Oberarmstraffung - Medizinische Experten

Nicht nur Fettabsaugungen an Gesäss, Bauch und Oberschenkeln sind beliebte Schönheitsoperationen. Auch die Straffung hängender Oberarme ("Winkearme") gehört zum umfangreichen Angebot Ästhetischer und Plastischer Chirurgen.

Weitere Informationen zu den Methoden und Risiken einer Oberarmstraffung finden Sie weiter unten.

Übersicht

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Oberarmstraffung - Weitere Informationen

Die Oberarme gehören vor allem Frauen zu den Problemzonen. Hat man gerade eine längere Reduktionsdiät hinter sich, hängt die ohnehin im Bereich der Oberarme dünnere Haut schlaff herab. Oft findet man dort auch Geweberisse (Schwangerschaftsstreifen). Schlaffe Oberarme kommen bei Frauen über 40 ausserdem noch durch natürliche Alterungsprozesse zustande. Um der psychisch belastenden Situation zu entgehen, entschliessen sich die Betroffenen oft zu einer Schönheitsoperation.

Die Kosten für die herkömmliche Oberarmstraffung (Brachioplastik) liegen - je nach Arzt und angewandtem Verfahren - bei 3.000 bis 4.500 Euro. Schonender und zugleich kostengünstiger ist ein erst vor wenigen Jahren entwickeltes LASER-Verfahren. Patienten, die die Oberarmstraffung vornehmen lassen, sollten jedoch zuvor ihr gewünschtes Körpergewicht erreicht haben. Denn nehmen sie nach der operativen Hautstraffung weiter ab, erschlafft die behandelte Hautpartie erneut, sodass eine zweite Operation erforderlich ist.

Methoden der Oberarmstraffung

Wer eine Hautstraffung seiner Oberarme durchführen lassen möchte, hat dafür mehrere Verfahren zur Auswahl:

  • die herkömmliche Fettabsaugung oder Fettabsaugung mit Hautstraffung oder nur Hautstraffung
  • die Oberarmstraffung ohne OP (Laserchirurgie)

Chirurgische Hautstraffung

Der Patient erhält eine Vollnarkose. Dann entnimmt der Chirurg während einer zweistündigen Operation auf der Innen- oder Rückseite der Oberarme bis zur Achselhöhle ein Stück überschüssige Haut. Befindet sich im Operationsgebiet noch viel Fettgewebe, entfernt der Facharzt für Ästhetische Chirurgie auch dieses. Strafft der Schönheitschirurg nicht nur längs, sondern auch noch quer, verläuft die Narbe nicht einfach senkrecht, sondern T-förmig bis unter die Achseln. Danach bringt er Drainage-Röhrchen an, über die das Wundwasser abfliessen kann.

Zwei Tage später erhält der Patient einen Kompressionsverband, der die Schmerzen lindern, auftretende Schwellungen verringern und die Oberarme modellieren soll. Die Arme sollten bis zu 3 Wochen nach dem chirurgischen Eingriff nicht belastet werden. An das Fädenziehen schliesst sich die Narbenbehandlung an. Der Patient muss dann noch mehrere Wochen auf sportliche Betätigungen verzichten. Hauptnachteil der chirurgischen Oberarmstraffung ist, dass sie lange und oft breite Narben bis über den Ellenbogen hinterlässt, die später noch sichtbar sind.

Muss der Schönheitschirurg eine Fettabsaugung (Liposuktion) vornehmen, spritzt er in den zuvor markierten Bereich eine Kochsalz-Betäubungsmittel-Lösung. Nach etwa 30 Minuten kann er dann die aus dem Fettgewebe gelösten Fettzellen über winzige Kanülen absaugen. Durch die Liposuktion entsteht eine 4 bis 5 Millimeter grosse Wunde am Ellenbogen und eine ebenfalls kleine in den Achselhöhlen. Die Fettabsaugung erfolgt nur dann, wenn zu viele überschüssige Fettzellen in den Oberarmen vorhanden sind. Man führt sie unter lokaler Betäubung und ambulant durch. Die Patientinnen verspüren in der Regel - wenn überhaupt - nur leichte Schmerzen.

