchte, neben dem erfolgreichen Abschluss einer zertifizierten Fortbildung im Bereich der Zahn-Implantologie sowohl besondere Kenntnisse und Fähigkeiten, als auch eine kontinuierliche Tätigkeit in der Zahn-Implantologie nachweisen muss. So sollte ein Zahnarzt, bevor er sich offiziell als Spezialist für Zahnimplantologie Experte bzw. Implantologie-Experte bezeichnet, mindestens drei Jahre schwerpunktmässig als Implantologe tätig sein und in dieser Zeit eine Mindestmenge (> 200) an Zahn-Implantationen durchgeführt haben.

Für einen Spezialist, wie z.B. die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen sowie die Oralchirugen gilt, dass er nur eine Zertifizierung mit dem „Tätigkeitsschwerpunkt Zahn-Implantologie“ vorweisen müssen, da sie bereits eine umfassende chirurgische Ausbildung durchlaufen haben.

Da letztendlich jeder Zahnarzt ein Spezialist für Zähne ist und daher auch entsprechend Zahnersatz implantieren darf, ist dem Patienten zu raten, dass sich dieser neben seiner subjektiven Einschätzung („Vertraue ich dem Arzt?“ „Fühle ich mich gut beraten und in guten Händen?“) auch über die Praxiserfahrungen und Fortbildungen des Zahnmediziners in der Implantatprothetik und Zahn-Implantologie informieren sollte, bevor er sich für einen Implantologen entscheidet.

Welche Qualitätsstandards und Zertifizierungen gibt es in der Zahn-Implantologie?

Um in der Zahn-Implantologie tätig werden zu können, muss ein Zahnarzt nicht nur über besondere Kenntnisse und Fertigkeiten in diesem Bereich verfügen, sondern auch eine mehrjährige Tätigkeit im Bereich der Zahn-Implantologie nachweisen. Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen sowie Fachärzte für Oralchirurgie müssen lediglich eine Zertifizierung mit dem „Tätigkeitsschwerpunkt Zahn-Implantologie“ besitzen, da sie bereits eine fundierte chirurgische Ausbildung durchlaufen haben. Fachgesellschaften und Berufsverbände bieten ein breites Spektrum an Zertifizierungen und Ausbildungen für Zahnmediziner an. So kann ein Zahnarzt, der sich weiter auf Zahnimplantologie spezialisten will, unter anderem bei den folgenden Fachgesellschaften und Verbänden eine Fortbildung im Bereich der Zahn-Implantologie absolvieren:

In Deutschland:

  • Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG)
  • Deutsche Gesellschaft für zahnärztliche Implantologie (DGZI)
  • Deutsche Gesellschaft für orale Implantologie (DGOI)
  • Deutsches Zentrum für orale Implantologie (DZOI)
  • Berufsverband deutscher Oralchirurgen (BDO)
  • Deutsche Gesellschaft für Implantologie (DGI)

In der Schweiz:

  • Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft (SSO)
  • Schweizerische Gesellschaft für orale Implantologie / Société Suisse d'Implantologie Orale (SGI/SSIO)
  • Schweizerische Gesellschaft für Oralchirurgie und Stomatologie (SSOS)
  • Schweizerische Gesellschaft für rekonstruktive Zahnmedizin (SSRD)
  • Schweizerische Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (SGMKG)

In Österreich:

  • Österreichische Gesellschaft für Implantologie in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ÖGI)
  • Österreichische Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (ÖGMKG)

Europaweit bzw. weltweit:

  • Bundesverband der implantologisch tätigen Zahnärzte in Europa / European Association of Dental Implantologists (BDIZ/EDI)
  • International Congress of Oral Implantologists (ICOI)

Das Qualitätsniveau der von diesen Fachgesellschaften und Berufsverbänden angebotenen Ausbildungen im Bereich der Zahn-Implantologie ist grundsätzlich hoch, obgleich die Inhalte und Voraussetzungen teilweise voneinander abweichen. Fachärzte für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie Fachärzte für Oralchirurgie benötigen, da sie bereits über eine umfassende chirurgische Ausbildung verfügen, lediglich die Zertifizierung „Tätigkeitsschwerpunkt Zahn-Implantologie“. Zahnärzte und Kieferorthopäden, die im Bereich der Zahnimplantologie besondere Expertise erlangen wollen, müssen sich entweder bei einer Fachgesellschaft oder einem Berufsverband weiterqualifizieren oder alternativ ein Masterstudium an einer Universität oder Hochschule absolvieren.

