Hirntumor-OP - Medizinische Experten

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Hintergrundinformationen zum Hirntumor


Die Ursachen für einen Gehirntumor sind auch heutzutage weitestgehend ungeklärt. Sowohl schwere Kopfverletzungen, als Stress, schädliche Umwelteinflüsse oder die Frequenzwellen von Mobilfunkmasten führen nicht zu einem erhöhtem Risiko an einem Hirntumor zu erkranken.

Lediglich bei wenigen Fällen eines Hirntumors sind die zu Grunde liegenden Erkrankungen für den Tumor im Gehirn verantwortlich und erblich bedingt.
Der Hirntumor entsteht wie ein Tumor in anderen Gewebe und ist auf ein unkontrolliertes Zellwachstum, das zu einer Wucherung führt, zurück zu führen.
Weltweit liegt die Zahl der Betroffenen, die einen bösartigen Hirntumor haben, bei durchschnittlich 3,5 Menschen von 100 000. Die Zahl der Neuerkrankungen nimmt von Jahr zu Jahr zu.
Die exakte Diagnose und die Feststellung der Art des Hirntumors sind ausschlaggebend für die anschliessende Therapie. Die Entscheidung, ob eine Hirntumor-OP Sinn macht.

Tumorarten bei Hirntumor


Es gibt insgesamt 130 unterschiedliche Tumorarten von Hirntumoren. Dabei unterscheiden sich diese Tumore im Hirn hinsichtlich ihrer Lokalisation innerhalb des Gehirns, des Gewebes von dem sie ausgehen oder der Geschwindigkeit ihrer Ausbreitung.

Die WHO (World Health Organization) unterscheidet bei der Einteilung eines Hirntumors zwischen fünf Schweregraden. Grad I. beschreibt einen gutartigen Hirntumor, der langsam wächst. Grad IV. einen schnellwachsenden, bösartigen Tumor des Gehirns.
Die Schweregrade beziehen sich also nicht nur direkt auf die Wachstumsgeschwindigkeit des Hirntumors, sondern auch auf die zu erwartende Prognose hinsichtlich des Ansprechens des Hirntumors auf bevorstehende Therapien.
Von den derzeit 130 benannten und unterschiedenen Arten von Hirntumoren sind das Akustikusneurinom, das Astrozytom, das Glioblastom, das Menigeom, der Hypophysentumor oder Hirnmetastasen nur einige Beispiele. Sie haben unterschiedliche Klassifizierungen und unterschieden sich in ihrem Standort innerhalb des Gehirns, hinsichtlich des betroffenen Gewebes und ihrer Ausbreitungsgeschwindigkeit.
Bei den Hirnmetastasen beispielsweise handelt es sich sogar um sekundäre Tumore, die auf eine andere Krebsart ausserhalb des Gehirns, wie zum Beispiel Hautkrebs, zurück zu führen sind.

Die Ursachen für einen Hirntumor


Die zugrunde liegenden Ursachen für die Erkrankung an einem Hirntumor sind derzeit noch ungeklärt. Ausser der direkten Bestrahlung eines anderen Organs wegen einer Grunderkrankung, konnten bislang keine anderen Ursachen eindeutig benannt werden.

Die Forschung vermutet aber, dass sowohl onkogene Viren, als auch ionisierende Strahlung Grund für die Ausbildung eines Hirntumors sein können.
Auch ein genetisches oder hormonales Risiko könnte für die Entstehung eines Hirntumors verantwortlich sein.
Von einigen wenigen Erbkrankheiten, die das Wachstum eines Hirntumors bedingen, ist die Erkrankung an einem Hirntumor aber nicht nachweisbar erblich bedingt. Ein Beispiel dafür ist die Neurofibromatose Typ 1 und 2.

Die Symptome bei Hirntumoren


Die benannten 130 unterschiedlichen Tumorarten können ganz unterschiedliche Symptome haben. Es kann also im allgemeinen nicht von einem Krankheitszeichen gesprochen werden, das für alle Tumorarten charakteristisch ist.

Trotzdem haben auch die unterschiedlichen Hirntumoren Symptome, die verschiedenen Tumorarten gemeinsam ist. Die Auswirkungen eines Hirntumors sind insbesondere von dessen Lokalisation innerhalb des Gehirns abhängig.
Ein Akustikusneurinom WHO-Grad I, welches auf der Hirnseite des Inneren Gehörgangs lokalisiert ist, hat zum Beispiel Symptome wie einseitige Hörminderung, Schwindelanfälle oder Gleichgewichtsstörungen zur Folge.
Während ein Glioblastom WHO-Grad IV, an unterschiedlichen Stellen innerhalb des Gehirns sitzen kann, aber immer von Gliazellen ausgeht. Das Glioblastom kann neurologische Ausfälle, Epileptische Anfälle oder Persönlichkeitsveränderungen bedingen.
Da Experten für Neurologie und Neurochirurgie anhand der Symptome eines Hirntumors auf dessen Lokalisation im Gehirn schliessen können, sind diese ein erstes Anzeichen für die weitergehende Diagnose.
Wenn die Klassifizierung des Tumors erfolgt ist, gibt es ausserdem noch einen Index um die Beeinträchtigungen des Patienten zu beurteilen. Diese Form der Leistungsbeeinträchtigung eines Betroffenen mit Hirntumor erfolgt nach dem sogenannten Karnofsky-Index, bzw. der ECOG (Eastern Cooperative Oncology Group).

