Krebstherapie

Die Diagnose Krebs zählt zu den schweren Schicksalsschlägen des Lebens. So fühlen sich Betroffene und deren Angehörige den Konsequenzen der schleichenden Erkrankung meist hilflos ausgeliefert. Neben den neuen körperlichen Herausforderungen sind ebenso die psychischen Belastungen eines Alltags mit Krebs nicht zu unterschätzen. Diese reichen von geistigen Erschöpfungszuständen bis hin zu einer gewollten oder ungewollten sozialen Isolation.

Aufgrund der möglichen Einschränkungen ist Ratlosigkeit nur allzu verständlich. Auf lange Sicht empfiehlt es sich jedoch, zugunsten eines verbesserten Gesundheitszustands wieder Mut zu fassen. Eine individuell auf den Erkrankten zugeschnittene Krebstherapie trägt hierzu ihren wesentlichen Teil bei.

Themenübersicht dieses Artikels

Wann kommt eine Krebstherapie infrage?

Da jede Krebserkrankung unterschiedlich verläuft, lässt sich diese Frage nicht pauschalisieren. Ein unumstössliches Kriterium für deren Beantwortung ist in jedem Fall der derzeitige Zustand des Patienten. Lässt das persönliche Befinden eine Operation zu, ist diese je nach Krebstypus und Tumorstreuung die erste Wahl. Metastieren die Tumorzellen bereits, ist auf eine OP in der Regel zu verzichten. Der Fortschritt des Krebsstadiums wirkt sich ebenso wie das Lebensalter auf die Durchführbarkeit einer Therapie aus.

Krebstherapie
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Heilsame Verfahren im Kampf gegen Krebs

Obwohl eine Chemotherapie häufig von Erfolg gekrönt ist, zerrt diese Behandlung an den Nerven und Kräften aller Beteiligten. Gleichzeitig sind Schmerzen und Nebenwirkungen nicht auszuschliessen. In ausführlicher Absprache mit der betreuenden Onkologie wird daher festgestellt, ob und wann diese Medikamentenbehandlung sinnvoll ist.

Kombiniert mit der Chemotherapie bewährt sich auch Methadon als heilsame Chance für Krebspatienten: Das Schmerzmittel lässt die Zellwände durchlässiger werden. Dadurch können die verabreichten Medikamente ihre Wirkung trotz möglicher Abwehrreaktion des Immunsystems zielgerichteter entfalten. Eine neurologische Studie legt ausserdem nahe, dass dessen Verabreichung mit weniger Nebenwirkungen als erwartet verbunden ist.

Die Strahlentherapie oder Radiotherapie stellt eine weitere gängige Krebstherapieform dar. Laut Aufzeichnungen kommt jeder zweite Patient im Laufe seiner Krankheit mit diesen heilenden Strahlen in Berührung. Die perkutane Bestrahlung als Behandlung ausserhalb des Körpers wird bevorzugt. Aufgrund des technischen Fortschritts verbessert sich die Therapiemassnahme zusehends. Ärzte nutzen diese, um Tumorzellen und deren Reste vergleichsweise gewebeschonend abzutöten.

Strahlentherapie
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Alternative Therapien im Fokus

Pflanzliche Präparate, Akupunktur, Homöopathie und Nahrungsergänzungsmittel zählen zur sogenannten komplementären Krebstherapie.

Die gerne als "sanft" bezeichneten Behandlungsmethoden sollen den Genesungsprozess in Verbindung mit der Schulmedizin beschleunigen. Unter Krebspatienten sind diese je nach Fortschritt der Erkrankung sehr beliebt. Das erklärt sich mit dem Wunsch, den Heilungsprozess aktiv zu unterstützen. Aus medizinischer Sicht sind die komplementären Massnahmen nicht zuletzt aufgrund fehlender Studien umstritten.

Potenzielle Nebenwirkungen und Komplikationen

Spezielle Diäten und die Einnahme hoch dosierter Vitamine sollen das Immunsystem während der onkologischen Reha oder der Chemotherapie stärken. Es versteht sich von selbst, dass hierbei eine massive Mineralstoffüberversorgung des Organismus nicht auszuschliessen ist. Gleichzeitig bergen Krebsdiäten die Problematik einer Nährstoffunterversorgung.

Technische Verfahren wie die Krebsmehrschritttherapie nach Ardenne als Teil der komplementären Krebsbehandlung stehen ausserdem in der Kritik, lebensbedrohliche Komplikationen zu verursachen. Eine ausführliche Rücksprache mit den involvierten Ärzten ist daher ausdrücklich empfohlen, besteht Interesse an diesen Massnahmen.