Oberarmstraffung ohne OP

Bei der innovativen Methode der Oberarmstraffung kommt ein kombinierter Laser zum Einsatz, der das überschüssige Fettgewebe dauerhaft beseitigt. Er ist auf Hautstellen spezialisiert, die sich vom Muskelgewebe getrennt haben - egal, ob sich dazwischen Fettgewebe befindet oder nicht. Daher wendet man ihn insbesondere bei Behandlungen

  • des Doppelkinns
  • der Oberarm-Rückseiten
  • am Unterbauch
  • an den Oberschenkel-Innenseiten

an. Der Neodym-YAG-Laser hat eine bindegewebsstraffende und zugleich fettzellenschrumpfende Wirkung. Er arbeitet mit zwei miteinander kombinierten Wellenlängen-Bereichen - was eine optimale individuelle Behandlung ermöglicht. Die neuartige Technologie ist im Gegensatz zur herkömmlichen Methode mit keinerlei gesundheitlichen Risiken und sichtbaren Folgen (Narben) verbunden. Hat der Patient noch zusätzlich weitere auffällige Zeichen der Hautalterung wie beispielsweise Knitterfalten an den Oberarmen, schaltet der Chirurg noch einen Erbium-YAG-Laser hinzu, der sie beseitigt.

Die Hautstraffung der Oberarme erfordert nur einen einzigen Eingriff und erfolgt unter einer Dämmerschlaf-Betäubung. Der Patient hat danach kaum Schmerzen und kann nach wenigen Tagen wieder seinen gewohnten Alltagstätigkeiten nachgehen. Er muss die mit dem Speziallaser behandelten Hautpartien lediglich gut kühlen und danach kurzfristig Kompressionswäsche tragen. Verglichen mit der Fettabsaugung ist die Hautoberfläche nach der LASER-Straffung deutlich glatter (97 Prozent gegenüber 85 Prozent). Auch das Risiko versehentlicher Gefässverletzungen ist mit dem Laser wesentlich geringer.

Fettabsaugung und Laserverfahren

Manche Kliniken für Ästhetische und Plastische Chirurgie wenden die Liposuktion und das Laserverfahren kombiniert an: Nach der Fettabsaugung setzen sie den fraktionierten Laser ein. Er sorgt dann dafür, dass sich die Kollagenfasern im gesamten Operationsgebiet zusammenziehen und führt so die gewünschte Hautstraffung herbei. Der kombinierte Eingriff mit dem hautschonenden Gerät erfordert ebenfalls keine Vollnarkose: Man versetzt die Patientin lediglich in einen Dämmerschlaf.

Risiken der Oberarmstraffung

Im Gegensatz zur Oberarmstraffung ohne OP treten nach operativen Hautstraffungen stets Schwellungen und Blutergüsse auf. Sie bilden sich in der Folgezeit zurück. Ausserdem kommt es zu Spannungsgefühlen und Schmerzen. Die genähten Narben werden breiter, wenn das darunter befindliche Gewebe anschwillt. Geht die Bindegewebe-Schwellung dann zurück, lockert sich das Gewebe wieder - was den ursprünglich beabsichtigten hautstraffenden Effekt verringert.

Bewegt der frich operierte Patient nach dem Eingriff seine Oberarme, kann es zu Wundheilungsstörungen und zur Kelloid-Bildung an den Oberarmen kommen. Kelloide (Wulstnarben) entstehen durch wucherndes Wundgewebe. Es muss dann in einer weiteren Operation abgetragen werden (Narbenkorrektur).

Nervenschädigungen durch fehlerhaft gesetzte Schnitte können zu dauerhaften Taubheitsgefühlen in den Armen führen. Die Zerstörung eines der in den Oberarmen zahlreich vorhandenen Lymphgefässe kann Schwellungen hervorrufen. Nach dem chirurgischen Eingriff darf sich der Patient mindestens 6 Monate lang keiner intensiven Sonneneinstrahlung aussetzen, da sich die Haut sonst an den Narben verfärbt.

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