Die Behandlung eines Hirntumors

Die Behandlung eines Gehirntumors ist sehr stark abhängig von der Art des Tumors und seiner Klassifizierung. Aufgrund derer kann der Experte für Neurochirurgie und der Spezialist für Onkologie entscheiden, wie man am sinnvollsten gegen den bestehenden Hirntumor vorgeht. Während einige Formen des Gehirntumors nicht operiert werden können, gibt es welche, die gut zu entfernen sind und somit die Aussichten der folgenden Therapien, wie beispielsweise Bestrahlung oder Chemo, verbessern.

Mittlerweile werden auch die sogenannte Supportivtherapie oder Komplementärtherapie parallel zu Chemo- und Strahlentherapie eingesetzt. Während die Supportivtherapie dazu dient die Begleitsymptome der Krebserkrankung und Nebenwirkungen der Therapien medikamentös zu lindern, wird die Komplementärtherapie in den meisten Fällen von dem Betroffenen selbst in Angriff genommen. Bei der Komplementärtherapie handelt sich um homöopathische Mittel oder Anwendungen der TCM oder dem Ayurweda. Diese Massnahmen sucht der Betroffene eines Hirntumors aus, weil er sie für sinnvoll hält. Obwohl der Patient diese Form der Therapie selbstständig finanzieren muss, sollte er sie auf jeden Fall mit seinem behandelnden Arzt abstimmen.
Nur so kann der Experte für Hirntumoren Nebenwirkungen mit anderen Medikamenten oder die Verschlechterung des Allgemeinzustandes ausschliessen.

Hirntumor-OP


Die Operation eines Hirntumor ist nicht bei jeder Tumorart möglich und wird auch dann nur angewendet, wenn es der Allgemeinzustand des Patienten und sein Alter zulassen. Wenn der Hirntumor operiert werden kann, wird die OP von einem Experten für Neurochirurgie durchgeführt, der sich in dem sehr komplexen Gebiet des menschlichen Gehirns bestens auskennt.

Die operative Entfernung eines Hirntumors durch einen Neurochirurgen soll die Verschlechterung des Zustandes des Patienten hinauszögern und damit die Lebensqualität verbessern. Ausserdem die Erfolgsaussichten für nachfolgende Therapien, wie Chemo oder Bestrahlung verbessern.
Die Hirntumor-OP selbst ist ein sehr komplexer Eingriff auf dem Fachgebiet der Neurochirurgie. Bei diesem Eingriff ins Gehirn können wichtige Strukturen verletzt werden. Aus diesem Grund muss mit äusserster Vorsicht vorgegangen werden. Schon eine Probeentnahme des Tumors wird meist mit einem Rahmen zur Fixierung des Schädels durchgeführt um minimalste Bewegungen zu verhindern.
Bei Hirntumor-OPs kann ausserdem die Stereotaxie oder Neuronavigation eingesetzt werden, um die anatomischen Strukturen während der Hirntumor-OP zu kontrollieren und die Hirnfunktionen zu überwachen.
Ausserdem wird dem Patienten ein Präparat verabreicht, welches durch eine Fluoreszenzwirkung betroffenes Gewebe einfärben kann und Strukturen des und um den Tumor herum besser sichtbar machen kann.

Die Risiken und die Nachbehandlung einer Hirntumor-OP


Direkt an die Operation eines Hirntumors bekommt der Patient Cortison und bekommt in den meisten Fällen während der kurzen Reha eine Physiotherapie. Diese ermöglicht, dass der Patient die verlorenen Funktionen von Gehirn und Körper möglichst schnell wieder erlangt.

Ist dies der Fall, kann der Patient nach seiner Hirntumor-OP nach ungefähr sieben bis zehn Tagen das Spital wieder verlassen.
Die zusätzliche Therapie nach der Hirntumor-OP durch einen Experten für Neurochirurgie sieht weitere Gewebeuntersuchungen, eine Bestrahlung oder Chemotherapie vor.
Eine Kontrolle des operierten Gebiets durch bildgebende Verfahren erfolgt im Normalfall nach zwei bis drei Monaten und dann regelmässig. Sollte es sich um einen gutartigen Gehirntumor gehandelt haben, reicht eine Kontrolle des Gehirns nach sechs Monaten aus.