Divertikulitis - Medizinische Experten

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Divertikulitis - Weitere Informationen

Weitere Informationen über Divertikulitis und Spezialisten für die Behandlung der Divertikulitis

Die Divertikulitis ist eine Entzündung der Divertikel im Darm und zeichnet sich durch Schmerzen im Bauch und Verdauungsstörungen aus. In fortgeschrittenen Stadien kann es zu Komplikationen und immer wieder auftretenden Entzündungsschüben kommen. Die Diagnose wird auf Basis einer körperlichen Untersuchung und bildgebender Untersuchungen gestellt. Die Therapie ist stadienabhängig und besteht aus Umstellung der Ernährung, Gabe von Antibiotika und ggf. einer Operation.

Was ist eine Divertikulitis?

Bei einer Divertikulitis sind die Divertikel, d.h. die beim Gesunden nicht vorhandenen Ausstülpungen der Darmwand im Bereich des Dickdarms, entzündet. Die Vorstufe der Divertikulitis ist die Divertikulose, eine Erkrankung, bei der vermehrt Divertikel im Darm auftreten. Die Divertikulose wird auch als Divertikelkrankheit bezeichnet. Bei einem falschen Divertikel ist nur die Schleimhaut ausgestülpt. Dagegen liegt bei einem echten Divertikel eine Ausstülpung der ganzen Darmwand vor.

Entstehung und Ursachen der Divertikulitis

Die Ursachen für die Entwicklung einer Divertikelkrankheit sind nicht bekannt, ggf. könnten neben dem Alter bestimmte Stuhleigenschaften (insbesondere harter Stuhl bei ballaststoffarmer Ernährung) und dem dadurch erhöhten Druck im Darm bei der Entstehung einer Divertikulose eine Rolle spielen. Durch Kotsteine und Bakterien, die sich in den Ausstülpungen sammeln, wird die Schleimhaut gereizt und entzündet sich. Die eingewanderten Bakterien können auf benachbarte Strukturen wie das Bauchfell übergreifen und weitere, schwere Entzündungen wie die Bauchfellentzündung (Peritonitis) hervorrufen.

Symptome und Stadien der Divertikulitis

Divertikel kommen bei vielen Menschen vor, häufig ist die Divertikelkrankheit jedoch symptomlos. Erst bei einer Entzündung der Divertikel kommt es zu Beschwerden wie starken Bauchschmerzen, insbesondere auf der linken Seite, und Verdauungsstörungen (Verstopfung, Durchfall, Blähungen). Weitere Symptome können druckschmerzhafte Verhärtungen und Fieber sein. Gefährliche Komplikationen stellen u.a. ein Darmdurchbruch, bei der die Entzündung auf benachbarte Strukturen übergreift, und ein Darmverschluss durch die entzündungsbedingte Verdickung der Darmwand dar. Die Symptome treten häufig schubweise auf.

Die Erkrankung kann in die folgenden Stadien eingeteilt werden:

  • Im Stadium 0 liegt nur eine Divertikulose vor, die keine Bessschwerden verursacht
  • Im Stadium I liegt eine akute Entzündung der Divertikel ohne Komplikationen, aber mit Bauchschmerzen und ggf. Fieber, vor
  • Das Stadium II zeichnet sich durch das Auftreten von Komplikationen aus
  • Im Stadium III ist die Erkrankung chronisch, und es kommt immer wieder zu Beschwerden

Untersuchung und Diagnose der Divertikulitis

Neben der Anamnese und der körperlichen Untersuchung (z.B. Abtasten des Bauchraums) sind bildgebende Untersuchungen für eine Divertikulitis-Diagnose von Bedeutung. So können mittels Ultraschalluntersuchung und Computertomograhie (CT) die Divertikel dargestellt werden. Eine Darmspiegelung wird durchgeführt, um bösartige Erkrankungen auszuschliessen. Diese Untersuchung darf allerdings nicht während einer akuten Entzündungsphase gemacht werden, da eine erhöhte Gefahr besteht, dass es während der Untersuchung zu einer Perforation (Darmdurchbruch) kommt.

Therapie der Divertikulitis

Je nach Schwere der Erkrankung bestehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten:

  • Bei leichten Formen wird zunächst durch ballaststoffreiche Ernährung und erhöhte Flüssigkeitszufuhr oder gar zeitweisen Nahrungsverzicht (aber bei ausreichender Flüssigkeitsaufnahme) versucht, die Stuhlkonsistenz zu verbessern und die Entzündung einzudämmen.
  • Da die Entzündung durch Bakterien ausgelöst wird, werden auch Antibiotika in der Divertikulitis-Behandlung eingesetzt, um die Bakterien abzutöten. Häufig kommen dadurch Blutungen zum Stillstand, und verengte Stellen weiten sich.
  • In schweren Fällen mit Komplikationen (z.B. Darmdurchbruch) oder wiederholten Entzündungen besteht eine Indikation für eine operative Divertikulitis-Behandlung. Dabei wird der befallene Darmabschnitt entfernt.

Welche Fachärzte und Spezialkliniken behandeln eine Divertikulitis?

Spezialisten für die Behandlung von Divertikulits sind Fachärzte für Innere Medizin und Gastroenterologie (Magen-Darm-Erkrankungen) und Experten für Darmoperationen. Niedergelassene Spezialisten für Divertikulits können die leichten Formen ambulant behandeln, während die schweren Fälle stationär an speziellen Kliniken für Divertikulitis, meist Kliniken für Gastroenterologie, therapiert werden müssen.

Prognose und Verlauf bei Divertikulitis

Die Entzündung der Divertikel tritt häufig schubweise auf, d.h. nach Abklingen der Beschwerden kommt es zu einer erneuten Entzündung. Davon sind etwa 30 Prozent der Patienten mit einer einmal durchgemachten Divertikel-Entzündung betroffen. Deshalb sollten die Patienten auch auf eine ballaststoffreiche Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und regelmässige Bewegung achten, um so einem neuen Schub vorbeugen.

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