Röntgenreizbestrahlung - Medizinische Experten

Die Röntgenreizbestrahlung, auch Schmerzbestrahlung, Orthovolttherapie oder Röntgentiefentherapie genannt, ist eine Form der Strahlentherapie, die zur Behandlung von gutartigen Erkrankungen, insbesondere Verschleisserscheinungen und Entzündungen der Gelenke und der Weichteile, angewandt wird.

Weitere Informationen zur Röntgenreizbestrahlung finden Sie weiter unten.

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Röntgenreizbestrahlung - Weitere Informationen

Was ist Röntgenreizbestrahlung?

Die auch als Strahlentherapie bei gutartigen Erkrankungen bezeichnete Röntgenreizbestrahlung wird bereits seit über 100 Jahren zur Behandlung verschiedener Krankheitsbilder eingesetzt. Dabei werden die zu behandelnden Körperstellen niedrigdosierter Röntgenstrahlung ausgesetzt, wodurch diverse Prozesse im kranken Gewebe in Gang gesetzt werden. Zwar ist ihre Wirkungsweise noch nicht vollends geklärt, doch wird angenommen, dass u.a. die Durchblutung gesteigert und die Aktivität von Immunzellen, die bei Entzündungen eine wichtige Rolle spielen, und Fibroblasten, die für die Bildungen von Narben verantwortlich sind, gehemmt wird. Dadurch werden zwar nicht die anatomischen Veränderungen, die zu den Schmerzen geführt haben, korrigiert, es werden jedoch die entzündlichen Begleiterscheinungen positiv beeinflusst. Innerhalb von Tagen oder Wochen (manchmal Monaten) kann es zur Schmerzlinderung oder gar völligen Schmerzfreiheit kommen.

Bei welchen Krankheiten und Beschwerden kommt die Röntgenreizbestrahlung zum Einsatz?

Die Schmerzbestrahlung wird vor allem zur Behandlung von chronischen Schmerzen aufgrund von Verschleisserscheinungen (Arthrose) und Gelenkentzündungen beispielsweise an Hüfte, Knie, Schulter und Ferse eingesetzt:

  • Röntgenreizbestrahlung der Hüfte bei Hüftgelenksschmerzen durch Arthrose (sog. Schmerzbestrahlung bei Hüftarthrose) oder Schleimbeutelentzündungen (Bursitis)
  • Röntgenreizbestrahlung der Schulter bei schmerzhafter Arthrose im Bereich der Schulter (Schulterarthrose), schmerzhafter Schultersteife, schmerzhaften Schultergelenksverkalkungen oder Schleimbeutelentzündungen (Bursitis)
  • Röntgenreizbestrahlung der Knie bei Kniegelenksarthrose
  • Röntgenreizbestrahlung der Ferse oder Achillessehne bei schmerzendem Fersensporn (sog. Schmerzbestrahlung bei Fersensporn) oder Achillessehnenreizung.

Aber auch bei Arthrosen anderer Gelenke, Keloiden (übermässige Narbenbildung), Morbus Dupuytren, Tennisellenbogen, Sehnenentzündungen (Tendinitis), Gynäkomastie und Psoriasis findet diese Form der Strahlentherapie Anwendung. Die Schmerzbestrahlung bei Fersensporn ist aber die am häufigsten durchgeführte Therapie.

Vorteile der Röntgenreizbestrahlung

Die Schmerzbestrahlung ist ein wenig aufwendiges und schmerzloses Verfahren, das insbesondere bei Patienten angewendet wird, bei denen andere Behandlungsoptionen, wie medikamentöse Therapien oder Operationen, nicht den gewünschten Erfolg erzielt haben. Verglichen mit den möglichen Nebenwirkungen von Schmerzmedikamenten sind die unerwünschten Wirkungen der Orthovolttherapie relativ harmlos.

Welche Fachärzte und Spezialkliniken führen die Röntgenreizbestrahlung durch?

Spezialisten für Röntgenreizbestrahlung sind meist Fachärzte der Radiologie (Strahlentherapeuten), die häufig an spezialisierten Kliniken für Röntgenreizbestrahlung (Strahlenklinken) im interdisziplinären Team mit Fachärzten anderer Gebiete (z.B. Orthopäden, Rheumatologen) auf Basis der Krankengeschichte, der Beschwerden und der Befunde über die Notwendigkeit einer Schmerzbestrahlung entscheiden. Bei der Planung der Behandlung werden die Spezialisten für Röntgenreizbestrahlung häufig von Medizinphysikern unterstützt.

Welche Verfahren kommen bei Röntgenreizbestrahlung zum Einsatz?

Bei der Schmerzbestrahlung kommen vom Prinzip her dieselben Geräte (Linearbeschleuniger, Orthovolt-Röntgentherapiegerät), die auch bei der Bestrahlung von Krebsbehandlungen verwendet werden, zum Einsatz. Während allerdings die Strahlendosis bei Krebsbestrahlung mindestens 45 bis 70 Gy beträgt, werden bei Schmerzbestrahlungen lediglich Strahlendosen von 0,5 bis 2 Gy (beim Fersensporn bis zu 24 Gy) eingesetzt.

Wie läuft die Behandlung mittels Röntgenreizbestrahlung ab?

Nachdem die Spezialisten für Röntgenreizbestrahlung die zu bestrahlende Körperregion, die Strahlendosis, die Häufigkeit der Behandlung und die Strahlenrichtung festgelegt haben, werden die empfindlichen, nicht zu bestrahlenden Regionen (z.B. Keimdrüsen, Schilddrüse) durch Bleiabdecklungen geschützt. Während der nur wenige Sekunden oder Minuten andauernden, schmerzlosen Behandlung sollte sich der Patient nicht bewegen. Die Bestrahlung wird in der Regel mehrmals innerhalb von etwa zwei bis vier Wochen wiederholt. Ggf. muss die Behandlung nach einem Jahr nochmals durchgeführt werden.

Mit welchen Nebenwirkungen ist bei der Röntgenreizbestrahlung zu rechnen?

Zwar wird nur eine sehr geringe Strahlendosis angewandt, dennoch besteht durch Schmerzbestrahlung ein geringfügig erhöhtes Risiko, dass sich ein Tumor und Funktionsstörungen (z.B. des Herzens und der Keimdrüsen) entwickeln. Deshalb müssen Patienten mindestens ein halbes Jahr lang nach der Behandlung nachuntersucht werden. Insgesamt gesehen kommt es aber nur selten zu Nebenwirkungen wie Hautreizungen (Rötung, Entzündung, Trockenheit). Auch kann anfangs der Schmerz zunehmen, bevor er sich dann bessert.

Wie finde ich die „beste Klinik“ für Röntgenreizbestrahlung?

Eine Klinik als „beste Klinik“ oder „Top Klinik“ für Röntgenreizbestrahlung zu bezeichnen ist nicht möglich. Sehr wohl gibt es Ärzte und Kliniken, die sich auf die Schmerzbestrahlung von Verschleisserscheinungen und Entzündungen der Gelenke spezialisiert haben und über grosse Erfahrung verfügen. Diese Experten finden Sie im Leading Medicine Guide.

Was macht unsere Ärzte zu Spezialisten für Röntgenreizbestrahlung?

Im Leading Medicine Guide werden nur ausgewählte hochqualifizierte medizinische Experten und Spezialisten präsentiert. Alle gelisteten Ärzte haben eine hohe fachliche Expertise, verfügen über exzellente Erfahrungen im Bereich Röntgenreizbestrahlung und erfüllen die strengen Aufnahmekriterien des Leading Medicine Guide.

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