Spezialist für die Meniskus Operation finden

Hier finden Sie medizinische Experten für eine Meniskusoperation in Deutschland.

Alle Ärzte in der Liste sind Spezialisten auf ihrem Gebiet und wurden nach strengen Richtlinien für Sie handverlesen ausgewählt. Wählen Sie einen Standort in Ihrer Nähe. Die Experten nehmen Ihrer Kontaktaufnahme gerne entgegen.

Übersicht

Empfohlene Spezialisten

Meniskuschirurgie - Weitere Informationen

Die Meniskuschirurgie dient der Behandlung von verschleiss- oder unfallbedingten Meniskusrissen. Grundsätzlich lassen sich mit der Meniskusteilresektion, der Meniskusnaht und der Meniskus-Transplantation verschiedene Methoden der Meniskus-OP unterscheiden.

Anatomie, Funktion und Verschleiss der Menisken

Die Menisken sind „halbmondförmige Unterlegscheiben“ auf einem knorpelartigen Gewebe, die wie ein Puffer zwischen Oberschenkelrolle und Schienbeinplateau wirken. Das Meniskusgewebe unterliegt wie alle anderen Gewebe beim Menschen einer natürlichen Alterung. Dieser Alterungsprozess hängt von der angeborenen Qualität des Gewebes ab. Wie bei manchen Menschen das Gewebe der Venen vorzeitig altert, sich dabei erweitert und somit zur Bildung von Krampfadern führt, können die Menisken vorzeitig erweichen und unter dem Druck des Körpergewichtes platzen.

Es ist einleuchtend, dass dieser natürliche Prozess von dem Grad der Belastung im Alltag beeinflusst wird. So ist der vorzeitige Verschleiss der Meniskusscheiben beim Bergarbeiter, der ständig in der Hocke arbeiten muss, als Berufskrankheit anerkannt. Gelöste Meniskusteile „zerkratzen“ die empfindliche Oberfläche des Gelenkkörpers, die einst spiegelnde Oberfläche des Knorpels wird stumpf und erweicht. Dies ist der Ausgangspunkt für eine allmähliche Auflösung des Knorpels bis hin zum Endstadium der Knorpelzerstörung, das als Arthrose bezeichnet wird.

So wie man einen abgefahrenen Reifen beim Auto erst in extremen Situationen spürt, kann ein verschlissener Meniskus über längere Zeit vorhanden sein, bis er schliesslich zum Beispiel nach dem Aufstehen aus einer tiefen Hockstellung zu Schmerzen führt. In diesen Fällen findet man bei der Arthroskopie meistens bereits die oben beschriebenen Knorpelschäden.

Meniskusteilentfernung

Die Teilentfernung der zerstörten Meniskusteile im Rahmen einer arthroskopischen Meniskus-OP sollte daher (nach ihrer klinischen Diagnostik auf Grund von Frühsymptomen) nicht auf sich warten lassen. Zwar wird durch die Entfernung der abgelösten Meniskusteile dessen Pufferwirkung verkleinert, jedoch ist die knorpelzerstörende Wirkung der nicht entfernten defekten Meniskusanteile wesentlich gravierender als die Pufferminderung nach Teilentfernung.

Meniskusnaht

Bei unfallbedingten Rissbildungen des Meniskus sollte eine Entfernung nach Möglichkeit vermieden werden. Insbesondere Kreuzbandverletzungen sind häufig mit Meniskusrissen verbunden. Hier finden verschiedene Nahttechniken Anwendung.

In Ergänzung zur operationstechnisch allerdings recht aufwendigen Naht finden heutzutage meist selbstauflösende Fixationsmaterialien wie Meniskusschrauben oder -pfeile Verwendung. Diese verkürzen im Gegensatz zur Nahttechnik die Operationszeit beträchtlich. In jüngster Zeit sind auch raffinierte Nahttechniken mit kleinen Ankern entwickelt worden (Fastfix®), die ohne jeglichen zusätzlichen Schnitt auskommen, wie dies für normale Nahttechniken erforderlich wäre.

Meniskus-Transplantation (Spender)

Patienten, die bereits in jungen Jahren einen Meniskus verlieren, droht auf lange Sicht die Entwicklung einer Früharthrose. Ein neuartiges Verfahren, welches nur in wenigen Zentren auf der ganzen Welt durchgeführt wird, stellt die Transplantation eines gesunden Meniskus dar. Dieser wird von einem verstorbenen Spender gewonnen und dem Empfänger arthroskopisch eingepflanzt.

Dabei handelt es sich um eine allerdings sehr anspruchsvolle Meniskus-Operation, die eine grosse Erfahrung und herausragende technische Fertigkeiten vom Operateur verlangt. Eine lebenslange Medikamenteneinnahme, wie sie zum Beispiel nach Herztransplantationen durchgeführt wird, um eine Abstossung zu verhindern, ist nach dieser Meniskus-OP nicht notwendig.

Collagen-Meniskus-Implantation (CMI)

Das Collagen-Meniskus-Implantat ist ein aus tierischem Collagen gewonnener, künstlicher Meniskus, der bei grossflächigen Innenmeniskusresektionen Anwendung findet. Im Rahmen einer arthroskopischen Meniskus-OP wird das CMI in den Meniskusdefekt eingenäht und dient als Platzhalter. Im Folgenden wird es vom Körper durch eigenen Faserknorpel ersetzt und erfüllt damit die Funktionen eines natürlichen Meniskus. Die bisherigen Ergebnisse einer amerikanischen Studie sind ermutigend. Allerdings gibt es das CMI bisher nur für den Ersatz des Innenmeniskus.

Standorte der Spezialisten

Klinikstandorte
Flughäfen