Bindegewebsschwäche - Medizinische Experten

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Bindegewebsschwäche - Weitere Informationen

Wenn das Bindegewebe schlappmacht und sich Dellen an den Oberschenkeln bilden, wollen viele Frauen ihre Beine kaum noch zeigen. Der Grund ist eine Bindegewebsschwäche - Cellulite, oder auch Orangehaut, ist eine gut bekannte Folge. Frauen sind weitaus häufiger betroffen als Männer. Welche Ursachen es gibt und was Sie dagegen tun können, zeigt dieser Beitrag.

Bindegewebsschwäche ist in erster Linie ein kosmetisches Problem, das vor allem Frauen betrifft. Fakt ist: Sobald das Bindegewebe an Spannkraft und Elastizität verliert, erschlafft die Haut. Häufig bilden sich Dellen, Besenreiser und Dehnungsstreifen. Krampfadern und Hämorrhoiden sind ebenfalls keine Seltenheit. Aus diesem Grund sollten Sie das Problem keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen.

Cellulite
Cellulite bei einer sportlichen, 28jährigen Frau

Bindegewebe: Was ist das eigentlich?

Das Bindegewebe ist ein elementarer Bestandteil unseres Körpers. Hierbei handelt es sich um ein Stützgewebe, das sowohl in der Haut als auch im Muskel- und Fettgewebe vorkommt. Wichtigster Nährstoff des Bindegewebes sind Kollagenfasern, die für ausreichend Elastizität und Festigkeit sorgen. Verlieren die Kollagene an Spannkraft, spricht man von einer Bindegewebsschwäche.

Ursachen einer Bindegewebsschwäche

Bei der Bindegewebsschwäche handelt es sich um einen natürlichen Alterungsprozess, weil das Bindegewebe im Laufe der Jahre an Elastizität verliert. Sobald wir älter werden, stellt der Körper weniger Kollagen her. Kollagen ist ein Protein, das hauptsächlich im Bindegewebe vorkommt. Zu den wichtigsten Baustoffen der kollagenen Fasern zählen Vitamin C und Lysin. Lysin ist eine essenzielle Aminosäure (Eiweissbaustein), die der Körper nicht bilden kann. Vitamin C ist hingegen ein wasserlösliches Vitamin, das wir ebenfalls mit der Nahrung zuführen müssen. 

Je älter wir werden, desto weniger Kollagen kann der Körper speichern. In erster Linie versorgt unser Organismus die Organe, Gelenke und Muskeln mit Kollagen, um das Stützgewebe aufrechtzuerhalten. Für die Haut bleibt allerdings deutlich weniger Kollagen übrig, weshalb sie allmählich erschlafft. Auch lässt die Spannkraft der Blutgefässe nach, sodass Besenreiser, Krampfadern oder Hämorrhoiden entstehen.

Bindegewebsschwäche ist allerdings nicht nur eine Alterserscheinung. Auch kommen Bewegungsmangel, Genussgifte (Nikotin, Alkohol) und eine einseitige, zucker- und fettreiche Ernährung als Ursachen infrage.

Symptome einer Bindegewebsschwäche

Eine Bindegewebsschwäche entwickelt sich langsam. Viele Betroffene bemerken das Problem zunächst gar nicht, bis

  • Dehnungsstreifen
  • Hautvertiefungen
  • Besenreiser
  • Krampfadern

entstehen.

Krampfadern Varizen
Krampfadern © zlikovec / Fotolia

Wer unter einer Bindegewebsschwäche leidet, neigt auch häufiger zu:

Cellulite, auch als Orangenhaut bezeichnet, bildet sich vor allem im fortgeschrittenen Stadium einer Bindegewebsschwäche. An den Oberschenkeln sind kleine Vertiefungen erkennbar, die sich auch am Gesäss oder Bauch zeigen. Cellulite wird durch die vermehrte Einlagerung von Fett hervorgerufen. Zwar bezeichnen einige Menschen die Orangenhaut auch gerne als Cellulitis, jedoch handelt es sich hierbei um eine äusserst schmerzhafte Entzündung der Lederhaut, des Unterhautbindegewebes und Unterhautfettgewebes.

Auch machen Mediziner den weiblichen Östrogenspiegel für eine Bindegewebsschwäche verantwortlich, weshalb Männer weitaus seltener betroffen sind als Frauen. Vielleicht gehören Sie auch zu denjenigen, die die unterschiedlichsten Diäten ausprobieren. Hungerkuren rufen jedoch einen klassischen Jo-Jo-Effekt hervor. Da die raschen Gewichtsveränderungen das Bindegewebe stark belasten, können Dehnungsstreifen entstehen.

