Hautstraffung - Medizinische Experten

Eine Hautstraffung ist ein Eingriff der plastisch-ästhetischen Chirurgie, der eine Straffung und somit Verschönerung der Haut zum Ziel hat. Dabei wird eventuell überschüssige und erschlaffte Haut entfernt und gleichzeitig die verbleibende Haut geglättet.

Welche Methoden dabei zur Anwendung kommen könne, erfahren Sie weiter unten.

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Hautstraffung - Weitere Informationen

Was ist eine Hautstraffung?

Bei einer Hautstraffung – auch Dermolipektomie genannt – handelt es sich um die operative Entfernung und Korrektur von überschüssigem und erschlafftem Haut- und Fettgewebe. In den meisten Fällen kommt eine Hautstraffung am Bauch, an den Oberschenkeln und an den Oberarmen zum Einsatz. Eine Hautstraffung wird in der Regel stationär und unter Vollnarkose durchgeführt und erfordert einen Krankenhausaufenthalt von 3 bis 10 Tagen.

Was geschieht bei einer Hautstraffung?

Das überschüssige und erschlaffte Haut- und Unterhautfettgewebe wird zunächst exakt vermessen und anschliessend operativ entfernt. Die hierfür notwendigen Hautschnitte werden dabei so geführt, dass die unvermeidbaren Narben möglichst unauffällig bleiben. Gegebenenfalls kann eine Hautstraffung auch durch eine Fettabsaugung ergänzt werden. Zu den Körperregionen, die mithilfe einer Hautstraffung korrigiert werden können, gehören insbesondere der Bauch, die Oberschenkel, die Oberarme und der Po.

Gründe für eine Hautstraffung

Wenn der ästhetische Gesamteindruck der Körperproportionen durch übermässiges Fettgewebe und Hautfalten am Bauch, den Oberschenkeln, den Oberarmen oder am Po beeinträchtigt wird und weder Diäten, sportliche Aktivität, Massagen oder eine Fettabsaugung dies beheben können, entscheiden sich viele Menschen für eine Hautstraffung. Ein möglicher Grund für eine solche Entscheidung, ist dass das Selbstbewusstsein der betroffenen Menschen unter den Figurproblemen leidet. Aber auch sehr stark ausgeprägte Veränderungen der Haut und Körperproportionen, die zu chronischen Hautreizungen, Bewegungsstörungen oder Bauchwandbrüchen führen und somit auch als krankhaft angesehen werden können, sind mögliche Gründe für eine Hautstraffung.

Vorbereitungen und Voruntersuchungen bei einer Hautstraffung

Vor einer operativen Hautstraffung sollten sämtliche anderen Möglichkeiten zur Gewichtsreduktion ausgeschöpft sein. Das Ergebnis der Hautstraffung fällt nämlich umso besser aus, je näher der Patient zum Zeitpunkt der Operation seinem Idealgewicht ist. Vor der Operation zur Hautstraffung ist es ratsam, die Haut durch besondere Pflegemassnahmen zu schützen und die Durchblutung durch kaltes Duschen anzuregen. Bestehende Hautentzündungen müssen vorab am besten durch einen Hautarzt behandelt und kontrolliert werden.

Handelt es sich bei der Hautstraffung um einen grösseren Eingriff, ist es möglich, etwa 3 bis 6 Wochen vor der Operation im Krankenhaus eine Eigenblutspende entnehmen zu lassen. Zudem sollte der Patient in den zwei Wochen vor der operativen Hautstraffung auf die Einnahme von Schlafmitteln und blutgerinnungsverzögernden Schmerzmitteln wie beispielsweise Aspirin und den Konsum von Alkohol und Nikotin verzichten.

Vorgehen bei einer Hautstraffung

Eine Hautstraffung wird in der Regel unter Vollnarkose im Rahmen eines stationären Krankenhausaufenthaltes von 3 bis 10 Tagen durchgeführt. Wie lange genau der Patient nach der operativen Hautstraffung im Krankenhaus bleiben muss, hängt vom Ausmass der Hautstraffung und der Grösse des operierten Körperbereichs ab. Lediglich kleinere Hautstraffungen können auch ambulant und in örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

Vor der eigentlichen Hautstraffung markiert und vermisst der Chirurg zunächst die Körperregionen, an denen Haut- und Fettgewebe entfernt werden soll. Anschliessend wird die betreffende Haut mehrmals desinfiziert. Zudem können Lösungen auf die zu operierende Haut aufgetragen werden, die die Blutung während der operativen Hautstraffung stark vermindern.

