Gefässerkrankung - Medizinische Experten

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Gefässerkrankung - Weitere Informationen

Unter Gefässerkrankungen fasst man in der Medizin verschiedene Erkrankungen, die innere Blutgefässe betreffen, unter dem Sammelbegriff Gefässerkrankung zusammen.

Diese Erkrankungen können sich sowohl durch eine Verengung als auch durch einen vollständigen Verschluss der jeweiligen Struktur bemerkbar machen. Neben starken Schwellungen und Schmerzen können dabei auch bleibende Schäden an Muskeln und Gewebe entstehen. Unbehandelt erfordern diese Krankheiten oft eine Amputation der betroffenen Gliedmassen des Erkrankten.

Die Ursache von Gefässerkrankungen

Die schweren Symptome dieser Krankheiten werden vor allem durch Ablagerungen (Plaques) innerhalb der zu- und ablaufenden Systeme verursacht. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um

  • Blutfette
  • Gerinnsel
  • Bindegewebe
  • Kalk

Plaques bilden sich an der Gefässwand nach dem Auftreten einer starken Entzündung. Diese kann jedoch durch unterschiedliche Dinge verursacht werden. Je nach befallener Region treten dabei unterschiedliche Gefässerkrankungen auf.

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Links ein gesundes Gefäss, rechts ein durch Plaques verengtes Gefäss (hier am Beispiel einer Koronararterie)

Risikofaktoren für eine Gefässerkrankung

Zahlreiche Risikofaktoren begüstigen die Bildung von Plaque und die Entwickelung einer Gefässerkrankung. Aktuell gilt noch immer der übermässige Konsum von LDL-Cholesterin als einer der Hauptgründe für die Ablagerung von Blutfett an den Gefässwänden. Weiterhin steigern auch Übergewicht und hoher Blutdruck das Risiko auf eine Erkrankung.

Darüber sind vor allem Diabetiker besonders gefährdet, eine Gefässerkrankung zu entwickeln. Dies gilt ebenso für Raucher und Menschen mit übermässigem Alkoholgenuss.

Formen von Gefässerkrankungen

Die unterschiedlichen Formen dieser Krankheiten werden hauptsächlich in zwei Kategorien unterteilt. Dabei handelt es sich um

  • Erkrankungen des zuführenden Systems und
  • Krankheiten des ableitenden Systems.

Daraus werden schliesslich die drei Hauptformen von Gefässerkrankungen abgeleitet: Diese können entweder die Arterien, die Venen oder das Lymphsystem betreffen.

Bei einer arteriellen Gefässerkrankung handelt es sich meist um die sogenannte Arteriosklerose. Diese zeichnet sich durch die Bildung von Engstellen und Verschlüssen innerhalb der Arterien ab.

Die venösen Gefässerkrankungen hingegen umfassen neben dem sogenannten Krampfaderleiden ebenfalls die venöse Insuffizienz und die Venenthrombose.

Im Bereich der Erkrankungen der Lymphsysteme unterscheidet man hauptsächlich ein primäres sowie ein sekundäres Lymphödem. Dabei handelt es sich um sicht- sowie tastbare Flüssigkeitsansammlungen, die nicht mehr abtransportiert werden können.

Krampfadern
Krampfadern © zlikovec / Fotolia

Die Behandlung der Krankheit

Zahlreiche Gefässerkrankungen lassen sich auch ohne einen operativen Eingriff erfolgreich behandeln. Das für die Therapie eingesetzte Mittel ist jedoch stark vom aktuellen Stadium der Erkrankung abhängig. Arterielle Durchblutungsstörungen werden in der Regel mit Medikamenten therapiert, die die Gefässe erweitern. Dadurch erhöht sich die Fliessgeschwindigkeit des Blutes und die Versorgung des Gewebes kann sich verbessern.

Zusätzlich wird neben dem Ballonkatheter-Verfahren auch die Verödungsbehandlung eingesetzt, um Beschwerden in einem frühen Stadium der Erkrankung zu lindern. Bei starken Schwellungen und Ödemen ist jedoch meist ein operativer Eingriff notwendig. Dabei werden Krampfadern und andere Gefässerkrankungen schonend behoben, sodass eine anschliessende Heilung eintreten kann.

Eine medizinische Behandlung der unterschiedlichen Erkrankungen ist in jedem Fall notwendig, da sich die jeweiligen Systeme im Zuge der Plaquebildung auch vollständig verschliessen können. Tritt diese Situation ein, entstehen an den betroffenen Organen und Gewebezellen meist irreversible Schäden. Dadurch können unter anderem ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall auftreten.

Die richtige Vorbeugung von Gefässerkrankungen

In den meisten Fällen kann Gefässerkrankungen jedoch effektiv vorgebeugt werden. Ohne eine zusätzliche Steigerung des Risikos treten diese Krankheiten nur sehr selten auf. Durch die Vermeidung aller von Risikofaktoren können Sie Ihr Erkrankungsrisiko deutlich senken.

Gefährdete Personen sollten daher auf den Konsum von Zigaretten und Alkohol vollständig verzichten. Darüber hinaus ist vor allem eine gesunde Ernährung und regelmässige Bewegung von entscheidender Bedeutung. Weiterhin sollten Sie Stresssituationen so weit wie möglich aus dem Weg gehen, um das Erkrankungsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren.

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