Knieschmerzen - Medizinische Experten

Das Knie gehört zu den wichtigsten Teilen des menschlichen Bewegungsapparats. Dass es so anfällig für Schmerzen ist, hat zahlreiche Gründe. Neben Krankheiten kommen auch Über- und Fehlbelastungen in Betracht, sodass eine sorgsame Diagnose von Schmerzen im Knie notwendig ist.

Weitere Informationen zu Knieschmerzen finden Sie im Text weiter unten.

Übersicht

Empfohlene Spezialisten

Knieschmerzen - Weitere Informationen

Knieschmerzen und was dahinter stecken kann: die wichtigsten Ursachen

Das Kniegelenk ist bei nahezu sämtlichen Bewegungsabläufen der Beine involviert. Es ist deshalb nur wenig verwunderlich, dass Überbelastungen zu den häufigsten Ursachen für Knieschmerzen gehören. Das gilt altersunabhängig, denn sogar Kinder leiden vermehrt an Schmerzen im Kniebereich, die auf übermässige Belastungen zurückzuführen sind. Strapazierte Sehnenäste führen bei Kindern zur Entwicklung des sogenannten Sinding-Larsen-Johansson-Syndroms. Bei Erwachsenen kann es zur Ausbildung eines Springerknies kommen, das Ärzte als Patellaspitzensyndrom bezeichnen. Einige Betroffene klagen darüber hinaus über einen Riss des Meniskus oder des Kreuzbandes.

Knieschmerzen können allerdings auch eine Verschleisserscheinung darstellen, die nicht auf eine übermässige Belastung zurückzuführen ist. Da das Kniegelenk häufig intensiv genutzt wird, ist es in besonderem Masse vom Verschleiss betroffen. Ein Riss des Meniskus oder des Kreuzbandes können die Folge sein. In der Regel zeigen sich Verschleisserscheinungen erst ab der Lebensmitte. Das ist allerdings nicht zwangsläufig der Fall. Je nach individueller Körperverfassung und Lebensweise kann sich Verschleiss im Kniegelenk auch schon wesentlich früher bemerkbar machen.

Darüber hinaus können Kniegelenkschmerzen auch ein Symptom von Rheuma sein. Die Patienten leiden unter Entzündungen, die zumeist auch das allgemeine Lebensgefühl beeinträchtigen. Ein Gefühl von Abgeschlagenheit sowie Fieber sind ebenso häufig anzutreffen wie geschwollene Kniegelenke.

Manchmal kann es aber auch sein, dass das Knie in den Sog einer Erkrankung gerät, die nichts mit den Gelenken zu tun hat. Nach dem Stand der medizinischen Erkenntnis kann das vor allem bei einer reaktiven Arthritis der Fall sein.

Darüber hinaus können auch Stoffwechselerkrankungen oder Blutkrankheiten wie Gicht oder die Eisenspeicherkrankheit das Kniegelenk erheblich in Mitleidenschaft ziehen.

Die wichtigsten Ursachen für Knieschmerzen im Überblick

  • Überbelastungen
  • Sinding-Larsen-Johansson-Syndrom (Springerknie)
  • Arthrose
  • Rheuma
  • Arthritis
  • Verschleiss
  • Knieverletzungen z. B. Meniskusriss
  • Stoffwechselerkrankungen

Symptome: Wie sich Schmerzen im Kniegelenk bemerkbar machen

Mediziner teilen Schmerzen in die Kategorien akut und chronisch ein. Während ein akuter Schmerz innerhalb weniger Tage oder Stunden abklingt, dauern akute Schmerzen sechs Wochen oder länger an. Im Kniegelenk können Schmerzen sowohl während der Durchführung einer Bewegung als auch im Ruhezustand auftreten. Bei chronischen Knieschmerzen kann zwar eine Therapie vorübergehende Schmerzfreiheit bewirken. Rückfälle sind dennoch nicht selten. Vor allem rheumatische Erkrankungen führen immer wieder zu einem erneuten Aufflammen des Schmerzes.

Knieschmerzen

Von erheblicher Bedeutung: Die Diagnose

Da Knieschmerzen verschiedene Ursachen haben können, ist eine sorgfältige Diagnose ausgesprochen wichtig. Diese beginnt mit der Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese). Hierfür berichtet der Patient ausführlich über derzeitige und vergangene Beschwerden. Ausserdem wird der Schmerz lokalisiert und dessen Intensität festgestellt. Schon jetzt ist es Ärzten möglich, erste Verdachtsmomente zu bilden und potenzielle Ursachen auszuschliessen.

Im Anschluss an die Anamnese folgt eine umfassende körperliche Untersuchung. Hierbei steht das Kniegelenk naturgemäss im Fokus. Die meisten Ärzte beginnen damit, das Knie abzutasten. Auf diese Art können Schmerzpunkte und Schwellungen ermittelt werden. Ausserdem wird überprüft, ob die Kniescheibe verschiebbar ist.

Darüber hinaus können verschiedene Bewegungstests zur Diagnose hilfreich sein. Diese werden vor allem von Orthopäden angewandt, um verschiedene Krankheitsbilder abzugrenzen. Auch ist es üblich, Umfang und Länge der Beinachsen sowie die Fussstellung abzumessen.

Neben den bereits geschilderten konservativen Diagnosemethoden kann auch die Verwendung bildgebender Verfahren angezeigt sein. Ultraschalluntersuchungen (Sonografien), Röntgenbilder, Computer- und Magnetresonanztomografien (CT bzw. MRT) liefern wichtige Informationen über den Zustand des Knies. In Einzelfällen ist es notwendig, eine nuklearmedizinische Untersuchung (Szintigrafie) durchzuführen. Nur in seltenen Fällen ordnen Ärzte eine Gelenkpunktion oder -spiegelung (Arthroskopie) an.

Was kann man tun? Die wichtigsten Behandlungsmethoden

Grundsätzlich kann zwischen konservativen Behandlungsmethoden und operativen Eingriffen unterschieden werden. Konservative Ansätze setzen auf eine vorübergehende Schonung des Kniegelenks. Dieses soll sich durch die verringerte Belastung von selbst erholen. Ergänzend kommt Physiotherapie zum Einsatz. Diese trägt zur Kräftigung bei und fördert so die Heilung. Sofern eine physikalische Therapie verordnet wurde, kommen Hilfsmittel wie Kniebandagen, Gehstützen, Stöcke oder Einlagen zum Einsatz.

Operative Eingriffe gelten als ultima ratio. Sie stellen damit nur die letzte zur Verfügung stehende Therapiemassnahme dar. Durch die Fortschritte der modernen Schulmedizin kann die Mehrzahl der Eingriffe minimal invasiv durchgeführt werden, sodass nur millimetergrosse Schnittwunden entstehen. Die klassische Gelenköffnung (Arthrotomie) kommt nur noch gelegentlich zum Einsatz.

Standorte der Spezialisten

Klinikstandorte
Flughäfen