Während der Hautstraffung selbst entfernt der Chirurg schliesslich die überschüssige Haut und das darunterliegende Fettgewebe. Gegebenenfalls kann die Hautstraffung auch durch eine gleichzeitige Fettabsaugung ergänzt und unterstützt werden. Zum Schluss der Operation vernäht der Chirurg die Wundränder und strafft so die verbliebene Haut. Das Legen von Vakuumschläuchen, sogenannten Redondrainagen, die mehrere Tage an der operierten Körperstelle verbleiben, verhindern die Stauung von Wundsekreten und kleineren Blutergüssen.

Möglichkeiten und Verfahren der Hautstraffung

Die Hautstraffung kann mithilfe diverser Methoden in verschiedenen Körperregionen erfolgen. Zu den möglichen Körperregionen, die mithilfe einer Hautstraffung korrigiert werden können, gehören vor allem der Bauch, die Oberschenkel und die Oberarme. Man spricht dann von einer Bauchstraffung, einer Beinstraffung oder einer Armstraffung. Aber auch an anderen Körperpartien kann überschüssiges Haut- und Fettgewebe entfernt werden, beispielsweise am Po.

Gesichtsstraffung

Die Gesichtsstraffung (auch Facelifting) erfolgt in der Regel bei altersbedingter Faltenbildung der Gesichtshaut. Insbesondere bei Rauchern, Menschen, die häufig intensiver Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren, und nach starkem Gewichtsverlust kann die Gesichtshaut überdurchschnittlich früh erschlaffen. Das Facelifting ist die bislang effektivste Methode der Gesichtsstraffung, die je nach Technik unter örtlicher Betäubung oder unter Vollnarkose erfolgt. Welche Operationsmethode der Chirurg verwendet, hängt von den individuellen Voraussetzungen und Wünschen des Patienten ab. Während der Operation wird die Haut straffgezogen und überschüssige Haut entfernt. Um möglichst wenig sichtbare Narben zu hinterlassen, wird die Zahl der Einschnitte geringgehalten. Neben der Operation zur Hautglättung gibt es auch das Laserlifting, die Goldfäden-Methode sowie Injektionen mit Botox oder Hyaluronsäure, welche allesamt zur Faltenreduktion und damit zur optischen Verjüngung der Haut führen sollen.

Mid facelift (rhytidectomy) upper incision

Halsstraffung

Wenn die Haut am Hals stark erschlafft ist oder ein Doppelkinn vorliegt, kann eine Halsstraffung bzw. ein Halslifting zum Einsatz kommen. Dieses erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung. Für eine Hautstraffung am Hals kommen verschiedene Verfahren infrage. Bei nur geringer Hauterschlaffung genügt eine Fettabsaugung des überschüssigen Fettgewebes. Ist die Elastizität der Haut nicht mehr vorhanden, wird die überschüssige Haut chirurgisch entfernt.

Bauchdeckenstraffung

Eine der am häufigsten durchgeführten Straffungsoperationen ist die Bauchdeckenstraffung. Insbesondere Frauen nach einer Schwangerschaft oder einer starken Gewichtsabnahme leiden oft darunter, dass sich die gedehnte Haut im Bauchbereich nicht mehr zurückgebildet hat und schlaff oder faltig geworden ist. Die sogenannte Miniabdominoplastik (Minibauchstraffung) ist ein kleiner ambulanter Eingriff unter örtlicher Betäubung, bei dem überschüssiges Fettgewebe unterhalb des Nabels entfernt wird. Bei der klassischen umfangreicheren Bauchdeckenstraffung hingegen wird unter Vollnarkose die gesamte Bauchdecke gestrafft. Dabei muss auch der Nabel ausgeschnitten und später wieder eingenäht werden. Bei diesem Eingriff ist ein mehrtägiger Klinikaufenthalt erforderlich.