Die folgenden Zertifizierungen sind die wichtigsten und höchsten Qualifikationen im Bereich der Zahn-Implantologie:

  • „Spezialist Implantologie“ (DGZI)
  • „Geprüfter Experte der Implantologie“ (DGOI)
  • „Diplomate of the International Congress of Oral Implantologists“ (ICOI)
  • „Master of Science in Implantology“

Weitere Zertifizierungen im Bereich der Zahn-Implantologie sind unter anderem:

  • Weiterbildungsnachweis für orale Implantologie (SSO)
  • Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie (DGMKG)
  • Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie (BDIZ/EDI)

Welche Voraussetzungen muss ein Zahnarzt für diese Zertifizierungen erfüllen?

„Spezialist Implantologie“ (DGZI):

Die Zertifizierung „Spezialist Implantologie“ wird von der Deutschen Gesellschaft für zahnärztliche Implantologie (DGZI) vergeben. Die Ausbildungsdauer beträgt zwei Jahre. Um diese Zertifizierung zu erlangen, muss ein Zahnmediziner unter anderem die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • 5 Jahre Erfahrung in der Implantologie
  • Aussagekräftige Auflistung von mindestens 400 Implantationen
  • Dokumentationen über 12 selbständig durchgeführte Implantationen und prothetisch versorgte Behandlungsfälle

„Geprüfter Experte der Implantologie“ (DGOI):

Die Zertifizierung als „Geprüfter Experte der Implantologie“ erhält ein Zahnmediziner nach einer Ausbildungsdauer von zwei Jahren von der Deutschen Gesellschaft für orale Implantologie (DGOI). Um diese Zertifizierung zu erlangen, muss ein Zahnmediziner unter anderem die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • 4 Jahre Erfahrung in der Implantologie
  • Verzeichnis von mindestens 200 inserierten Implantaten oder 70 implantologisch versorgten Kiefern mit entsprechender Erklärung
  • 20 dieser Fälle müssen für die Prüfung ausführlich dokumentiert werden

„Diplomate of the International Congress of Oral Implantologists“ (ICOI):

Das „Diplomate of the International Congress of Oral Implantologists“ stellt die international höchste Auszeichnung im Bereich der Zahn-Implantologie dar. Um diese Zertifizierung zu erhalten, muss der Arzt nicht nur eine mehrjährige implantologische Tätigkeit nachweisen, sondern auch zwischen 300 bis 400 Implantationen erfolgreich durchgeführt und ca. fünf Prozent davon ausführlich dokumentiert haben.

„Master of Science in Implantology“:

Den “Master of Science in Implantology” (ein Masterstudium in Zahnimplantologie) erhält ein Zahnarzt nach einer universitären Ausbildung von zwei Jahren. Das Anforderungsprofil für die Erlangung dieses Abschlusses variiert abhängig von der Universität.

Weiterbildungsnachweis (WBA) für orale Implantologie (SSO):

Die Zertifizierung WBA für orale Implantologie wird von der Schweizerischen Zahnärzte-Gesellschaft (SSO) vergeben. Um diesen Weiterbildungsnachweis zu erlangen, muss ein Zahnmediziner unter anderem die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Eidgenössisches Staatsexamen für Zahnmedizin oder gleichwertiges in der Schweiz anerkanntes Abschlussexamen in Zahnmedizin
  • Mindestens dreijährige fachspezifische Weiterbildung in Chirurgie und Prothetik
  • Auflistung und Dokumentation von mindestens 100 gesetzten und/oder rekonstruierten Implantaten

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