Thrombophlebitis - Medizinische Experten

Bei der Thrombophlebitis handelt es sich um eine Entzündung von oberflächlichen (also nicht tiefen) Venen, die durch verschiedene Risikofaktoren ausgelöst werden kann. Aus diesen Venenentzündungen können sich unter Umständen Thrombosen bilden. Wichtig sind hierbei die korrekte Diagnose sowie die Therapie, damit der Betroffene möglichst bald wieder schmerzfrei ist.

Weitere Informationen zur Thrombophlebitis finden Sie im Text weiter unten.

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Thrombophlebitis - Weitere Informationen

Was versteht man unter einer Thrombophlebitis?

Bei einer Thrombophlebitis sind die oberflächlichen Venen entzündet, wobei sich die Symptome meistens auf die Beine beschränken. Im entzündlichen Venenbereich bildet sich oft ein Blutgerinnsel. Das Blut kann durch diesen Thrombus nicht mehr ungehindert fliessen und muss sich daher andere Wege suchen. In der Regel ist es so, dass bei einer Thrombophlebitis sowohl die Entzündungen als auch die Blutgerinnsel auf die oberflächlichen Venen begrenzt sind. Die tieferen Venen, die unter anderem für den Rückfluss des Blutes zum Herzen sorgen, werden bei dieser Erkrankung nicht in Mitleidenschaft gezogen. In den meisten Fällen sind Patienten betroffen, die auch an Krampfadern leiden.

Welche Symptome treten bei einer Thrombophlebitis auf?

Die Begleiterscheinungen einer Thrombophlebitis können unterschiedlich ausfallen. So kann es, je nach Lage, im Bereich der entzündeten Vene und im umliegenden Gewebe zu Schwellungen und Rötungen kommen. Sehr häufig sind die Venen auch verhärtet und reagieren auf Druck mit unterschiedlich starken Schmerzen für den Patienten. Wie bei fast allen Entzündungen kann hier auch eine Überwärmung der betroffenen Stelle auftreten.

Die Symptome für eine Thrombophlebitis im Überblick:

  • Rötungen
  • Schwellungen
  • Druckschmerz im Bereich der Vene
  • Verhärtungen

Wie wird eine Thrombophlebitis festgestellt?

Eine genaue Diagnose ist wichtig, da nur so der Unterschied zwischen einer Thrombose der tiefen Venen und anderen Thromboseformen festgestellt werden kann. Eine Form stellt die Phlebothrombose dar. Diese Abgrenzung nimmt der Mediziner am besten per Ultraschalluntersuchung vor. Zudem kann mithilfe dieser Sonografie auch das genaue Ausmass der Thrombophlebitis begutachtet werden. Ansonsten helfen bei der Diagnostik die bereits beschriebenen Symptome. Zusätzlich kann der Arzt den betroffenen Bereich auch noch abtasten, um so einen ersten Befund stellen zu können.

Was sind die Ursachen für eine Thrombophlebitis?

Die genauen Ursachen für diese Form der Venenentzündung sind nicht vollständig nachvollziehbar. In vielen Fällen scheint eine Reizung der betroffenen Venen diese Entzündung zu begünstigen. Eine solche Reizung kann chemisch oder mechanisch erfolgen. Sie tritt zum Beispiel auf, wenn Infusionen gelegt werden und so die Innenwand nicht nur punktiert, sondern auch noch zusätzlich gestreift wird. Auf diese Weise können – wenn auch etwas seltener – theoretisch auch die Arme von einer Thrombophlebitis betroffen sein, auch wenn das Krankheitsbild eher typisch für die Beine ist. Auch Krampfadern, die ohnehin schon chronisch geschädigt sind, bedürfen hier einer gewissen Beobachtung.

Zu den weiteren Risikofaktoren zählen aber auch das Rauchen, die Einnahme der Pille bei Frauen, lange Bettlägerigkeit, Übergewicht, Verletzungen oder aber auch Bewegungsmangel. Vor allem bei der Kombination aus Anti-Baby-Pille und Rauchen ist besondere Vorsicht geboten.

Wie wird eine Thrombophlebitis behandelt?

Um eine geeignete Behandlungsmethode anwenden zu können, muss der Arzt die Entzündung erst zweifelsfrei erkennen und auch lokalisieren. Lokalisation und Ausdehnung sind es auch, die bei der Behandlung eine grosse Rolle spielen. Ist eine kleine Seitenastvene betroffen, wird die Stelle in der Regel gekühlt. Zudem wird für Kompression gesorgt. Hier kommen für gewöhnlich einfache Umschläge oder aber auch spezielle Strümpfe zu Einsatz. Wenn eine grössere Seitenastvene, die zudem auch noch eine Verbindung zu tiefergelegenen Venen hat, betroffen ist, werden zusätzlich zu diesen Methoden auch noch blutverdünnende Medikamente verabreicht. Bei Stammvenen (die Crosse in Leiste oder Kniekehle) gilt dasselbe.

Für diese Behandlung muss der Patient normalerweise nicht stationär in einem Krankenhaus verbleiben, denn die Behandlung kann ambulant durchgeführt werden. Allerdings sind auch begleitende Symptome nicht ausser Acht zu lassen. Kommt es zum Beispiel zu Atembeschwerden oder zu Kreislaufschwäche, ist eine Klinik oder ein Arzt aufzusuchen. Darüber hinaus sollten bei der medikamentösen Therapie mit blutverdünnenden Medikamenten immer auch deren spezifische Nebenwirkungen berücksichtigt werden. So kann es etwa während der Behandlung zu einer stärkeren Blutungsneigung bei Schnittwunden oder ähnlichen Verletzungen kommen. Hier ist dann insgesamt etwas mehr Aufmerksamkeit gefordert.

Wie lange dauert die Therapie und wie ist die Prognose bei einer Thrombophlebitis?

Die Behandlung kann unter Umständen mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Das gilt nicht nur für die Therapie mit den blutverdünnenden Medikamenten, sondern auch für die Kompressionstherapie. Darüber hinaus sollte man bei einer Thrombophlebitis, die aufgrund von Krampfadern entstanden ist, über die Entfernung eben jener Krampfadern nachdenken. Diese ist allerdings erst nach dem Abheilen der akuten Entzündung möglich. Ferner gehören zu einer ganzheitlichen Therapie auch regelmässige Kontrollen. Dies gilt nicht zuletzt für die Ultraschalltherapie, damit der Arzt feststellen kann, ob sich die Entzündung eventuell ausgebreitet oder auch die tieferen Beinvenen erreicht hat.

Wenn die Entzündung auf diese Weise rechtzeitig erkannt und behandelt wird, heilt sie im Normalfall folgenlos aus. Allerdings kann es zu Hautverfärbungen im betroffenen Bereich kommen. Dennoch kann nicht mit Sicherheit prognostiziert werden, welche langfristigen Schäden von einer Thrombophlebitis ausgehen.

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