Abdominoplasty skin and fat removal

Oberschenkelstraffung

Vor allem schlanke Frauen ab 50 lassen diesen Eingriff häufig vornehmen, denn im Laufe des Alterungsprozesses ergibt überschüssiges Fett an den Oberschenkeln ein unharmonisches Körperbild. Die Haut verliert im Alter an Elastizität und wird besonders an den Oberschenkelinnenseiten von vielen Frauen als Problemzone wahrgenommen. Eine Oberschenkelstraffung erfolgt stationär unter Vollnarkose. Die Haut wird von ihrer Unterlage abpräpariert und nach oben gezogen. Zusätzlich wird überschüssige Haut entfernt und die Wunde wieder vernäht. Um eine lang anhaltende Hautstraffung zu erzielen, befestigt der Chirurg den Hautlappen am Schambein und am Leistenband.

Oberarmstraffung

Auch an den Oberarmen kann eine Hautstraffung durchgeführt werden. Frauen im fortgeschrittenen Alter sind die erschlafften Hauttaschen an den Oberarmen oft so unangenehm, dass sie ärmellose Kleidung meiden. Während der meist unter Vollnarkose stattfindenden Oberarmstraffung wird ein Schnitt von der Achselhöhle bis zum Ellenbogengelenk gesetzt. Anschliessend entfernt der Operateur überschüssige Haut und Fettgewebe und verschliesst die Wunde. Die Narben an der Innenseite der Oberarme sind kaum sichtbar.

Bruststraffung

Bruststraffungen werden häufig bei Frauen vorgenommen, deren Brüste aufgrund ihrer Grösse, einer Schwangerschaft oder einer starken Gewichtsreduktion an Spannkraft verloren haben. Um eine festere Brust zu erreichen, kann die Hautstraffung mit einer Brustvergrösserung durch ein Implantat kombiniert werden. Die Bruststraffung erfolgt in der Regel unter Vollnarkose. Dem Chirurgen stehen verschiedene Schnitttechniken zur Verfügung, mit denen er überschüssiges Fettgewebe entfernt und/oder das Brustgewebe formt und weiter brustaufwärts verlegt. Es kann notwendig sein, auch die Brustwarze zu verlegen oder den Warzenhof zu verkleinern.

Postraffung

Die Gesässstraffung ist eine immer beliebtere Operation, um Fettgewebe an unerwünschten Stellen des Gesässes zu entnehmen. Mit zunehmendem Alter verliert der Po an Festigkeit und Volumen. Mithilfe verschiedener Verfahren kann das Gesäss wieder gestrafft und gleichzeitig mit einem Poimplantat aufgefüllt werden. Die Operation findet in der Regel unter Vollnarkose im Rahmen eines kurzen Klinikaufenthaltes statt. Überschüssiges Fettgewebe im Gesäss kann durch eine Schnittführung ober- oder unterhalb des Gesässes entfernt werden. Ist eine gleichzeitige Volumenvergrösserung erwünscht, wird diese mittels Eigenfett aus anderen Körperregionen oder Silikongelimplantaten erreicht.

Dr. Placik Buttock Lift

Handverjüngung

Die Haut an den Händen ist besonders sensibel und neben der natürlichen Alterung vielen täglichen Belastungen wie Wasser, Hitze, Kälte, Sonneneinstrahlung und Chemikalien ausgesetzt. Die Folge können Altersflecken, Falten und Erschlaffung sein. Da das Erscheinungsbild der Hände nicht wie andere Problemzonen kaschiert werden kann, entscheiden sich einige Menschen für eine Handverjüngung. Für die Hautstraffung an den Händen gibt es unterschiedliche Verfahren. Hierzu zählen Hautabschleifung, Eigenfettbehandlung, Laser-Therapie, Gewebeaufbau mittels Hyaluronsäure und operatives Handlifting.

