Narbenhernie - Medizinische Experten

Hier finden Sie medizinische Experten, die auf die Behandlung von Narbenhernien spezialisiert sind. Alle hier gelisteten Ärzte erfüllen unsere strengen Aufnahmekriterien!

Mehr über Narbenhernien und wie man sie behandelt, erfahren Sie weiter unten auf dieser Seite.

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Narbenhernie - Weitere Informationen

Bei einer Narbenhernie, auch Narbenbruch genannt, handelt es sich um einen Eingeweide- bzw. Weichteilbruch der Bauchdecke, der nach einer vorangegangenen offenen Bauchoperation (Laparotomie) im Bereich der Operationsnarbe auftritt. Die Bauchwand im Bereich der Operationsnarbe hält dabei dem Druck im Bauchraum nicht mehr stand, so dass sich an dieser Schwachstelle eine Lücke in der Bauchwand (Bruchpforte) bildet, durch die sich die Baucheingeweide bzw. Organe der Bauchhöhle (Bruchinhalt) in eine sackartige Ausstülpung des Bauchfells (Bruchsack) nach aussen vorwölben. Eine Narbenhernie kann wenige Millimeter bis 30 Zentimeter gross sein und entsteht meist innerhalb der ersten zwölf Monate nach einer Bauchoperation.

Häufigkeit der Narbenhernie

Die Narbenhernie stellt eine häufig auftretende Spätkomplikation nach einer offenen Bauchoperation dar. So erleidet etwa jeder fünfte Patient (20 Prozent), der im Bauchraum operiert wurde, im Bereich der Operationsnarbe einen Narbenbruch. In etwa 50 Prozent der Fälle tritt eine Narbenhernie dabei innerhalb des ersten Jahres nach der Operation auf. Insgesamt werden in Deutschland laut statistischem Bundesamt jedes Jahr etwa 50.000 Narbenhernien operiert.

Ursachen und Risikofaktoren der Narbenhernie

Eine Narbenhernie entsteht nach einer offenen Bauchoperation (Laparotomie) als Folge der mangelhaften Festigkeit und Elastizität der Bauchwand im Bereich der Operationsnarbe. Zu den Risikofaktoren, die direkt nach einer Bauchoperation die Bildung einer Narbenhernie begünstigen können, gehören unter anderem Wundinfektionen, Wundheilungsstörungen, Blutungen im Operationsbereich, ein schlechter Allgemein- und Ernährungszustand des Patienten sowie wiederholte Operationen über den gleichen Operationszugang. Darüber hinaus sind stark übergewichtige Patienten, langjährige Raucher sowie Patienten, die an Erkrankungen wie Krebs, einer Bauchfellentzündung, Diabetes mellitus oder allgemeiner Blutarmut leiden, stärker gefährdet, einen Narbenbruch zu erleiden. Der Auslöser für eine Narbenhernie ist dabei oftmals ein erhöhter Druck im Bauchinnenraum, der beispielsweise bei Verstopfung oder chronischem Husten auftreten kann.

Symptome der Narbenhernie

Eine Narbenhernie kann, muss aber keine Symptome verursachen. Ob Beschwerden auftreten, welcher Art diese sind und wie stark sie ausfallen, hängt dabei von der Art und Grösse der Narbenhernie ab. Anfangs äussert sich eine Narbenhernie meist durch ziehende Schmerzen im Bereich der Narbe, die vor allem beim Husten, beim Pressen (z.B. beim Stuhlgang) und bei körperlicher Anstrengung auftreten. Später tritt dann typischerweise eine sicht- und tastbare Vorwölbung im Bereich der Narbe auf, die sich relativ gut in die Bauchhöhle zurückdrücken lässt und die mit der Zeit an Grösse zunehmen kann. Ein Narbenbruch ist meist ungefährlich. Er kann aber im schlimmsten Fall auch einen lebensbedrohlichen Darmverschluss verursachen, der einer sofortigen operativen Behandlung bedarf.

Diagnose der Narbenhernie

Die Diagnose einer Narbenhernie erfolgt in der Regel durch eine körperliche Untersuchung, bei der der Arzt die Operationsnarbe mit der Hand abtastet. Kann der Arzt dabei eine Bruchpforte und einen Bruchsack, der sich in die Bauchhöhle zurückdrücken lässt, ertasten, ist die Diagnose bereits gesichert. In Einzelfällen, beispielsweise bei stark übergewichtigen Patienten oder bei sehr kleinen Narbenhernien, können auch weitere Untersuchungen notwendig werden, um einen Narbenbruch sicher diagnostizieren und beurteilen zu können. Hierzu gehören etwa die Ultraschalluntersuchung, die Computertomographie und die Darmspiegelung.

Behandlung der Narbenhernie

Da sich ein Narbenbruch niemals von selbst zurückbilden wird, sondern vielmehr mit der Zeit immer grösser wird, und da zudem die Gefahr einer Einklemmung von Darmanteilen und damit der Entstehung eines lebensbedrohlichen Darmverschlusses besteht, sollte eine Narbenhernie stets im Rahmen der Hernienchirurgie operativ behandelt werden. Bei der Narbenbruch-OP, die frühestens 3 bis 6 Monate nach der ursächlichen Bauchoperation erfolgen sollte, wird zunächst der Bruchsack wieder in die Bauchhöhle zurückverlagert und anschliessend die Bruchpforte mittels Nahttechnik oder mit einem Kunststoffnetz dauerhaft verschlossen. Die Operation kann dabei sowohl im Rahmen eines offenen chirurgischen Eingriffs, als auch minimal-invasiv mittels laparoskopischer bzw. endoskopischer Operationsverfahren erfolgen.

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