Embolie - Medizinische Experten

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Embolie - Weitere Informationen

Nach aktuellen Schätzungen sterben in Deutschland jedes Jahr rund 40.000 Menschen an einer Embolie. Doch was verbirgt sich genau hinter der akuten Erkrankung und wie macht sie sich bemerkbar?

Der Begriff Embolie stammt vom griechischen Wort Embolus für Gefässpfropf. Eine Embolie bezeichnet den plötzlich eintretenden, vollständigen oder teilweisen Verschluss eines Blutgefässes. Verursacher ist ein über die Blutbahn weitertransportierter Pfropf, der den Blutfluss verhindert oder stark einschränkt.

Wie entsteht eine Embolie?

Am häufigsten entstehen Embolien durch ein verschlepptes Blutgerinnsel (Thrombus), das sich im arteriellen oder venösen Blutkreislauf gebildet hat. Löst sich der Thrombus, schwemmt der Blutstrom das Gerinnsel durch das Gefässsystem, bis es an eine Stelle gelangt, die zu eng für den Weitertransport ist. Die Arterie verstopft und es kommt es zu einer Embolie (Thromboembolie).

Blausen 0088 BloodClot Gefässverschluss durch ein Blutgerinnsel

Neben Blutgerinnseln können auch andere körpereigene Substanzen wie Gewebefragmente oder Tumorzellen einen Pfropf bilden. Embolien sind auch durch flüssige oder gasförmige Pfropfe möglich. Mitunter gelangen Fetttropfen aus zerstörtem Körpergewebe, Fruchtwasser oder Luftbläschen in die Blutbahn. Je nach Beschaffenheit des Embolus sprechen Mediziner von

  • Thromboembolie
  • Fettembolie
  • Fruchtwasserembolie
  • Luftembolie

Was ist unter einer arteriellen und einer venösen Embolie zu verstehen?

Je nach Entstehungsort des Gefässpfropfs unterscheiden Mediziner zwischen arteriellen und venösen Embolien.

Am häufigsten entstehen Embolien im arteriellen Blutkreislauf. Arterien transportieren sauerstoffreiches Blut durch den Körper. Arterielle Embolien haben ihren Ursprung vorwiegend in der linken Herzhälfte. Dort bilden sich durch krankheitsbedingte Veränderungen im Blutstrom (zum Beispiel durch Vorhofflimmern) Gerinnsel, die dann in den arteriellen Körperkreislauf gelangen. Am häufigsten lösen diese Thromben eine Embolie im Gehirn (Schlaganfall) aus. Häufig sind auch arterielle Verschlüsse in Bein oder Arm die Folge. Seltener lösen angeschwemmte Blutgerinnsel Herzinfarkte aus.

Venöse Embolien machen den kleineren Teil der Embolien aus. Hier wandert der Pfropf aus Körpervenen in die rechte Herzhälfte und gelangt dann in die Lungenarterien. Die Folge: eine Lungenembolie. Der angeschwemmte Pfropf entsteht meist in den Beinvenen oder im Becken und wandert von dort in die Lunge.

Sehr selten tritt eine paradoxe oder gekreuzte Embolie auf: Sie ist nur möglich, wenn eine unnatürliche Öffnung zwischen linkem und rechtem Herzvorhof besteht. Dann kann auch ein venöser Embolus in den arteriellen Körperkreislauf gelangen und dort einen Verschluss auslösen.

Bei diesen Symptomen sofort den Arzt verständigen

Eine Embolie verursacht – je nachdem wo sie auftritt – unterschiedliche Symptome. Charakteristisch ist, dass die Beschwerden plötzlich auftreten.

Ein Gefässverschluss in Beinen oder Armen ist mit starken Schmerzen, Gefühlsstörungen, Lähmungen und Blässe verbunden – auch ist der Puls an den betroffenen Gliedmassen nicht mehr tastbar.

Eine Lungenarterienembolie zeigt sich durch plötzliche Atemnot, beschleunigte Atmung und Herzrasen. Der Blutdruck fällt ab und es kommt zu einem Kreislaufschock. Ist eine grössere Lungenarterie verstopft, besteht akute Lebensgefahr. Benachrichtigen Sie bei diesen Symptomen sofort einen Notarzt! Bei einer Embolie im Gehirn wird der Patient bewusstlos und zeigt Lähmungserscheinungen.

Wie wird eine Embolie behandelt?

Ziel jeder Therapie ist es, den Gefässverschluss zu beseitigen. Je nach Ausprägung und Form behandeln Ärzte eine Embolie mit gerinnungshemmenden Medikamenten oder entfernen den Thrombus operativ.

Gibt es Risikogruppen und Risikofaktoren?

Embolien treten eher im höheren Alter auf und betreffen mehr Frauen als Männer. Zu den Risikofaktoren gehören vor allem

  • Übergewicht
  • Bluthochdruck
  • Diabetes mellitus
  • Arteriosklerose

Auch Rauchen und wenig Bewegung begünstigen die Bildung von Thromben.

Kann man einer Lungenembolie vorbeugen?

Einer Lungenembolie vorzubeugen heisst, der Entstehung von Blutgerinnseln in Bein- und Beckenvenen vorzubeugen. Dies ist am besten durch ein normales Körpergewicht und viel Bewegung zu erreichen. Das hält die Venen fit und beugt gleichzeitig anderen Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Diabetes vor.

Mit Embolien ist nicht zu spassen. Sie sind in jedem Falle gefährlich und erfordern sofortige ärztliche Hilfe. Bei schneller Diagnose und Therapie bestehen jedoch meist gute Heilungschancen.

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