Mögliche Komplikationen einer Hautstraffung

Wie bei jeder Operation sind auch bei kosmetischen Eingriffen gewisse Risiken vorhanden und es kann zu Komplikationen kommen. Neben einer möglichen Unverträglichkeitsreaktion auf die Vollnarkose können bei einer Hautstraffung aufgrund der grossen Wundflächen Blutergüsse und bakterielle Entzündungen auftreten. Insbesondere nach der Oberschenkelstraffung ist eine Störung des Lymphabflusses möglich. Im Falle einer Bauchdeckenstraffung besteht ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel. Bei allen Operationen kann das Hautempfinden im Bereich der Narben mehrere Monate lang gestört sein. Thrombosen und Embolien sind eher seltene Komplikationen nach einer Hautstraffung.

Um Komplikationen bei einer Hautstraffung vorzubeugen, müssen bei Patienten, die unter Gefässkrankheiten, einer Venenstauung oder Blutgerinnseln leiden, vor der Operation besondere Vorsichtsmassnahmen getroffen werden. Zudem sollte der Patient dem Chirurgen vor der operativen Hautstraffung mitteilen, ob er unter Krankheiten oder Allergien gegen bestimmte Medikamente, Pflaster oder Salben leidet und ob er regelmässig Medikamente einnimmt. Vorsorglich wird vor der Operation zur Hautstraffung das Blutbild und die Blutgerinnung des Patienten untersucht und ein EKG des Herzens und eine Röntgenuntersuchung der Lunge durchgeführt.

Nach der Hautstraffung

Direkt nach der operativen Hautstraffung treten in der Regel leichte Schmerzen auf, gegen die Schmerzmittel verabreicht werden, um dem Patienten die notwendige Ruhe und Entspannung für den Heilungsprozess zu schaffen. Insgesamt dauert es etwa zwei bis drei Wochen, bis die Wundheilung der Haut abgeschlossen und die Schwellungen abgeklungen sind. Eine endgültige Abheilung der operierten Körperpartien ist allerdings erst nach mehreren Wochen zu erwarten. In der Regel ist der Patient aber nach etwa drei Wochen wieder voll arbeitsfähig.

Um die Entstehung von Blutgerinnseln und Embolien zu verhindern, die Durchblutung und Sauerstoffversorgung der operierten Körperregionen anzuregen und den Heilungsprozess zu unterstützen, muss der Patient nach der Hautstraffung mindestens sechs Wochen lang tagsüber Thrombosestrümpfe tragen und isometrische Muskelübungen durchführen. Weitere Massnahmen zur Unterstützung des Heilungsprozesses sind Hautpflegeprodukte wie Panthenol-Salben und kalte Duschen zur Anregung der Durchblutung.

Zudem sollte der Patient in den ersten sechs bis 8 Wochen nach der Hautstraffung übermässige und ruckartige Spannungen der Nahtlinien vermeiden und sich vorsichtig bewegen. Sportliche Aktivitäten können fünf Wochen nach der Operation wieder aufgenommen und langsam gesteigert werden. Handelt es sich um resorbierbare Hautnähte, so lösen sich diese von selbst auf. Andere Fäden müssen etwa drei bis sechs Wochen nach der Hautstraffung gezogen werden.

Kosten einer Hautstraffung

Die Kosten einer Hautstraffung variieren stark und richten sich danach, in welchem Körperbereich sie durchgeführt und welches Verfahren angewendet wird. Erfolgt eine Hautstraffung aufgrund eines Unfalls oder infolge bestimmter Erkrankungen, werden die Kosten teilweise oder vollständig von den Krankenkassen übernommen. Rein ästhetische Eingriffe muss der Patient selbst zahlen.

Fazit: Ergebnis einer Hautstraffung

Eine operative Hautstraffung zur Entfernung und Korrektur von Haut und Fettgewebe verursacht durch die notwendigen grösseren Hautschnitte zwar längere Narben. Dafür stellt die Hautstraffung aber eine Möglichkeit dar, grosse Fettschürzen und Hautfalten zu beseitigen, die anders nicht korrigiert werden können. Durch eine Hautstraffung kann die Harmonie der Körperproportionen wieder hergestellt werden, was für die betroffenen Menschen eine Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens und eine Steigerung des Selbstbewusstseins bedeutet.

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