Sarkom - Medizinische Experten

Sarkome sind meistens bösartige Tumoren. Sie können sowohl im Weichteilgewebe als auch im Knochen vorkommen. Abhängig von Grösse und Lage des Tumors kommen unterschiedliche Behandlungsmethoden in Frage.

Hier finden Sie ausgewählte medizinische Experten für die Behandlung von Sarkomen sowie weiterführende Informationen.

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Sarkom - Weitere Informationen

Wer an seinem Körper eine Schwellung entdeckt, mag sich im ersten Moment noch nichts Böses dabei denken. Doch bei diesen Schwellungen kann es sich um sogenannte Sarkome handeln: bösartige Tumore, die sowohl vom Weichteilgewebe als auch von den Knochen ausgehen können. Wie bei vielen anderen Krebsarten auch gilt, dass die Heilungschancen von verschiedenen Faktoren abhängig sind, unter anderem vom Zeitpunkt der Diagnose.

Was versteht man unter einem Sarkom?

Sarkome zählen zu den bösartigen Tumoren, die allerdings sehr selten vorkommen. Sie können zum Beispiel vom Weichteilgewebe ausgehen. Darunter fallen etwa Fettgewebe, Muskulatur und Bindegewebe. Auch das Knochengewebe kann ein Ursprungsherd sein. Knochentumore kommen etwa bei 0,1 Prozent der Erwachsenen vor, bei Weichteilsarkomen spricht man von etwa einem Prozent. Insgesamt gibt es 79 verschiedene Typen von Weichteilsarkomen. Knapp über 60 von ihnen gelten als bösartig und sind somit in der Lage, Metastasen zu bilden, sich also zu auszubreiten. Es gibt aber auch Sarkome, die nur lokal wachsen. Hierbei spricht man von intermediären Sarkomen.

Unter anderem gibt es folgende Arten von Weichteilsarkomen:

  • Bindegewebe
  • Fettgewebe
  • Synoviales Gewebe
  • Glattes und quergestreiftes Muskelgewebe
Bei Knochensarkomen gibt es folgende Typen:
  • Osteosarkom, umgangssprachlich „Knochenkrebs
  • Chrondrosarkom
  • Ewing-Sarkom

Wie entsteht ein Sarkom?

Die konkrete Entstehung von Sarkomen ist nicht abschliessend geklärt. Allerdings scheint es diverse Faktoren zu geben, die sie zumindest begünstigen können. So zählt zum Beispiel die Bestrahlung als möglicher Risikofaktor. Asbest oder PVC sollen ebenfalls in Verbindung mit der Bildung von Sarkomen stehen. Bei Weichteilsarkomen spielen womöglich auch diverse Erkrankungen eine Rolle, zum Beispiel die Neurofibromatose. Bei Knochensarkomen hingegen können genetische Ursachen Ursache sein.

Wie wird ein Sarkom festgestellt und welche Symptome können auftreten?

Damit ein Sarkom auch zweifelsfrei als solches erkannt werden kann, führen die Mediziner eine Biopsie durch. Hierbei wird dem Patienten Gewebe entnommen und anschliessend untersucht. Diese Diagnose gilt für alle Formen des Tumors. Was sie so gefährlich macht: Es kommt in vielen Fällen, zum Beispiel bei Weichteilsarkomen, zunächst zu einer Schwellung, die keinerlei Schmerzen verursacht. Bei längerem Bestehen und Wachstum kann es allerdings zu einem späteren Zeitpunkt zu Schmerzen oder Funktionseinschränkungen des betroffenen Körperteils kommen. Wenn der Tumor bereits sehr lange besteht, kann unter Umständen auch Gewichtsverlust die Folge sein.

Sollte der Verdacht auf ein Sarkom bestehen, dann helfen hier bildgebende Verfahren wie etwa ein MRT. Ist es lokalisiert, folgt die bereits erwähnte Biopsie. Im weiteren Verlauf gibt es auch Untersuchungen, die Aufschluss über mögliche Metastasen geben. Sarkome vermehren sich in der Regel über die Blutbahn, sodass es auch in anderen Organen wie etwa der Lunge zu Metastasen kommen kann.

Diese Symptome können auf ein Sarkom hinweisen:

  • Lokale Schwellung (teilweise schmerzlos)
  • Schmerzen
  • Funktionseinschränkungen durch Wachstum des Sarkoms

Wie wird ein Sarkom behandelt?

Die Therapie eines Sarkoms hängt unter anderem davon ab, wie schnell es erkannt und eine Behandlung überhaupt angestossen wird. Darüber hinaus spielt auch die Beurteilung der Tumore eine grosse Rolle. Hierbei werden die Sarkome in ihrer Beschaffenheit voneinander unterschieden. Ähneln sich zum Beispiel die Zellen des Tumors und des Gewebes stark, dann handelt es sich um differenzierte Tumorzellen. Undifferenzierte Tumorzellen sind meist so entartet, dass zum Beispiel deren Herkunft nicht mehr bestimmt werden kann. Grundsätzlich gibt es mehrere Methoden, um ein Sarkom zu therapieren. Handelt es sich zum Beispiel um ein differenziertes Sarkom von moderater Grösse, dann kann die operative Entfernung ausreichend sein. Sollte der Tumor allerdings nicht vollständig entfernt werden können oder zu den undifferenzierten zählen, dann ist auch eine Strahlentherapie nach der operativen Entfernung angezeigt. Bei Weichteilsarkomen kann unter Umständen auch eine Chemotherapie zum Einsatz kommen. Zum Beispiel dann, wenn die Sarkome (noch) nicht operiert werden können, kann sie – eventuell mit einer zusätzlichen Strahlentherapie – dafür sorgen, dass der Tumor entfernt werden kann. Eine weitere Methode, deren Wirkung aber nicht bewiesen ist, ist die Hyperthermie, bei der der Tumor mit grosser Wärmeeinstrahlung behandelt wird. Bei Knochensarkomen hingegen kommt in der Regel immer eine Chemotherapie zum Einsatz, sowohl vor als auch nach dem operativen Eingriff.

Mögliche Behandlungsmethoden:

  • Operation
  • Strahlentherapie
  • Hyperthermie
  • Chemotherapie

Die Heilungschancen bei einem Sarkom

Die Frage nach Heilungschancen und Prognose kann nicht pauschal beantwortet werden. Es gibt mehrere Faktoren, die hierauf einen Einfluss haben. Zum Beispiel geht es darum, ob das Sarkom komplett entfernt werden konnte oder ob es vielleicht zu Metastasen gekommen ist. Auch die Beschaffenheit des Tumors spielt eine Rolle. Wichtig ist bei der Prognose auch die regelmässige Kontrolle im Rahmen der Behandlung. Diese erfolgt zu Beginn sehr engmaschig, damit bei Problemen, zum Beispiel bei einem Rezidiv, das heisst einem Rückfall, oder neuen Metastasen reagiert werden kann. Auch wird im Rahmen der Nachsorge geprüft, ob eventuell andere Organe Schaden genommen haben. Von einer Heilung kann man erst dann sprechen, wenn der Patient über einen Zeitraum von fünf Jahren ohne neuen Befund bleibt. Allerdings ist dies auch keine Garantie dafür, dass nicht zu einem späteren Zeitpunkt erneut Probleme auftreten können.

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