Gebärmutterhalskrebs - Medizinische Experten

Wenn es um Krebserkrankungen bei Frauen geht, denken viele Menschen in erster Linie an Brustkrebs. Dabei gehört der Gebärmutterhalskrebs zu den drei Krebsarten mit der höchsten Sterberate bei Frauen. Ausgelöst wird dieser Krebs in der Regel durch das HPV-Virus, von dem es eine Vielzahl verschiedener Typen gibt. Einige dieser Typen gelten als besonders gefährlich. Für die Frauen gibt es einige Vorsorgemassnahmen, die sie treffen können. Zudem gibt es für junge Mädchen mithilfe einer Impfung gute Chancen, sich vor dieser Krebsart zu schützen.

Weitere Informationen zu Gebärmutterhalskrebs finden Sie im Text weiter unten.

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Gebärmutterhalskrebs - Weitere Informationen

Worum genau handelt es sich bei Gebärmutterhalskrebs?

Der Gebärmutterhalskrebs ist eine bösartige Veränderung des Gebärmutterhalsgewebes, welche oft im Bereich des Muttermundes auftritt. Der Gebärmutterhals befindet sich im unteren Bereich der Gebärmutter. In der Fachsprache wird der Krebs auch als Zervixkarzinom bezeichnet. Statistisch gesehen sind Frauen im Alter zwischen 40 und 59 Jahren besonders häufig von Gebärmutterhalskrebs betroffen. Viele Frauen sind bei der Diagnose sogar noch jünger. Im Anfangsstadium kann sie oft unbemerkt bleiben, wobei es bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf unter anderem zu Schmierblutungen, Schmerzen oder Ausfluss kommen kann.

Was sind die Ursachen für Gebärmutterhalskrebs?

Die Ursache liegt in der Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV), von denen einige als besonders aggressiv und somit als auslösend für diese Krebsform gelten. Übertragen werden diese Viren beim Geschlechtsverkehr. Normalerweise werden sie vom Immunsystem bekämpft. Allerdings gelingt es diesem manchmal nicht all diese Viren wirksam auszuschalten, sodass einige von ihnen in der Gebärmutterschleimhaut zurückbleiben. In der Folge kann dies zu Veränderungen im Gewebe führen und letztlich auch zum Krebs. Vereinfacht gesagt, kann man festhalten, dass der Gebärmutterhalskrebs die direkte Folge einer Infektion ist. Wenn die Infektion nicht rechtzeitig erkannt oder behandelt wird, dann kommt es zur Krebserkrankung.

Welche Symptome treten bei Gebärmutterhalskrebs auf?

Bei dieser Erkrankung kann es geschehen, dass zunächst gar keine Beschwerden auftreten, sodass die zugrundeliegende Infektion gar nicht wahrgenommen wird. Viele Symptome zeigen sich nämlich erst, wenn die Infektion bereits vorangeschritten ist. Zu diesen Symptomen zählen zum Beispiel Zwischenblutungen ausserhalb des normalen Zyklus. Aber auch Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr können auf Gebärmutterhalskrebs hinweisen. Ein streng riechender Ausfluss kann ebenfalls zu den Begleiterscheinungen gehören. Zu den eher typischen Symptomen zählen Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sowie im Bereich des Beckens. Weitere Beschwerden müssen nicht zwingend direkt im Unterbauch auftreten, es kann sich auch über Rückenschmerzen, Gewichtsabnahme, Schwellungen oder Harnwegsinfekte äussern. Folgende Symptome können Anzeichen von Gebärmutterhalskrebs sein:

  • Blutungen ausserhalb des Monatszyklus
  • Schmierblutungen
  • Blutungen beim Sex
  • Rückenschmerzen
  • Harnwegsinfekte
  • Schmerzen im Beckenbereich

Wie kann Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert werden?

Da es bei dieser Krankheit lange Zeit keine Anzeichen gibt, kann hier bereits eine frühe Vorsorge ab dem 20. Lebensjahr sinnvoll sein. Ab diesem Alter werden die Vorsorgeuntersuchungen einmal im Jahr auch von den Krankenkassen getragen. Diese Untersuchungen sind übrigens auch für Frauen, die gegen das HPV-Virus geimpft wurden, Pflicht, denn die Impfung kann keinen hundertprozentigen Schutz garantieren. Bei der Untersuchung begutachtet der Arzt den Muttermund und wird einen Abstrich aus dem Gebärmutterhalskanal entnehmen. Mithilfe des sogenannten PAP-Tests werden diese Abstriche dann genauer untersucht. Hierbei wird gezielt auf Zellveränderung geachtet, die einen Hinweis auf eine mögliche Erkrankung liefern können. Das weitere Untersuchungsintervall richtet sich nach der Art der Veränderung. Eine Koloskopie oder eine Biopsie können im Rahmen der Untersuchungen ebenfalls zum Einsatz kommen.

Wie wird der Gebärmutterhalskrebs behandelt?

Die Art und Weise der Therapie hängt vom Stadium der Erkrankung ab. Wenn es sich nur um leichte Veränderungen handelt, bestehen gute Chancen, dass diese sich von allein wieder zurückbilden. Bei grösseren Veränderungen kann es durchaus zu operativen Eingriffen kommen. Anschliessende Behandlungsmethoden sind möglicherweise eine Strahlentherapie oder eine Chemotherapie. Bei einer Operation werden Teile des Muttermunds und der Gebärmutterschleimhaut entfernt. Sollte es sich um ein frühes Stadium handeln und die Patientin noch über einen Kinderwunsch verfügen, kann auch die sogenannte Konisation angewendet werden. Es handelt sich hierbei um eine Gewebeentnahme, die mithilfe einer elektrischen Schlinge, eines Skalpells oder Lasers vonstattengehen. Mögliche Behandlungsmethoden bei Gebärmutterhalskrebs:

  • Entfernung von Muttermund und Gebärmutterschleimhaut
  • Konisation
  • Bestrahlung
  • Chemotherapie

Wie sieht die Prognose bei Gebärmutterhalskrebs aus?

In den frühen Stadien gelten die Heilungschancen bei Gebärmutterhalbkrebs als sehr gut. Dies gilt sowohl für die Vorstufen als auch für die frühen Krebsstufen. Wenn die Tumore allerdings wachsen oder sich auch auf andere Bereiche des Körpers ausdehnen, sinken die Heilungschancen.

Wie kann man sich vor Gebärmutterhalskrebs schützen?

Es gibt einige Dinge, die Frauen tun können, um sich vor dieser Krankheit zu schützen. Eine Möglichkeit ist das Praktizieren von Safer Sex. Zwar können mithilfe von Kondomen nicht alle Gefahren der Virenübertragung ausgeschlossen werden, aber das Risiko kann so zumindest gesenkt werden. Ausserdem empfiehlt es sich, bereits in jungen Jahren die Vorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen. So können Gefahrenherde frühzeitig erkannt und behandelt werden. Darüber hinaus kann auch eine Impfung das Infektionsrisiko senken, wenngleich auch diese Impfung keinen vollständigen Schutz darstellt. Wichtig ist hierbei, dass diese Schutzimpfung bereits vor dem ersten Geschlechtsverkehr durchgeführt wird.

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