Eine Bindegewebsschwäche wirkt sich auch auf die Blutgefässe negativ aus, da dadurch die Spannkraft der Gefässwände nachlässt. Dann entstehen hauchfeine, bläuliche Äderchen (Besenreiser), die sich bevorzugt an den Oberschenkeln zeigen. Wird die Bindegewebsschwäche nicht behandelt, können irgendwann Krampfadern entstehen.

Eine Bindegewebsschwäche ist zwar nicht heilbar, die Symptome lassen sich aber gut behandeln. Die Cellulite sollten Sie ein Stück weit akzeptieren - sie gehört bei den meisten Frauen einfach dazu und lässt sich auch durch viel Sport und gesunde Ernährung nicht immer in den Griff bekommen.

Bindegewebsschwäche vorbeugen: So geht's!

Eine Bindegewebsschwäche ist in erster Linie ein kosmetisches Problem, das sich so leicht nicht beheben lässt. Viele Betroffene greifen heutzutage auf Schönheitsoperationen zurück, um den Fettpölsterchen, Besenreisern und Krampfadern den Kampf anzusagen. Während Ärzte die Gefässe veröden, wird das überschüssige Fett abgesaugt.

Schönheitsoperationen sind allerdings mit einem erhöhten gesundheitlichen Risiko verbunden, weshalb Ärzte sie vielmehr bei extremen und krankheitsbedingten Fetteinlagerungen empfehlen. Mit einer gesunden Ernährung und ausreichend Bewegung können Sie einer Bindegewebsschwäche auch ohne OP entgegenwirken.

1. Trinken Sie ausreichend!

Trinken Sie mindestens anderthalb bis zwei Liter täglich. Durch die erhöhte Flüssigkeitszufuhr wirkt das Gewebe straffer. Stoffwechselprodukte, die den Körper unnötig belasten, werden besser abtransportiert. Trinken Sie lieber Kräutertee und stilles Wasser, anstatt auf süsse Fruchtsäfte und Cola zurückzugreifen.

2. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung!

Reduzieren Sie den Zucker- und Fettkonsum und versorgen Sie Ihren Körper mit Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten (Sojabohnen, Bohnen & Linsen), die mit lebenswichtigen Nährstoffen angereichert sind. Sanddornbeeren, Hagebutten und Zitrusfrüchte enthalten viel Vitamin C, das als wichtiger Baustein des Bindegewebes gilt.

Ein ebenso essenzieller Nährstoff ist die Aminosäure Lysin, die in Walnüssen, Buchweizen, Vollkornreis und Erbsen steckt. Glutenfreies Getreide (Hirse, Quinoa & Buchweizen) enthält reichlich Kieselsäure, die für die Elastizität der Haut unentbehrlich ist. Fleisch und Milchprodukte sind hingegen als Säurebildner bekannt, die Cellulite begünstigen.

3. Regelmässige Bewegung

Bewegen Sie sich regelmässig: Sport begünstigt ein festes Bindegewebe. Eine Mischung aus Ausdauer- und Kraftsport ist diesbezüglich ideal, um die Muskeln und das Bindegewebe gleichermassen zu straffen und überschüssige Fettreserven abzubauen.

4. Übergewicht vermeiden

Übergewicht ist schädlich für das Bindegewebe. Quälen Sie sich jedoch nicht mit drastischen Diäten, um einen klassischen Jo-Jo-Effekt zu vermeiden. Häufige Gewichtsschwankungen verursachen Dehnungsstreifen, weil sie das Bindegewebe belasten.

5. Die Haut vor übermässiger Sonneneinstrahlung schützen

UV-Strahlung schädigt die elastischen Fasern des Bindegewebes. Verwenden Sie im Sommer einen hohen Lichtschutzfaktor, um Ihre Haut vor der Sonne zu schützen. Generell gilt: Je heller die Haut ist, desto grösser sollte der Lichtschutzfaktor sein.

Fazit zur Bindegewebsschwäche

Bindegewebsschwäche ist nicht nur eine Begleiterscheinung des Älterwerdens. Hauptsächlich sind falsche Essgewohnheiten und Bewegungsmangel für eine Schwächung des Bindegewebes verantwortlich. Wer allerdings viel Sport treibt, viel Wasser trinkt und sich gesund ernährt, kräftigt das Bindegewebe und die Muskeln.

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